Swatting - Nach Tod im Streit um Call of Duty drohen 20 Jahre Haft

Drei junge Männer werden im US-Bundesstaat Kansas angeklagt, weil ein von ihnen initiierter Swatting-Anruf mit dem Tod eines Unbeteiligten endete.

von Christian Just,
25.05.2018 17:27 Uhr

Ein fataler Swatting-Anruf kann für drei junge Männer viele Jahre Gefängnis bedeuten.Ein fataler Swatting-Anruf kann für drei junge Männer viele Jahre Gefängnis bedeuten.

Drei in den USA wegen Swatting festgenommene junge Männer müssen mit hohen Haftstrafen rechnen. Wie MeinMMO berichtet, erhoben die Bundesbehörden jetzt Anklage gegen die Verdächtigen, und da ein aus diesem Fall resultierendes Gesetz inzwischen in Kraft getreten ist, droht langer Freiheitsentzug.

Zwei Verdächtige (18 und 19 Jahre) werden wegen Justizbehinderung, Verschwörung zur Justizbehinderung und Verschwörung zur Falschaussage angeklagt. Beide könnten für 20 Jahre ins Gefängnis gehen.

Der Polizei-bekannte Swatter, der die falschen Notrufe absetzte, wird unter anderem wegen Cyberstalking, Drohanrufen und fahrlässiger Tötung angeklagt. Ihm droht eine lebenslängliche Freiheitsstrafe, was in den USA tatsächlich bis zum Tode bedeutet.

Was ist geschehen?

Wir hatten bereits über den unfassbaren Fall von Swatting in den USA berichtet. Zwei Spieler sind bei Call of Duty in Streit geraten, schaukelten sich gegenseitig hoch und einer von ihnen beauftragte einen Dritten, einen falschen Notruf abzusetzen. Zuvor hatte ein Spieler eine Adresse herausgegeben und seinen Rivalen aufgefordert, doch »etwas zu versuchen«.

Allerdings war es die falsche Adresse, weshalb die zu einer angeblichen Geiselnahme gerufene Spezialeinheit der Polizei bei einem Unbeteiligten vor der Tür stand. Im Zuge des Einsatzes wurde dieser Unschuldige, ein 28-jähriger Mann, angeschossen und verstarb kurz darauf. Es war der erste Todesfall, der direkt einem Fall von Swatting zugeordnet werden konnte.

In der Folge des tragischen Zwischenfalls wurde eine Gesetzesvorlage entwickelt, die schwere Strafen für Swatting nach sich zieht, wenn in der Folge Menschen verletzt oder getötet werden.


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