Drei Monate Plus im ersten Jahr sparen!

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Ihr bildet es euch nicht ein: Die Wartezeiten zwischen neuen Serien-Staffeln werden wirklich länger

Euer Gefühl trügt nicht. Laut einer Studie müssen wir länger denn je auf die neuen Staffeln unserer liebsten TV-Serien warten.

Zwischen den ersten beiden Staffeln der Netflix-Serie Wednesday klafft eine Lücke von 30(!) Monaten. Bildquelle: Netflix Zwischen den ersten beiden Staffeln der Netflix-Serie Wednesday klafft eine Lücke von 30(!) Monaten. Bildquelle: Netflix

Es ist wie verhext. Moderne TV-Serien sind teurer, aufwändiger und cineastischer denn je und könnten genauso gut im Kino laufen. Doch die großen Schauwerte und epischen Geschichten kommen zu einem hohen Preis: Haben wir uns gerade erst in ein neues Streaming-Abenteuer verliebt, müssen wir verdammt lange auf das nächste Kapitel warten.

Und nein, dabei handelt es sich um keine Einbildung. Wie eine neue Studie belegt, sind die Wartezeiten zwischen den Staffeln aktueller TV-Serien momentan länger denn je. 

Bei Ampere Analysis hat man unter die Lupe genommen, wie viel Geduld wir mittlerweile aufbringen müssen, bis große Streamingdienste die nächsten Folgen nachliefern. Und die sagt aus, dass sich die Wartezeiten über die letzten zehn Jahre sogar verdoppelt haben.

Wie lange müssen wir aktuell im Durchschnitt auf neue Serien-Staffeln warten?

Zum Vergleich:

  • 2016 brauchte es im Durchschnitt circa zehn Monate, bis eine TV-Serie mit Nachschub versorgt wurde.
  • 2021 waren es schon durchschnittlich 16 Monate.
  • 2025 sind wir laut Ampere Analysis bei einer Wartezeit von etwa 21 Monaten angekommen.

Interessanterweise mindert das lange Warten aber nicht unbedingt das Interesse der Zuschauer. Die Studie zieht als Paradebeispiel Staffel 2 der Netflix-Serie Wednesday heran: Zwischen den ersten beiden Seasons klafft eine Lücke von stolzen 30(!) Monaten, während bei den neuen Folgen mehr Zuschauer denn je einschalten.

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Laut einer Studie, die gemeinsam von IGN und Dentsu durchgeführt wurde, neigt aber vor allem Gen Z dazu, Streaming-Abos zu kündigen und erst zu erneuern, wenn ein interessanter Nachschub aufschlägt. Dafür dürften auch die immer weiter steigenden Abo-Kosten verantwortlich sein. Dem Bericht zufolge sei Plattform-Loyalität effektiv tot.

Doch woran liegt es überhaupt, dass wir so lange auf neue Serien-Staffeln warten müssen? Dafür gibt es mehrere Gründe:

  • Serien sind heute teurer und aufwendiger als jemals zuvor. Moderne TV-Produktionen können sich guten Gewissens mit großen Kinofilmen messen – sei es, weil es um die Bildgewalt, aufwändige Actionsequenzen oder die Qualität der Kulissen, Kostüme und so weiter geht. Entsprechend viel Zeit beanspruchen die Vorbereitung und der eigentliche Dreh.
  • Ebenso ist die Postproduktion immer aufwendiger und kostenintensiver geworden. Je mehr CGI und VFX eine TV-Serie beansprucht, desto länger die Nachbearbeitung.
  • Gleichzeitig stehen immer mehr hochkarätige Hollywood-Stars für TV-Serien vor der Kamera, was sich ebenfalls auf das Budget auswirkt.
  • Entsprechend müssen Streamingdienste bewusst kalkulieren, ob sich derart kostenintensive Investitionen langfristig rechnen. Neue Staffeln werden also meist erst freigegeben, wenn sich das guten Gewissens beurteilen lässt. Bis dahin verstreichen schon mal einige Wochen und Monate, bevor die Produktion weiterer Folgen angestoßen wird.

Ob sich in absehbarer Zeit ein Umdenken bei der Produktion großer TV-Serien einstellt, bleibt abzuwarten. Zumindest Disney und die Marvel Studios haben bei Star-Wars- und MCU-Projekten für den hauseigenen Streamingdienst eine Vollbremsung eingelegt. In diesem Fall sind neue Serien aber schlichtweg sehr rar geworden.

Es gibt vielleicht ein paar bessere Gegenbeispiele. So etwa die Fallout-Serie von Amazon, bei der das Team von Jonathan Nolan ein verhältnismäßig strammes Tempo vorlegt, während die Qualität darunter bisher nicht gelitten hat. 

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