Fallout: New Vegas wird von vielen Fans als der beste Teil der Reihe gehandelt. Während vor allem Bethesda für die Entwicklung der Spiele ab Teil 3 verantwortlich war, tritt das Unternehmen im Falle von New Vegas lediglich als Publisher auf. Das Studio, das hier die kreativen Zügel in der Hand hielt, ist Obsidian Entertainment.
Dass das beste Fallout nicht aus Bethesdas Feder stammt, führte zu einem hartnäckigen Gerücht: Bethesda und Fallout-Chef Todd Howard, der seit 1994 für das Unternehmen arbeitet, sollen einen Groll gegen Obsidian hegen. Doch das könnte wohl kaum weiter von der Wahrheit entfernt sein, wie Howard jetzt in einem Interview andeutet.
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Skyrim ist schuld
Im Gespräch mit Game Informer (Paywall) packt Howard über die Situation aus, in der sich Bethesda vor dem Start der Entwicklung von New Vegas befand. Fallout 3 war gerade erschienen und erfolgreich, da stand es außer Frage, dass ein Nachfolger erscheinen musste. Doch Howard und der Rest des Bethesda-Entwicklerteams hatten gerade alle Hände voll mit Skyrim zu tun.
Was tut man in einer solchen Lage? Man sucht sich ein anderes Team, das die Entwicklung für das neue Fallout-Spiel übernimmt – in diesem Fall war das Obsidian. Dazu sagt Howard:
Sie waren die einzige Wahl. Sie hatten etwas Ähnliches mit [Star Wars] Knights of the Old Republic 2 gemacht, und wir kannten sie sehr gut. Wir wussten, dass wir mit Skyrim weitermachen würden, die Reihe war zurück. Aber wir wussten auch, dass es eine lange Pause bis Fallout 4 geben würde – wie können wir das am Laufen halten?
Wie Obsidians Lead Designer John Gonzales ergänzt, gab es im Team ohnehin bereits Fallout-DNA. Obsidian Entertainment wurde von früheren Black-Isle-Entwicklern gegründet, die Fallout 1 und 2 geschaffen hatten.
Bethesda hatte also größtes Vertrauen in das Studio. Wie Howard erklärt, gab man dem Team nur eine einzige Anweisung: New Vegas musste fraktionsbasiertes Gameplay beinhalten. Gonzales fügt hinzu, dass eine der größten Stärken des Spiels »der unbändige Fokus auf das Gameplay mit Entscheidungen und Konsequenzen« gewesen sei.
Es ist vermutlich die Kombination aus beidem, die New Vegas so besonders macht. Am Ende haben sicherlich beide Parteien von dem Erfolg des Rollenspiels profitiert.
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