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Fazit: Starcraft 2: Legacy of the Void im Test - Der letzte Echtzeitstrategie-Blockbuster?

Fazit der Redaktion

Maurice Weber (@Froody42)
Legacy of the Void spielt sich wie aus einer anderen Zeit: Als Echtzeitstrategie noch bei den größten und besten Entwicklern zuhause war und genauso aufwändig produziert wurde wie heute Shooter oder Action-Adventures. Allein dafür liebe ich es, und gerade deswegen macht es mich so traurig - denn mit der letzten Starcraft-Erweiterung geht auch diese große Echtzeitstrategieserie zu Ende und es gibt wieder weniger am Horizont, worauf ich mich als Genrefan freuen kann. Aber was für ein Finale das geworden ist! Die packende Inszenierung, die enorm coolen Protoss-Einheiten, die vielseitige Speer des Adun, die einfallsreichen Missionen - all das ergibt ein fantastisches Paket und die bislang beste Starcraft-2-Kampagne. Allein schon, weil ich endlich mit den noblen Protoss für Recht und Ordnung sorgen kann, statt mich mit räudigen Zerg und Terranern rumzuschlagen!

Klar, die Story ist mehr Blockbuster-Kino als tiefgründige Charakterzeichnung, funktioniert als solche aber hervorragend. Und es ist nicht alles perfekt: Einige wenige Missionen bewegen sich gelegentlich unter dem insgesamt so hohen Niveau, einige Storywendungen könnten ausführlicher erzählt sein. Aber das tut dem Spielspaß kaum Abbruch. Wirklich enttäuscht hat mich nur der Koopmodus. So eine tolle Idee, und so mittelmäßig umgesetzt! Da wäre so viel mehr drin gewesen, gerade bei einem sonst so hochwertig produzierten Spiel. Hoffentlich hat Blizzard den nicht einfach als Vehikel für endlose Fuhren an künftigen DLCs eingebaut. Denn nach der Kampagne von Legacy of the Void bin ich heißer denn je auf weitere epische Vollpreis-Strategiespiele der Kalifornier. Vielleicht das nächstes Mal Warcraft 4?

Michael Graf (@Greu_Lich)
17 Jahre habe ich auf das Finale der Starcraft-Saga gewartet - und nun lässt mich Legacy of the Void mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurück. Einem lachenden Auge, weil es ein grandios inszeniertes, hochdramatisches Kampagnenfeuerwerk abbrennt, das in einem befriedigenden Schlussakkord gipfelt. Zwar gäb's auch hier Details zu bemängeln (Warum so viele »Erreiche/Zerstöre diese Gebäude«-Einsätze?), dennoch gefällt mir der Feldzug viel besser als die vorangegangenen Episoden. Zumal er sich dank Komfort-Upgrades und Automatisierungen auch noch geschmeidiger spielt - und mich dennoch schon auf dem zweithöchsten Schwierigkeitsgrad kräftig ins Schwitzen bringt. Die neuen Multiplayermodi brauche ich hingegen nicht. Die »Archon«-Gewaltenteilung widerspricht meinem Strategennaturell (Ich will die volle Kontrolle!), und der Koopmodus verschenkt Potenzial. Mensch, wie schön wäre eine richtige kleine Koop-Kampagne als Dreingabe gewesen!

Sei's drum, auch so ist Legacy of the Void ein würdiger Abschluss für Starcraft 2. Und da hätten wir mein weinendes Auge: Es ist vorbei, und das macht mich traurig. Klar, Blizzard hat einen DLC zur Ghost-Agentin Nova angekündigt. Doch ob die Kalifornier jemals wieder einen vollwertigen, derart toll inszenierten Echtzeit-Meilenstein entwickeln, steht in den Sternen. Das Genre kriselt, die sinkenden Verkaufszahlen rechtfertigen den Aufwand womöglich nicht mehr. Vielleicht gäbe es aber einen Weg, Blizzard zum Weitermachen zu überreden: Legacy of the Void zu kaufen. Das ist es wert, glauben Sie mir.

Jochen Redinger (@GuetigerGott)
Das Beste kommt zum Schluss - stimmt! Blizzard schafft es mit Legacy of the Void, mich schon in der ersten Mission so einzustimmen, dass ich einfach nicht mehr aufhören kann. Dabei geht der eigentliche Spaß ja erst etwas später los, wenn ich auf der Speer von Adun je nach Mission mein Protoss-Heer und verschiedene Sets von Unterstützungsfähigkeiten zusammenbasteln kann. Spiele ich lieber als getreuer Khalai oder mische ich meine Truppen für maximale Schlagkraft? Lohnt sich eine schwächere, öfter nutzbare Fähigkeit am Ende mehr als die dicken Bordgeschütze? Die Möglichkeiten sind groß, das Herumprobieren macht immer wieder Spaß, zumal die abwechslungsreichen (wenn auch nicht weltbewegend innovativen) Missionen sich mit jeder neuen Konfiguration anders anfühlen.

Spielerisch stimmt also fast alles, aber auch die Präsentation steht dem in nichts nach. Die Ingame-Videosequenzen zeigen zwar vor allem in der Nahansicht, dass die Engine nicht mehr taufrisch ist, dafür kracht und psi-t es gewaltig, wenn Protoss gegen Hybride, Protoss gegen Protoss oder einfach Artanis gegen irgendwen antritt. Schade nur, dass der Epilog im Vergleich zur großen Kampagne zu kurz und hastig abgehandelt wird und mir am Ende nur ein paar Standbilder samt Texttafeln vorsetzt. Die wirken im Widerschein der bombastischen und durchaus emotionalen Zwischensequenzen nämlich noch blasser.

Heiko Klinge ( @HeikosKlinge )
Legacy of the Void erinnert mich auf meisterhafte Weise daran, warum ich mich vor 23 Jahren (Dune 2!) in die Echtzeitstrategie verliebt habe. In keinem anderen Genre durchlebe ich solch ein intensives Wechselbad der Gefühle. Die gespannte Ruhe vor dem Sturm, wenn ich meine Gebäude und Verteidigung hochziehe. Das Nervenflattern, wenn der Feind kurz vor dem Durchbruch steht. Und der Triumpf, wenn schließlich meine gewaltige Armee die Gegnerbasis einäschert. Blizzard ist sich dieser Genregefühle voll bewusst, widmet ihnen gar ganze Missionen.

Etwa wenn ich mit Hunderten Einheiten den Protoss-Planeten Aiur erstürme. Oder mit stetig wachsender Verzweiflung einen Tempel gegen die größte Übermacht der Strategiegeschichte verteidige. Selbst nach 17 Jahren Starcraft kann mich Blizzard immer noch mit neuen Missionsideen überraschen, fordern und schocken. Da mich persönlich als Multiplayer-Ignorant nur die Solokampagne interessiert, ist Legacy of the Void genau das Abschiedsgeschenk, dass ich mir als langjähriger Fan der Abenteuer von Raynor, Kerrigan und Zeratul gewünscht hatte.

3 von 4

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Kommentare(84)

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