Die meisten Star-Wars-Fans dürften sich einig sein: Bei Episode 7, 8 und 9 ist viel schief gelaufen. Dieser Meinung ist auch John Boyega, der aus seiner Kritik an den Sequels nie ein Geheimnis gemacht hat. Doch was würde der Finn-Darsteller persönlich an der Trilogie ändern?
Darauf wurde der 33-jährige Darsteller bei seinem Besuch der Florida Supercon 2025 angesprochen (wie ThePopVerse berichtet). Und tatsächlich hat Boyega drei ganz konkrete Vorschläge, wie man die Sequels reparieren könnte beziehungsweise was für Story-Entscheidungen er in der Rolle eines Produzenten getroffen hätte.
Idee #1: Mehr Respekt für die alte Garde
So spricht Boyega zuerst den Kritikpunkt an, dass Mark Hamill, Harrison Ford und Carrie Fisher als die alten Star-Wars-Helden verhältnismäßig wenig zu tun hatten. Tatsächlich stand das Trio für keine einzige Szene in den Sequels gemeinsam vor der Kamera!
Zuallererst würde ich nicht Han Solo, Luke Skywalker und so weiter loswerden. Das ist Quatsch. Als erstes würde ich ihre Geschichte aufbauen, und zwar so, dass sie ihrem eigenen Vermächtnis gerecht werden. Es würde dann einen passenden Moment geben, in dem sie den Stab [an die neue Generation] weitergeben. [...]
Luke Skywalker würde auch nicht einfach verschwinden, während er auf einem Felsen sitzt. Auf keinen Fall! Er steht da und ist nur eine Projektion? Ich würde den Schauspielern mehr zu tun geben.
Natürlich spricht Boyega hier von seiner idealen Wunschvorstellung, wie er mit Sequels als Entscheidungsträger hätte verfahren wollen.
Denn in der Realität war Harrison Ford derjenige, der sich bereits in Episode 7 von Han Solo verabschieden wollte. Ebenso konnte niemand Carrie Fishers Tod Ende 2016 vorhersehen, die als Leia Organa in Episode 9 ursprünglich eine sehr viel größere Rolle hätte spielen sollen.
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Star Wars: Offizieller Trailer zu Episode 7 - Das Erwachen der Macht
Idee #2: Größere Hürden für die neue Generation
John Boyega hat aber nicht nur an dem Auftritt der alten Garde in den Sequels etwas auszusetzen. Wie er mit der neuen Generation - also Rey, Finn, Poe und Co. - umgegangen wäre, thematisiert er ebenfalls:
Die neuen Helden wären nicht komplett übermächtig gewesen. Sie nehmen nicht einfach irgendetwas in die Hand und wissen sofort, was damit zu tun ist. Nein. Das musst du dir erst verdienen - genauso wie jeder andere Charakter in dem Franchise.
Damit spricht Boyega natürlich die Kritik an, die sich vor allem auf Rey (Daisy Ridley) bezieht und sie als Mary Sue
bezeichnet. Dieser Begriff steht stellvertretend für eine idealisierte Figur, die nahezu perfekt, talentiert und fehlerlos dargestellt wird.
Ebenso war John Boyega selbst kein Fan davon, wie mit seiner eigenen Figur umgegangen wurde: In seinen Augen wurde bei Finn viel Potenzial verschenkt.
Idee #3: Mehr Liebe für den alten Kanon
Zu guter Letzt bringt Boyega nochmal seine persönliche Affinität gegenüber dem Krieg der Sterne zum Ausdruck. Denn er hätte liebend gerne gesehen, dass die Sequels mehr Bezug auf Geschichten des alten Kanon nehmen. Konkret sagt der Finn-Darsteller dazu:
Ich würde auch die Geschichten zu The Old Republic berücksichtigen, um zu sehen, wie wir die auf irgendeine Weise fortführen können. Ich würde auf jeden Fall etwas von The Force Unleashed mitreinbringen. [...]
Ich würde das Star-Wars-Universum so weit, wie es nur geht, erweitern und dabei gleichzeitig die Lore respektieren wollen. Wenn wir die schon ausbauen, dann doch bitte so, dass wir das, was davor gekommen ist, berücksichtigen.
Nach Episode 9 und dem Ende der Skywalker-Saga will Disney mit Star Wars ein neues Kapitel aufschlagen. Dabei soll dann auch Daisy Ridley als Rey eine Schlüsselrolle spielen. Ob John Boyega als Finn an ihrer Seite steht, muss sich noch zeigen.
Jetzt steht für den 20. Mai 2026 erstmal der Kinostart von The Mandalorian & Grogu an.
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