Skyrim gehört zu den besten Rollenspielen, die bislang entwickelt wurden. Der fünfte Teil der The-Elder-Scrolls-Reihe landete im Frühjahr 2024 auf dem vierten Platz unseres Rankings der besten Rollenspiele aller Zeiten.
Und auch 13 Jahre nach dem Release hat das Spiel noch eine treue Community. Allerdings erschienen für diesen Rollenspiel-Meilenstein »nur« drei Erweiterungen. Der ehemalige Bethesda-Entwickler Bruce Nesmith weiß, warum.
»Es gibt tatsächlich Grenzen«
In einem Interview mit dem Portal VideoGamer erzählt Nesmith, der an Skyrim als Lead Designer gearbeitet hat, dass Bethesda noch mehrere Jahre weitere Inhalte für das Rollenspiel hätte produzieren können – doch keiner der Entwickler wollte das.
Ein Grund sei gewesen, dass das Hauptsiel ohnehin schon die Xbox 360 und die PlayStation 3 an ihre Limits gebracht hätte. Abgesehen davon, dass Bethesda mit anderen Projekten weitermachen wollte, hätten die damaligen Konsolen, vor allem die PlayStation, ein weiteres Addon kaum stemmen können.
Es gibt tatsächlich Grenzen. Die Konsolen haben eine Speicherbegrenzung, sodass man nicht alle DLCs auf einmal speichern kann. Sowohl Oblivion für die seinerzeit verfügbaren Plattformen als auch Skyrim für die seinerzeit verfügbaren Plattformen haben diese Grenzen überschritten. Man konnte eigentlich keinen weiteren DLC hinzufügen, ohne das Spiel zu zerstören.
Als Skyrim ein paar Jahre später auf Xbox One und PlayStation 4 in der Special Edition wieder veröffentlicht wurde, hätte das Spiel weitere Erweiterungen vertragen. Da hatte sich ein großer Teil des Teams aber schon auf andere Projekte gestürzt.
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Warum Bethesdas »Community-Liebe« seit 10 Jahren Geld kostet
»Das stand nicht zur Debatte«
Denn, und das ist für Nesmith ein weiterer Grund, nach dem Release der Erweiterung Dragonborn 2012 ließ ein großer Teil des Teams Skyrim hinter sich und konzentrierte sich auf Fallout 4 und später auf Fallout 76 und Starfield. Zusätzliche Erweiterungen für Skyrim kamen auch deshalb laut Nesmith nicht infrage:
Das stand nicht zur Debatte. Stellen Sie sich vor, Skyrim wäre nie gemacht worden, und wir hätten Oblivion einfach komplett neu erfunden. Wissen Sie, was für eine wahnsinnige Schande das wäre. All die Innovationen in Skyrim, technisch, grafisch, vom Design her, alles andere, wären einfach nicht da, weil wir einfach mehr vom Gleichen machen wollten.
Jeder Entwickler wolle etwas Neues schaffen, sagt Nesmith, und Bethesda sei ein Studio, das genau diesen Gedanken unterstütze. Für den US-Amerikaner sei es eine Erleichterung gewesen, als er nach Skyrim an Fallout 4 und später an Starfield arbeiten konnte. Denn das erlaubte es allen Beteiligten, »neue kreative Muskeln zu trainieren«.
Nach dem Erfolg von Skyrim warten viele Fans auf The Elder Scrolls 6. Seit 2018 gibt’s dazu einen Trailer – auf das Spiel müssen wir aber wohl noch einige Zeit warten:
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The Elder Scrolls 6 - Teaser-Trailer: Es existiert tatsächlich, aber rechnet nicht zu bald damit
In Bezug auf den Skyrim-Nachfolger sagte Bruce Nesmith vor einigen Wochen in einem anderen Interview, dass das Spiel nur enttäuschen könne. Es sei unmöglich für Bethesda, die Erwartungen der Fans erfüllen zu können.
Das sei aber der springende Punkt, weil ein Produkt nach den Erwartungen und nicht nach dem tatsächlichen Inhalt beurteilt werde, sagte der Skyrim Lead Designer.

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