The Elder Scrolls Online: Blackwood - So funktioniert das neue Championsystem 2.0

Mit Update 29 führte Zenimax ein neues Championsystem in Elder Scrolls Online ein. Damit steigt ihr nach Stufe 50 nach wie vor weiter auf – allerdings funktioniert das jetzt etwas anders.

von Andreas Bertits, Gloria H. Manderfeld,
27.05.2021 18:00 Uhr

In unserem Guide erklären wir, was sich am Championsystem von The Elder Scrolls Online geändert hat. In unserem Guide erklären wir, was sich am Championsystem von The Elder Scrolls Online geändert hat.

Was tun, wenn euer Held das Levelcap, also die Maximalstufe in einem MMORPG, erreicht hat? In The Elder Scrolls Online verbessert ihr mit dem Championsystem auch nach Stufe 50 euren Charakter weiter. Dazu sammelt ihr Championpunkte. Diese Punkte verteilt ihr dann auf Passiv-Skills, die euch bestimmte Boni verleihen, beispielsweise auf Schaden, Heilung oder Ausweichen.

Passiv-Skill bedeutet, dass diese Fertigkeit von euch im Kampf nicht aktiviert oder ausgeführt werden muss, sondern immer genutzt wird. Ihr wählt sie also aus und müsst euch nicht mehr darum kümmern. Die Boni werden automatisch berechnet. In unserem Guide erklären wir, was sich am Championsystem verändert hat und worauf ihr besonders achten müsst.

Dieser Guide erschien als Teil des neuen GameStar-Sonderhefts zu The Elder Scrolls Online: Blackwood. Weitere Guides, Tipps und Tricks findet ihr im Heft oder in unserem Guide-Überblick.

Was ist neu beim Championsystem?

Insgesamt sammelt ihr mit dem überarbeiteten Championsystem 3.600 Punkte, die ihr euch erspielt. Ihr könnt also nach Level 50 noch eine ganze Weile euren Helden weiter verbessern. Zusätzlicher Vorteil des Systems ist, dass die Championpunkte für euren gesamten Account gelten. Sammelt ihr also für einen Charakter eures Accounts Championpunkte, dürft ihr sie auch für eure weiteren Helden frei verteilen.

Insgesamt 3.600 Championpunkte darf ein ausgelevelter Charakter in die drei Sternbilder Geschick, Macht und Kraft verteilen. Insgesamt 3.600 Championpunkte darf ein ausgelevelter Charakter in die drei Sternbilder Geschick, Macht und Kraft verteilen.

Mit dem neuen System verteilt ihr jeweils maximal 1.200 Punkte in den drei Haupt-Sternbildern Geschick, Macht und Kraft:

Haupt-Sternbild

Boni

Geschick (grün)

Handel, Crafting, Diebesfertigkeiten, Lauf- und Reittempo

Macht (blau)

mehr Schaden, bessere Heilung, mehr Ausdauer/Magicka

Kraft (rot)

besseres Blockieren, Ausweichen, Verteidigen, mehr Rüstung/Leben, höhere Regeneration

Habt ihr Championpunkte gesammelt, verteilt ihr sie auf die Skills, die durch Sterne repräsentiert werden. Die Effekte gelber Sterne wirken immer (beispielsweise geringere Kosten für die Wegschreinnutzung oder mehr Gold aus Kisten). Weiß leuchtende Sterne zieht ihr nach der Punkteinvestition in einen von je vier freien Slots pro Sternbild am oberen Bildschirmrand, um ihre Wirkung zu aktivieren. Pink leuchtende Sterne (im Sternbild Macht) führen euch bei einem Klick darauf zu kleineren Zusatz-Sternbildern, in denen ihr eure Punkte noch einmal feinteiliger verteilt.

Geschick Langfinger toben sich im Geschick-Sternbild aus - bessere Beute ist gute Beute!

Macht Mehr Waffen- und Magiekraft im Macht-Sternbild taugt wirklich für jede Klasse.

Kraft Tanks versorgen sich im Sternbild Kraft mit einer Menge Passiv-Effekte, etwa mehr abgeblockten Schaden.

