The Forgotten City ist ein Open-World-Highlight, obwohl die Welt winzig ist

Ein Stadt, die nicht mal besonders groß ist, versprüht mehr Open-World-Gefühl als die meisten großen Konkurrenten. The Forgotten City zeigt perfekt, wie man aus geringen Mitteln viel rausholt.

von Fabiano Uslenghi,
31.07.2021 11:45 Uhr

The Forgotten City lässt uns eine verlorene, römische Stadt frei erkunden. Die Stadt ist nicht groß und trotzdem ein Open-World-Highlight. The Forgotten City lässt uns eine verlorene, römische Stadt frei erkunden. Die Stadt ist nicht groß und trotzdem ein Open-World-Highlight.

Eine schier grenzenlose Welt. Immer ein neues Ziel am Horizont. Hunderte Stunde Beschäftigung dank dutzender Quests. Das alles macht Open-World-Spiele so grandios. Und nichts davon findet ihr in The Forgotten City. Trotzdem blieb mir nach dem Abspann als Fazit im Kopf - »das ist bislang mein Open-World-Highlight 2021«.

Die Open World von The Forgotten City ist winzig. Also winzig im Vergleich zu anderen Open World Spielen. Mir fällt tatsächlich kein modernes Open-World-Spiel mit einer noch kleineren Welt ein. In vielleicht zwei Minuten könnte ihr quasi jeden Winkel der Stadt erreichen, jede Brücke überqueren, bei jedem Tempel anklopfen und durch das komplette Forum schlendern.

Die ehemalige Skyrim-Mod lockt nicht mit dem Versprechen von endlosen Weiten wie sein Urvater und hat auch keine hunderte Nebenaktivitäten der Marke Assassin's Creed. Man fühlt sich eher wie in einer Schneekugel gefangen. Zusammen mit ein paar außergewöhnlichen, römischen Mitbürgern.

Das ist noch ein Grund, wieso The Forgotten City auf dem Papier gar nicht nach einer »offenen« Welt klingt: Die mysteriöse, römische Stadt ist eigentlich ein Gefängnis. Meine Aufgabe ist es, von hier zu entkommen. Nicht grundlos laufe ich von NPC zu NPC und fragen dabei jedes Mal: »Wie kommt man hier denn raus?«

Das schreit nicht gerade nach Freiheit. Am Ende ist das aber alles egal. Denn im Kern bietet The Forgotten City das Open-World-Spielerlebnis, das wir uns von größeren Blockbustern insgeheim wünschen ... wahrscheinlich aber niemals bekommen.

Der Autor
GameStar-Redakteur Fabiano Uslenghi hat vor seinem Geschichtsstudium ein Semester lang Archäologie und Geschichte römischer Provinzen versucht. Das macht ihn natürlich nicht zu einem Experten für römische Geschichte. Aber es zeigt, dass er diese Epoche durchaus spannend findet. Deshalb wurde er auch hellhörig, als er lernte, dass The Forgotten City irgendwas mit Römern und Skyrim zu tun hat. Skyrim hat er hunderte Stunden lang gespielt und in der Regel ist er auch immer für ein gutes Detektiv-Abenteuer zu haben. The Forgotten City hat ein wenig von beidem.

Im Gefängnis frei

The Forgotten City gibt mir all dieser Einschränkungen zum Trotz ein Gefühl von Handlungsfreiheit. Von der anfänglichen Hinführung zur Stadt einmal abgesehen, schreibt mir The Forgotten City nie vor, was ich jetzt eigentlich als nächstes erledigen soll. Ich kann quasi sofort nach meiner Ankunft jeden zugänglichen Bereich der Stadt erschließen.

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