Vom Fehlstart zur Bilderbuchlandung: Wir sprechen mit zwei Verantwortlichen, die Fallout 76 vor dem Absturz gerettet haben

Bugs, leere Welt und harsche Kritik von Fans und Presse: Seit dem Start von Fallout 76 kämpfte Bethesda um das gefloppte MMO. Wir blicken auf den langen Weg zum heutigen Erfolg zurück.

Fallout 76 hat eine lange und sehr bewegte Entiwcklungsgeschichte hinter sich – und kam dem Sensenmann schon sehr nahe. Fallout 76 hat eine lange und sehr bewegte Entiwcklungsgeschichte hinter sich – und kam dem Sensenmann schon sehr nahe.

»Das ändert meine Meinung über dich,« bekennt Fallout 76-Creative Director Jon Rush schmunzelnd, als Production Director Bill LaCoste im Interview mit unserer Autorin Gloria seine Liebe zur Enklave bekennt und bei seiner Wunschausrüstung als Enklavenmitglied mit einem verschmitzten Grinsen besonders eine Atomraketen-Keycard erwähnt.

In Fallout 76 löst ihr mit so einer Keycard schließlich einen Atombombenabwurf auf ein Gebiet der Appalachia-Karte aus, die ein größeres Areal verwüstet und verstrahlt. Gesprengt wurde während unseres Gesprächs mit den beiden bekanntesten Gesichtern aus dem Fallout-76-Team glücklicherweise niemand!

Ausreichend Erfahrung mit Zündstoff haben die Entwickler auch ohne verstrahlte Zonen, da kurz nach Release des Spiels im November 2018 und in den kommenden Jahren die Luft ordentlich brennt: Wir betrachten gemeinsam die schwierigsten Fehlgriffe, wie das Team große Probleme angegangen ist und wie die Gegenwart für Fallout 76 aussieht. Die größte Herausforderung für Bethesda war aber gleichzeitig die größte Überraschung: Sie lernten den Geschmack ihrer Fans auf die harte Tour kennen.

Anlässlich des Releases von Staffel 2 der Amazon-Serie planen wir auf GameStar.de große Themenwochen zu Fallout. Euch erwarten viele spannende News, Kolumnen und Specials zur Serie und den Videospielen.

Das Herzstück unserer Themenwochen bildet eine große, mehrteilige Plus-Titelstory, für die wir exklusiv mit führenden Köpfen von Bethesda und Obsidian über die Fallout-Reihe sprechen konnten. Freut euch auf eine nostalgische Reise in die Vergangenheit und zumindest einen kleinen Blick in die Zukunft!

So öde das Land, so leer die Welt

Der Start des ersten MMOs mit Fallout-Lizenz hätte 2018 nicht schlechter ausfallen können und macht deutlich, wie wichtig eine Early-Access-Phase für das Spiel gewesen wäre: Die Spielwelt ist an vielen Stellen bis hin zu Gamebreakern spürbar verbuggt, Serverprobleme machen Erkundungstouren zu üblen Ruckelpartien und fehlende NPCs sorgen für ein ziemlich ödes Questgeschehen.

Den Fans reicht es nicht, als ehemalige Bewohner von Vault 76 das Leben der früheren, längst verstorbenen Bewohner der Spielregion Appalachia durch Bandaufnahmen oder Computereinträge nur nachzuverfolgen, sie wünschen sich echte Interaktion. Die Devs hatten damit schlicht nicht gerechnet.

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