Das neue Championsystem erfordert mehr langfristige Planung als bisher. Denn früher konntet ihr mehrere Punkte auf einen Skill setzen und ihn so steigern. So war es möglich, sich auf die Fertigkeiten zu konzenrieren, die euch am meisten gebracht haben. Jetzt jedoch funktioniert das System eher wie ein Skilltree, den man aus anderen Rollenspielen kennt. Um bestimmte Fertigkeiten zu erreichen, müsst ihr eure Punkte erst auf andere Skills legen und euch so einen Weg zu dem Effekt bahnen, den ihr haben und nutzen wollt.

Ihr solltet dabei taktisch vorgehen und eure Championpunkte nicht verschwenden. Überlegt euch gut, welche Skills euch auf dem Weg zu den wirklich gewünschten Fertigkeiten etwas bringen. So setzt ihr Punkte in die Sterne und schaltet Schritt für Schritt weitere Fähigkeiten frei, die euch so nach und nach zu eurem Ziel bringen.

Dank 30 investierten Punkten profitieren wir von den Effekten der Stufe 3 und erhalten für jeden toten Gegner ganze 900 Magicka zurück. Dank 30 investierten Punkten profitieren wir von den Effekten der Stufe 3 und erhalten für jeden toten Gegner ganze 900 Magicka zurück.

Die meisten passiven Effekte steigert ihr in mehreren Stufen: Den Effekt selbst schaltet ihr bereits durch die Punkte-Investition in die erste Stufe frei, weitere Stufen verstärken den Effekt. Manche weiterführenden Passiv-Skills können außerdem erst dann freigeschaltet werden, wenn ihr eine bestimmte Anzahl an Punkten in den vorherigen Skill investiert habt. Das neue System bringt es zwar mit sich, dass ihr mal Punkte auf Fertigkeiten setzen müsst, die ihr nicht unbedingt haben wollt. Dafür wirken sich aber durch viele erreichte Punkte freigeschaltete Effekte unterm Strich umso spürbarer im Heldenalltag aus.

Wählt weise, welche Passiv-Skills ihr nutzt

Jetzt müsst ihr euch für zwölf Skills entscheiden, die ihr aktiviert haben möchtet. Ihr solltet euch also immer wieder überlegen, ob ihr die passive Fertigkeit A oder doch lieber B aktiviert, um die entsprechenden Boni zu bekommen. Das bringt es mit sich, dass ihr euch vor bestimmten Herausforderungen gut vorbereiten müsst – und das nicht nur in Sachen Ausrüstung, sondern auch bei den Passiv-Skills.

Mit einem Klick auf einen pink gefärbten Stern öffnet ihr ein zusätzliches Sternbild mit speziellen Effekten. Mit einem Klick auf einen pink gefärbten Stern öffnet ihr ein zusätzliches Sternbild mit speziellen Effekten.

Dass es insgesamt weniger Passiv-Skills gibt als bisher, verbessert die Performance von ESO. Die Entwickler begründen den Umbau des Championsystems nämlich unter anderem damit, dass ihr früheres System zu Performance-Problemen im Spiel führen konnte – vor allem im PvP in Cyrodiil. Denn jeder passive Skill, den ihr über das Championsystem freigeschaltet habt, war damit direkt immer aktiv. Das bedeutete, dass für jeden Spieler im Hintergrund ständig Berechnungen abliefen.

Im zusätzlichen Sternbild »Gemeisterte Kuration« findet ihr nützliche Passiveffekte für Heiler. Im zusätzlichen Sternbild »Gemeisterte Kuration« findet ihr nützliche Passiveffekte für Heiler.

Bei jeder Aktion musste das Spielsystem die Passiv-Skills überprüfen und ausführen. Jedes Mal, wenn Spieler zum Beispiel einen Gegner angegriff en haben oder ihm ausgewichen sind, wurde im Hintergrund ein Skillcheck durchgeführt. Dadurch entstanden gerade in PvP-Schlachten mit vielen Spielern auf Championstufe teils heftige Latenzen

Das GameStar-Sonderheft

Dieser Guide stammt aus unserem GameStar-Sonderheft, das am 26. Mai erschienen ist. Darin findet ihr noch mehr Informationen zum Spiel und weitere Guides, die euch den Einstieg in die Welt von The Elder Scrolls Online erleichtern.

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