In den letzten Monaten fiel es mir schwer, noch einen Grund zu finden, Starfield zu spielen. Nach dem Release der bisher einzigen Erweiterung erschienen kaum noch nennenswerte Updates von Bethesda, obwohl das Rollenspiel sie immer noch brauchen könnte.
Doch nach langer Durststrecke gibt es jetzt endlich spannende Neuigkeiten, die allerdings nicht von Bethesda selbst kommen. Denn das Modder-Team Kinggath Creations hat vor einigen Tagen seinen eigenen DLC veröffentlicht - und der lohnt sich wirklich!
Was ist Watchtower?
Watchtower ist eine große Mod für Starfield, die eine eigene Geschichte erzählt und neue Mechaniken einführt. Sie ist für den PC und die Xbox verfügbar, allerdings nicht kostenlos: Ihr bezahlt für die Mini-Erweiterung 1.000 Credits, was umgerechnet 10 Euro entspricht. Was alles in Watchtower steckt, will ich euch kurz zusammenfassen:
- Eine neue Questreihe, in der ihr gegen eine mächtige Geheimorganisation kämpft
- Mehrere vollständig vertonte Charaktere (nur auf Englisch)
- Eine Raumstation als Hub, die im Verlauf der Story weiter ausgebaut wird
- Die Möglichkeit eine ganze Flotte aus eigenen Schiffen aufzubauen
- Neue Schiffsmodule, mit denen ihr in Bodenkämpfe Luftschläge und Unterstützung anfordern könnt
19:50
Starfield: In der Fan-Erweiterung Watchtower entführt uns eine mächtige Geheimorganisation
Was macht Watchtower besonders?
Schon allein der Umfang der Mod ist herausragend: Mit Story und neuen Mechaniken seid ihr in jedem Fall über 10 Stunden beschäftigt. Flotte und Luftschläge sind dann natürlich auch im restlichen Spiel sehr hilfreich und eine coole Erweiterung des eher mittelmäßigen Weltraum-Parts von Starfield.
Positiv fällt mir auch die Produktionsqualität von Watchtower auf. Schon die explosive Einstiegssequenz ist toll inszeniert und die neuen Assets wie Raumanzüge, Waffen und Gegner fügen sich durchweg gut in den Rest des Spiels ein. Die vollständig (auf Englisch) vertonten neuen Figuren wirken überzeugend und wachsen mir schnell ans Herz.
Ja, wer genau hinschaut, merkt schnell, dass es sich um inoffizielle Inhalte handelt. Gerade die nur auf Englisch verfügbare Sprachausgabe fällt mir unangenehm auf. Aber trotzdem hat es Watchtower nach all der Zeit geschafft, mich wieder ein wenig Starfield spielen zu lassen. Und wahrscheinlich werde ich noch ein wenig bleiben.
Generell geht es der Modding-Szene von Starfield gerade alles andere als gut. Sie ist deutlich weniger aktiv als die von Skyrim und Fallout 4, obwohl immer noch größere Mods erscheinen, wie etwa der Planet Tatooine aus Star Wars. Wichtig ist meiner Meinung nach deshalb, dass Bethesda für Elder Scrolls 6 aus den Stärken der Vorgänger und den Schwächen von Starfield lernt. Mehr dazu lest ihr in meiner Kolumne, die ich oben in der Box verlinkt habe.
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