Seitdem Valve die Spiele-Bibliotheken der Steam-User standardmäßig von öffentlich auf privat gestellt hat, sind die Infos des Datendienstes Steam Spy weniger akkurat.
Steam Spy wird unabhändig von Valve von Sergey Galyonkin betrieben und zeigt zum Beispiel an, wie viele Spieler einen Titel besitzen, wie oft und wie lange er gespielt wird und mehr. Dafür griff der Dienst lange auf die öffentlich zugänglichen Daten der Steam-Bibliotheken zu.
Inzwischen geht das nur noch, wenn die User ihre Library manuell auf "öffentlich" stellen, was Steam Spy dazu zwang, neue Wege zur Datenschätzung zu finden. Diese sind selbstredend weniger genau als zuvor. Wie es scheint, sind die Tage von Steam Spy aber ohnehin bald gezählt, denn Valve plant laut einer Aussage von Jan-Peter Ewert, »etwas Besseres als Steam Spy«.
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Steam Spy war nicht immer akkurat
Ewert ist bei Valve der »Head of Business Development« und glaubt man seinen Aussagen auf der Russian-White-Nights-Konferenz, dann war das Unternehmen unzufrieden mit der Genauigkeit der Steam-Spy-Daten. Auf die Frage eines Indie-Entwicklers, ob Valve selbst einen derartigen Service anbieten werden, sagte Ewert:
"Unser allgemeiner Ansatz war stets der, offene APIs bereitzustellen, so dass die Community einspringen kann, sollten wir mal nicht die Zahl an Werkzeugen bereitstellen, die wir bereitstellen sollten. Steam Spy hatte eine große Varianz hinsichtlich seiner Genauigkeit. Es war für manche Spiele sehr akkurat und äußerst ungenau für andere. "
Valve arbeite laut Ewert deshalb an neuen Tools und Wegen, um Daten aus Steam zu extrahieren und hoffe, dass diese genauer und nützlicher werden, als das Angebot von Steam Spy.
Steam Spy wurde vor allem zur Zeit vor der großen Datenschutzänderung gerne von Indie-Entwicklern genutzt, um den Markt der Plattform zu analysieren. Valve selbst gewährt bislang keine Einblicke in die absoluten Verkaufszahlen der im Steam Store verkauften Titel.
Auch interessant: Die Erfinder von Steam Spy veröffentlichten Fotos von Valves Vortrag auf der White Nights, die unter anderem einen sprunghaften Anstieg der wöchentlichen Spiele-Releases durch Steam Direct zeigen.
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