Danny Boyle und Alex Garland gelten in der Kinolandschaft als verdammt kompetentes Duo. Wenn sich die beiden zusammen an einen Film machen, kommt meistens etwas sehr Gutes dabei heraus. Die Qualität ihrer gemeinsamen Projekte The Beach, 28 Days Later oder Sunshine spricht Bände.
Doch gerade der Sci-Fi-Film von 2007 mit Cillian Murphy in der Hauptrolle hat zu einem beruflichen Bruch zwischen den beiden geführt. Es dauerte 18 Jahre, bis die zwei sich wieder für eine neue Kollaboration begeistern konnten: Die neue Zombie-Trilogie, die mit 28 Years Later am 19. Juni 2025 startet.
Was genau ist bei der Produktion von Sunshine vorgefallen? Darauf gehen Boyle und Garland im Gespräch mit Empire (via ScreenRant) ein:
Wir hatten einen Streit.
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Der erste Trailer zu 28 Years Later beweist: Auch die Zeit heilt keine Zombie-Apokalypse
Warum Sunshine zu einem Streit führte
Bei Sunshine trafen zwei unterschiedliche kreative Visionen für das finale Produkt aufeinander. Während Danny Boyle eine klare Handlung im Sinn hatte, wollte Alex Garland dem Publikum mehr Raum zur Interpretation lassen und so Lob, aber auch Kritik seitens des Zuschauers provozieren.
So hat Boyle einen detaillierten Prolog verfasst, der die Welt von Sunshine hätte erklären sollen. Damit konnte Garland aber gar nichts anfangen und meinte:
Wenn du das in den Film packst, bin ich raus!
Rückblickend meint Boyle, dass er selbst aufgrund seiner Herangehensweise schuld
an dem Bruch zwischen ihm und seinem Kollegen ist. Garland zeigt sich aber ebenfalls kompromissbereit und gibt zu, dass er den Streit mit Boyle provoziert
hätte.
Der Regisseur von Ex Machina oder Auslöschung gibt sogar zu, dass er für den großen Interpretationsraum seiner Filme von der Kritik ständig ausgeschimpft
werde.
Beruflicher Bruch - aber ohne böses Blut
Letztendlich führten die Meinungsverschiedenheiten bei Sunshine zu einem Bruch zwischen Boyle und Garland, der aber rein beruflicher Natur war - privat soll es keinen gegenseitigen Groll gegeben haben. Nach Sunshine meldete sich Garland via Memo sogar bei Boyle mit den Worten:
Es tut mir leid, dass wir so eine miese Zeit miteinander hatten. Ich hoffe, dass du bei deinem nächsten Film wieder eine bessere Zeit hast.
Spätestens bei Alex Garlands Regiedebüt Ex Machina 2014 haben sich die beiden dann wieder angenähert: Garland wollte unbedingt wissen, was sein Kollege von dem Sci-Fi-Film mit Alicia Vikander, Domhnall Gleeson und Oscar Isaac halten würde.
Das legte dann auch den Grundstein für 28 Years Later: Boyle und Garland näherten sich beruflich wieder einander an und produzieren jetzt dazu eine ganze Trilogie.
28 Years Later startet am 19. Juni 2025 in den deutschen Kinos. Dabei führt Danny Boyle Regie, während Alex Garland für alle drei geplanten Filme die Drehbücher schreibt. Bei Teil 2, der bereits am 15. Januar 2026 folgt, ist Nia DaCosta als Regisseurin am Drücker. Für den dritten und letzten Teil kehrt dann nochmal Boyle persönlich zurück.
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