50% aufs erste Jahr – nur für kurze Zeit!

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Für 4 Euro bekommt ihr auf Steam gerade einen der cleversten Singleplayer-Shooter überhaupt

Control ist so kreativ und atmosphärisch, dass Testerin Elena auch sechs Jahre später noch regelmäßig daran denkt. Jetzt gibt es die Ultimate Edition auf Steam so günstig wie nie.

Control ist auch sechs Jahre später noch ein echtes Shooter-Highlight - wenn ihr es richtig spielt! Control ist auch sechs Jahre später noch ein echtes Shooter-Highlight - wenn ihr es richtig spielt!

Control ist in vielerlei Hinsicht ein merkwürdiges Spiel. Ich erinnere mich noch deutlich an den Test, den ich damals 2019 schrieb – in einem sehr kritischen Ton. Denn das eigentliche Shooter-Gameplay ließ für mich Finesse und Abwechslung vermissen. Kämpfe verkamen schnell zu einstudierten Choreografien und viele Missionen entpuppten sich als klug verschleierte Hohl- und Bring-Aufgaben:

Ich stehe auch heute noch dazu, will mich aber irgendwie trotzdem bei Control entschuldigen. Denn im Shooter von Remedy steckt so viel mehr. Auch sechs Jahre später denke ich noch mit einer wohligen Gänsehaut an das clevere, vor versteckter Geschichten nur so strotzende Leveldesign oder die zum schneiden dichte Atmosphäre zurück.

Ein Spiel muss nicht perfekt sein, um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen und für nicht mal 4 Euro würde ich Control in der Ultimate Edition mit den beiden DLCs wirklich fast jedem empfehlen.

Elena Schulz
Elena Schulz

Elena liebt Twin Peaks und Alan Wake für ihre unheimliche, mehrdeutige Atmosphäre. Auch Control schlägt in diese Kerbe und kombiniert das zusätzlich mit einer rothaarigen Heldin. Das muss doch das perfekte Elena-Spiel sein! Trotzdem wurde sie 2019 zunächst nicht mit Control warm, bis sie anfing, das Spiel aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Spielt man Control als klassischen, missionsbasierten Shooter, wird es schnell gleichförmig. Als kreatives und atmosphärisches Erkundungsspiel, in dem man sich einfach treiben lässt, überzeugt es aber umso mehr.

Ein Shooter für Neugierige

Control erfindet das Rad nicht neu, was Shooter- oder Missionsdesign angeht. Trotzdem hat Remedy ein Ausnahmespiel abgeliefert, das die Stärken des Studios beinahe auf surreale Weise illustriert. Denn Jesses Reise durch das Älteste Haus, in dem sich das Büro für Kontrolle (Federal Bureau of Control) befindet, sticht durch ein kreatives, vielschichtiges Weltendesign hervor, das in der Shooter-Welt seinesgleichen sucht.

Das Älteste Haus präsentiert sich unheimlich und surreal. Alles wirkt erst normal und unscheinbar, offenbart dann aber eine zweite Natur. Das Älteste Haus präsentiert sich unheimlich und surreal. Alles wirkt erst normal und unscheinbar, offenbart dann aber eine zweite Natur.

Das scheinbar kalte, trostlose, brutalistische Gebäude mit seinen Betonwänden und minimalistischen Büros scheint in Wahrheit lebendig zu sein und verändert sich kontinuierlich. Wände, Türen, Gänge, Raum und Zeit, all diese Konstanten werden zu reinen Vorschlägen, auf die ich mich nicht verlassen kann.

Die Behörde, die sich selbst mit paranormalen Phänomenen auseinandersetzt, erscheint selbst nicht von dieser Welt. Dadurch muss ich jederzeit alles hinterfragen, was eine unglaubliche Spannung aufbaut: Eine Tür ist fast nie nur eine Tür, ein Radio fast nie nur ein Radio. Das jagt mir unheimliche Schauer über den Rücken, sorgt aber auch für eine wohlige Anspannung, die stets meine Neugierde weckt.

Video starten 10:13 Control - Test-Video: Wahnsinn allein reicht noch nicht - Test-Video: Wahnsinn allein reicht noch nicht

Warum der erste Eindruck täuscht

Denn in jedem Winkel dieser unwirklichen Welt, warten eben Geheimnisse und sogar wirklich relevante Belohnungen wie zusätzliche Fähigkeiten auf mich. Meine tatsächlichen Aufgaben wirken genauso simpel und direkt, wie der erste Anschein des Gebäudes. Doch blicke ich tiefer, offenbart sich auch hier ein Ozean an Geheimnissen und Doppeldeutigkeiten.

So gehört zum Beispiel das Aschenbecher-Labyrinth mit dem treibenden Rock-Soundtrack zu dem besten, was ich in den letzten Jahren gespielt habe – hier greift einfach alles ineinander. Und auch die Self-Reflection-Quest, bei der ich einer alternativen Version meiner Welt und meiner selbst gegenübertrete, präsentiert sich genauso spannend wie unheimlich – und unerwartet.

Man kann Control wie einen herkömmlichen Shooter spielen und sich vor allem an der hübschen Grafik oder stimmungsvoll fahrigen Beleuchtung erfreuen. Doch auch spielerisch und erzählerisch täuscht die Fassade eben. Überall verstecken sich Akten, Audioaufzeichnungen, geheime Aufgaben oder einfach Umweltdetails, die mir eine ganz andere Geschichte erzählen und meinen Entdeckerdrang belohnen. Nur so erfahre ich wirklich, was es mit Jesses Aufgabe und dem Schicksal des Büros auf sich hat.

Spielt ihr Control wie einen gewöhnlichen Shooter, geht viel vom kreativen Charme verloren. Ihr schöpft das Potenzial erst voll aus, wenn ihr Jesses übernatürlichen Kräfte und die Umgebung für euch nutzt. Spielt ihr Control wie einen gewöhnlichen Shooter, geht viel vom kreativen Charme verloren. Ihr schöpft das Potenzial erst voll aus, wenn ihr Jesses übernatürlichen Kräfte und die Umgebung für euch nutzt.

Und auch das Gameplay schöpft man eben nur aus, wenn man willig ist, die Grenzen von Control auszutesten. Jesse schießt nicht einfach nur, sie manipuliert Objekte und Gegner, fliegt, transformiert ihre mysteriöse Waffe, die alles von der Pistole bis zur Schrotflinte sein kann. Lasst ihr euch darauf ein, entsteht auch hier ein dynamischer und überraschender Todestanz, bei dem ihr das Älteste Haus clever für euch kämpfen lasst.

Control gibt es aktuell für 3,99 Euro auf Steam (90 Prozent günstiger), was dem bisher niedrigsten Preis für das Hauptspiel mit den Erweiterungen The Foundation und AWE entspricht. Die lohnen sich beide sehr, weil sie endlich ein paar fehlende Puzzlestücke liefern, mit denen die Welt von Control ein schlüssiges Gesamtbild ergibt. Wenn ihr bis zum 31. August zuschlagt, bekommt ihr so ein echtes Schnäppchen.

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