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Seite 3: The First Descendant: Beim meisterwarteten Steam-Shooter verbirgt die tolle Grafik größere Probleme

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Spiel-Neustart? Geld gelöscht!

The First Descendant ist auf den ersten Blick ein sehr faires Free2Play-Spiel. Ihr könnt alle spielrelevanten Inhalte, wie Helden und Waffen kostenlos freispielen. Das dauert mitunter aber sehr lange, weil man beispielsweise für die Erforschung der anderen Helden etliche andere Ressourcen und Projekte braucht. 

Das ist aber nicht so wild, denn tatsächlich macht das Spiel auch mit dem Startcharakter und mit Bunny schon stundenlang Spaß. Ich dachte nie wirklich, dass ich jetzt endlich mal eine andere Figur brauche. Trotzdem habe ich mir dann zum Test mal einen neuen Helden gekauft.

Die Pakete im Shop kosten fast immer so viel, dass ihr mehr Echtgeld ausgeben müsst, als eigentlich nötig wäre. Gleichzeitig habt ihr nach dem Kauf aber noch Credits übrig, die dann wieder aufgestockt werden müssen. Die Pakete im Shop kosten fast immer so viel, dass ihr mehr Echtgeld ausgeben müsst, als eigentlich nötig wäre. Gleichzeitig habt ihr nach dem Kauf aber noch Credits übrig, die dann wieder aufgestockt werden müssen.

Der günstigste kostet 300 Caliber, so heißt die Echtgeld-Währung im Spiel. Für 5 Euro gibt’s aber nur 250 Caliber. Das ist das kleinste Paket. Ich muss also gleich mindestens das 10 Euro teure Paket mit 520 Caliber kaufen, wenn ich mir einen der günstigsten Helden für Echtgeld freischalten will.

Die teureren Helden kosten übrigens 600 oder 900 Caliber. Nexon bietet natürlich keine passenden Pakete an, sondern verkauft immer etwas zu wenig Caliber, damit man auch gleich mal gezwungen ist, mehr Geld auszugeben, als man tatsächlich braucht. Die Skins und die anderen kaufbaren Anpassungsobjekte im Spiel sind übrigens auch total überteuert, immerhin kostet der Battle Pass aber nur 10 Euro.

Wo mich The First Descendant als zahlenden Kunden aber endgültig verloren hat, waren am Ende nicht die Preise an sich, sondern die kundenfeindliche Grundeinstellung. Mal von der miesen Masche mit den Preispaketen abgesehen, löscht das Spiel meine kompletten Echtgeld-Käufe, wenn ich ein neues Spiel starten will. Ich bekomme nicht mal eine Rückerstattung für meinen nächsten Charakter. Das Konto wird einfach zurückgesetzt, inklusive aller Echtgeld-Käufe! Was soll der Unsinn?

Video starten 1:06 The First Descendant: Zum Launch stellt euch der Loot-Shooter den Raumbändiger Ajax vor

Ich habe ein Gedächtnis wie ein Sieb, wenn ich in ein oder zwei Jahren nochmal zu The First Descendant zurückkehren sollte, will ich die Geschichte nochmal von vorne beginnen. Ich kann zwar Missionen so oft wiederholen wie ich will, doch die Einleitung und die Gespräche zwischendurch bekomme ich dann nicht nochmal. Also will ich einen neuen Charakter starten. Aber dadurch werden zeitgleich auch meine kompletten Echtgeld-Käufe ersatzlos gestrichen!

Mir ist völlig egal, welche Argumente Nexon für diesen Schritt vielleicht hat, denn es gibt keines, das entschuldigen könnte, dass mir mein Geld gelöscht wird. Was ist denn das für ein Verständnis von einer Geschäftsbeziehung, die Nexon da mit mir eingehen will? So einem Partner kann ich jedenfalls kein Geld anvertrauen. 

Schade, dabei hat mir der kleine Rucksack, in dem ein Hamster unendlich seine Runden dreht, wirklich gefallen. Den hätte ich mir ansonsten sofort gekauft. Und ja, mir ist schon klar, dass im Free2Play-Markt viele solche unfairen Unsinnigkeiten betrieben werden, aber ich muss da ja nicht mitmachen, oder?

Die Technik

Dank Unreal Engine 5 sieht The First Descendant übrigens meist richtig gut aus, nur ein paar Effekte könnten nach meinem Geschmack etwas feiner aufgelöst sein. Der generische Sci-Fi-Stil ist zwar Geschmackssache, aber ich stehe auf dieses glatte Design und die vielen technischen Details - deshalb zwei Daumen hoch von meiner Seite.

Die Systemanforderungen sind allerdings auch ziemlich hoch. Immerhin könnt ihr auf dem PC die Grafik - und auch die Steuerung - vielfältig an euer System anpassen, inklusive Raytracing. Die Version für PlayStation und Xbox habe ich jetzt noch nicht ausprobiert, aber es gibt auf jeden Fall Crossplay. Ihr seht nämlich an den Icons neben den Spielernamen immer, auf welchem System die Leute gerade unterwegs sind.

Die Unreal Engine 5 sorgt für schicke Landschaften und sehenswerte Action. Die Unreal Engine 5 sorgt für schicke Landschaften und sehenswerte Action.

PvP gibt’s übrigens gar nicht bei The First Descendant. Ihr spielt immer nur gegen die KI, egal ob allein oder im Team. Große Bosse werden aber ein bisschen runterskaliert, wenn ihr solo gegen sie antretet.

Trotzdem sind die meisten Missionen und Bosse im Koop deutlich leichter, auch weil die Spielgeschwindigkeit dann manchmal schon fast schwindelerregend hoch ist. Da kommt man regelrecht in einen Speed-Zog.

Schlimme Bugs hatte ich derweil übrigens keine, auch wenn andere Spieler von Problemen berichtet hatten. Manchmal stotterte zwar die Verbindung ein bisschen und am Anfang gab es auch eine ärgerliche Verzögerung beim Kauf der Echtgeld-Währung, aber das Problem wurde schnell behoben.

Kritik gibt es weiterhin für die invasive Datenanalyse, der ihr zum Spielstart zustimmen müsst. Da räumt sich Nexon unter anderem das Recht ein, eure Daten an Dritte weiterzugeben und möchte auf lokale Dateien auf eurem Rechner, besuchte Webseiten und die Kommunikation mit anderen Spielern zugreifen dürfen. 

Wem das zu viel ist, sollte also ohnehin einen großen Bogen um das Spiel machen - und hat trotzdem nicht viel verpasst. Denn dieses Spiel ist kilometerweit weg von einem Must-Have-Titel.

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