Seit über 50 Jahren ist Action-Legende Sylvester Stallone ein fester Bestandteil von Hollywood. In über 80 Filmen und zahlreichen Serien wirkte der 79-Jährige bereits mit.
Seine derzeitige Krimi-Serie Tulsa King beschert Paramount Plus konstant so gute Einschaltquoten, dass schon kurz vor dem Release von Staffel 3 eine weitere Fortsetzung bestellt wurde.
Doch neben all den Schätzen seiner Schauspiel-Karriere gibt es natürlich auch Projekte, die an den Kinokassen gefloppt sind und Kritiker und Fans nicht überzeugen konnten. Auch Sly hat einen dieser Filme auf seiner Liste der größten Fehler, die er je begangen hat.
»Dieser Film hat mich wirklich sehr gestört.«
Auf der Pressetour zu John Rambo im Jahre 2008 verriet Stallone, dass er den Sci-Fi-Film Judge Dredd (1995) bis heute bereut und als seinen schlimmsten beruflichen Fauxpas betrachtet. Dort geht es um den skrupellosen Richter Joseph Dredd, der seine Urteile in der futuristischen Metropole von Mega-City One gerne direkt am Ort des Verbrechens fällt und für seine drastischen Strafen bekannt ist. Konkret sagte er dazu (via Digital Spy):
Ich glaube, mein größter Fehler war die schlampige Umsetzung von Judge Dredd. Ich dachte, das könnte eine fantastische, nihilistische und interessante Vision der Zukunft sein – Richter, Geschworene und Henker. Dieser Film hat mich wirklich sehr gestört.
Die Meinung von Sly ist nicht ganz verwunderlich, wenn man sich die Reaktionen auf den Kult-Klassiker anschaut. Auf Rotten Tomatoes sind die Kritiker- und Fan-Reviews nur zu 21 beziehungsweise 31 Prozent positiv. In der Filmdatenbank IMDb kommt Stallones Abenteuer immerhin auf 5,6 von 10 Sternen.
An den Kinokassen nahm Judge Dredd bei einem geschätzten Budget von 90 Millionen US-Dollar übrigens lediglich 113,5 Millionen Dollar ein. Um die Kosten für Produktion, Verleih und Marketing zu decken, hätte er mindestens das Doppelte bis Dreifache seines Budgets einspielen müssen (via Box Office Mojo).
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Im Jahre 2012 erschien nach 17 Jahren eine Neuverfilmung von Judge Dredd mit Karl Urban in den Kinos
Was lief damals schief? Bereits zwei Jahre zuvor gab Stallone preis, dass die Produktion schon zu Beginn einige Schwierigkeiten hatte. So war man sich zum Beispiel nicht sicher, in welche Richtung sich die Comic-Adaption eigentlich bewegen sollte (via Ain’t It Cool News).
Soweit ich mich erinnere, war das gesamte Projekt von Anfang an problematisch. Die Philosophie des Films stand nicht fest – damit meine ich: »Wird es ein ernstes Drama oder eher eine Komödie mit komödiantischen Elementen, wie andere erfolgreiche Science-Fiction-Filme?«
Viele Teile haben einfach nicht zusammengepasst. Es war wie ein Fisch mit Federn. Einige der Entwürfe waren fantastisch und die Kulissen wirkten selbst aus zwei Metern Entfernung unglaublich realistisch, aber es gab einfach keine Kommunikation.
Judge Dredd soll aber schon bald zurückkehren. Nachdem 2012 erst eine Neuadaption mit Karl Urban in der Hauptrolle veröffentlicht wurde, nimmt sich Regisseur Taika Waititi das Comic-Material als Nächstes vor. Diesmal soll das Reboot jedoch ein mögliches Universum eröffnen, das mit weiteren Filmen und Serien fortgeführt werden könnte. Mehr dazu erfahrt ihr in der obigen Box, wo wir euch den passenden Artikel verlinken.
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