Eine Märchengeschichte im Science-Fiction-Kostüm
- so in etwa soll George Lucas seinen ersten Star-Wars-Film Mitte der 1970er-Jahre den großen Filmstudios gepitcht haben. Was in der heutigen Zeit nach dem nächsten erfolgreichen Netflix-Film klingt, war für 20th Century Fox in der damaligen Kinolandschaft ein gewaltiges Risiko.
Auch Mark Hamill war anfangs nicht von Star Wars überzeugt. Ausgerechnet der Darsteller von Luke Skywalker hat im Podcast iHeart eine Anekdote von damals zum Besten gegeben.
Ist das eine Parodie?
Star-Wars-Mastermind George Lucas hat sich bei der Konzeption seines eigenen Sci-Fi-Universums bekanntermaßen stark von noch älteren und etablierten Namen wie Flash Gordon und Dune inspirieren lassen. Doch die Art und Weise, wie er die Zutaten vermischte, war damals einzigartig.
Entsprechend irritiert war der Mittzwanziger Mark Hamill, als er bei George Lucas und den Produzenten zum Vorsprechen erschien und das Skript zum ersten Mal las.
Ich habe eine Szene gelesen und konnte mir keinen Reim darauf machen. Ich sagte zu Harrison [Ford], mit dem ich gemeinsam vorgesprochen habe: Du hast doch in American Graffiti mitgespielt, du kennst George. Ist das eine Komödie oder eine Satire, eine Parodie oder … es kann einfach nicht sein Ernst sein, oder?
[Harrison Ford] sagte: „Hey, was auch immer, egal, bringen wir es hinter uns. […]
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Krieg der Sterne - Star Wars Episode IV - Original-Trailer
Doch auch danach ließ Mark Hamill das Gelesene keine Ruhe und er konfrontierte George Lucas direkt. Dessen Antwort wusste er richtig zu interpretieren:
Ich sagte zu George: Ist das so etwas wie eine Parodie? Ist es eine Satire?
[George Lucas antwortete]: Lass es uns erst einmal einfach durchziehen und wir werden später darüber reden
, was so viel hieß wie: Lass uns einfach machen und wir werden nie darüber reden.
Intergalaktischer Erfolg trotz holpriger Dialoge
Dass gut geschriebene Dialoge nicht gerade zu den Stärken von George Lucas zählen, ist ein altbekannter Fakt. Selbst die oft am Set vom Cast improvisierten Sätze stellten eine Steigerung dar. Dem Erfolg von Star Wars tat dies aber keinen Abbruch: Der später als Episode 4 nummerierte Auftakt ist Kult.
Und Mark Hamill? Der dürfte sich nicht mehr dafür interessieren, ob er nun an einer Parodie oder einem ernsthaften Projekt mitwirkt. Denn auch knapp 50 Jahre später schlüpft er in die finanziell ertragreiche Rolle von Luke Skywalker, sei es auf der Kinoleinwand als Experte für Alien-Milch oder vor dem Mikrofon für animierte Serien und Videospiele.
Abseits von Star Wars ist Mark Hamill aber ebenfalls ein vielbeschäftigter Mann. Seine Synchronrolle als Batman-Erzfeind Joker ist legendär und auch in Filmen und Serien wie Der Untergang des Hauses Usher oder The Life of Chuck hat er mitgespielt. Mit seinen inzwischen 73 Jahren dürfte der Schauspieler es aber irgendwann auch etwas ruhiger angehen lassen.
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