Seit dem Finale von Deep Space Nine im Jahr 1999 beschäftigt Trekkies vor allem eine Frage: Was ist eigentlich aus Benjamin Sisko geworden?
Damals ließ der Captain seine Familie und sein Leben auf der Station zurück, um sich den Propheten des himmlischen Tempels im Wurmloch anzuschließen.
Sein Versprechen, eines Tages zurückzukehren, blieb lange unerfüllt. Die neueste Folge von Star Trek: Starfleet Academy mit dem Titel »Series Acclimation Mill« greift diesen offenen Handlungsstrang nun direkt auf und liefert Antworten, die gleichermaßen berührend wie endgültig wirken.
Ein Wiedersehen mit der Familie Sisko
Die Episode dreht sich um den Charakter SAM und ihre Nachforschungen zum Verbleib des legendären Abgesandten. Ein Highlight ist die Rückkehr von Cirroc Lofton, der erneut in seine Rolle als Jake Sisko schlüpft. Da Starfleet Academy in der fernen Zukunft des 32. Jahrhunderts spielt, tritt Jake verständlicherweise nur als Hologramm auf.
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Er wird als erfolgreicher Schriftsteller gezeigt, der die journalistische Laufbahn weiterverfolgt hat, die er bereits auf Deep Space Nine eingeschlagen hat.
Besonders emotional: Jake berichtet in der Aufzeichnung, dass er selbst Vater geworden ist und versucht, seinem Kind jene Werte zu vermitteln, die Benjamin Sisko ihm vorgelebt hat. Aus dem Kontext der Szene wird jedoch auch klar: Zum Zeitpunkt dieser Aufnahme war sein Vater noch nicht aus dem Wurmloch zurückgekehrt.
Zusätzlich vertieft die Folge die Verbindung zur alten Crew durch einen neuen Dax-Wirt: SAM trifft auf Illa Dax, eine mittlerweile 1.250 Jahre alte Trill-Symbiontin. Dax erinnert sich noch immer an die Zeiten mit Benjamin, bestätigt aber ebenfalls, dass der Captain in all den Jahren abwesend blieb.
Der eigentliche Gänsehaut-Moment der Episode findet jedoch kurz vor dem Abspann statt, denn ihr könnt zum ersten Mal seit einem Vierteljahrhundert wieder die Stimme von Benjamin-Sisko-Schauspieler Avery Brooks hören.
Der Text, den Brooks dort vorträgt:
»Göttliche Gesetze sind einfacher als menschliche, weshalb es ein ganzes Leben dauert, sie verstehen zu können. Nur Liebe kann sie verstehen. Nur Liebe kann diese Worte so interpretieren, wie sie interpretiert werden sollten.«
Wie ComicBook berichtet, hat sich der mittlerweile 77-jährige Brooks, der sich 2013 offiziell von der Schauspielerei verabschiedete, für diese Aufnahme nicht erneut ins Studio begeben. Stattdessen stammt das Audio-Material von einem Spoken-Word-Album, das Brooks bereits 2007 aufnahm, teilweise als Andenken an seinen eigenen Vater.
Paramount trat an den Schauspieler heran und bat um die Erlaubnis, diese Passage verwenden zu dürfen. Brooks stimmte zu und ermöglichte so diesen indirekten, aber kraftvollen Auftritt. Die Episode endet mit der ikonischen Deep-Space-Nine-Titelmelodie und einer schlichten Einblendung auf dem Bildschirm: »Thank you, Avery«.
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