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Trailblazers im Test - Wenn Wipeout in den Farbtopf fällt

Trailblazers im Test: Eine kreativ-taktische Farbmechanik hebt den fulminanten Future-Racer vom Rennspielallerlei ab.

von Benjamin Braun,
27.12.2018 16:55 Uhr

Trailblazers verspricht mit einer spannenden Boost-Mechanik Spaß.Trailblazers verspricht mit einer spannenden Boost-Mechanik Spaß.

Es läuft die letzte Runde des Rennens. Lediglich eine langgezogene Kurve bleibt noch, um von Platz zwei doch noch ganz nach vorne zu fahren. Gerade so können wir den Führenden in der Ferne noch erkennen. Packen wir den? Natürlich! Denn wir haben einen Trumpf im Ärmel: unseren Boost.

Den aktivieren wir im futuristischen Rennspiel Trailblazers aber nicht einfach per Knopfdruck wie in Need for Speed & Co. Stattdessen haben wir in der Runde zuvor die Strecke mit unserer Farbkanone eingepinselt und so unseren eigenen Booststreifen erzeugt. Der presst uns mit Gewalt nach vorne und schließlich als erstes über die Ziellinie.

222 Sekunden für Trailblazers - Bob Ross hat The Need... The Need for Speed 3:42 222 Sekunden für Trailblazers - Bob Ross hat The Need... The Need for Speed

Clevere Farbboost-Mechanik

Genau dieses Einpinseln der Strecke ist die größte Besonderheit von Trailblazers, sie gibt den Rennen einen taktischen Anstrich. Da der Farbvorrat begrenzt ist und sich nur langsam wieder auflädt, solltet ihr euch gut überlegen, wann und wo ihr eure bunte Spur zieht. Tun ihr es lieber am Rand der Straße, wo die Gegner euren bunten Streif nicht ganz so leicht wieder übermalen können? Zieht ihr ihn womöglich sogar auf einer der Streckenabzweigungen, die vielleicht länger ist, dank des Boosts aber letztlich doch etwas schneller? Besonders stark zum Tragen kommen diese taktischen Überlegungen in den Teamwettbewerben. Gezielt bepinselt ihr dort die Piste für den Kollegen hinter euch und übermalt in den folgenden Runden die Booststreifen der Gegner.

Alle Fahrer können die Strecke bepinseln. Mit jeder Runde ändern sich die Farbflächen teils extrem und nur begrenzt vorhersehbar.Alle Fahrer können die Strecke bepinseln. Mit jeder Runde ändern sich die Farbflächen teils extrem und nur begrenzt vorhersehbar.

Ist der Farbtank komplett gefüllt, dürft ihr ihn auch mit einem nach vorne gerichteten Spritzangriff leeren. Damit erzeugt ihr einen kurzen Boostpfad direkt vor euch und zwingt einen damit getroffenen Gegner zu einem Dreher. Allerdings geht es in Trailblazers nicht bloß darum, den ersten Platz zu erreichen.

In den meisten Wettbewerben müsst ihr Punkte sammeln, die es für erfolgreiche Boosts, das Bemalen der Strecke und normale Rennaktionen wie Boosten oder Driften gibt. Diese Aktionen verbindet ihr zu längeren Komboketten mit besonders fetter Punktausbeute. Wenn, ja wenn ihr gleichzeitig auch sauber fahrt. Genau das ist in Trailblazers aber gar nicht so leicht.

Schnell, aber schwammig

Trailblazers ist bereits ohne Boost ein schnelles Rennspiel, bei dem ihr im Bruchteil einer Sekunde entscheidet, ob ihr an einer Abzweigung links, rechts oder die Mitte wählt. Erreicht der dreistufige Boost das Maximum, rauscht die eher grobpixelige und gelegentlich von unschönen Slowdowns geplagte Landschaft nur so an euch vorbei. Deshalb ist die etwas weiter vom Fahrzeug entfernte Verfolgeransicht im Zweifel besser geeignet als die nahe.

Bei einer Kollision mit dem Streckenrand verhakt ihr euch dort regelrecht. In einem regulären Rennen bringt euch ein solcher Fehler rasch um eine Siegchance.Bei einer Kollision mit dem Streckenrand verhakt ihr euch dort regelrecht. In einem regulären Rennen bringt euch ein solcher Fehler rasch um eine Siegchance.

Vor dem Rennstart wählt ihr einen der acht Fahrer, vorgeschrieben ist er lediglich in der umfangreichen, aber leicht generischen Solokampagne. Dabei entscheidet ihr euch nicht nur für einen der kuriosen Charaktere wie den echsenartigen Automechaniker Sid, den Weltraumfrosch Boo oder einen der drei menschlichen Charaktere wie den Boostkönig Lucas. Die Wahl entscheidet auch über euer Fahrzeug, vom Abschleppwagen bis zur Limousine der missmutigen Alien-Kaiserin, sowie über die rollenspielartigen Werte für Malen, Boosten und Handling. Gigantische Unterschiede ergeben sich daraus nicht. Wer allerdings mit Sid, der mit einem von fünf Sternen den niedrigsten Boostwert hat, in einem Zeitfahrwettbewerb antritt, ist spürbar langsamer unterwegs.

Am geringsten wirkt sich der Sternenwert beim Handling aus, das generell recht schwammig ausfällt. Am besten vergleichbar ist das Fahrmodell der schwebenden Karren mit Wipeout, nur eben eine Qualitätsstufe darunter. Gerade in engen Kurven dauert es lang, bis man sie einigermaßen zuverlässig und sauber durchfahren kann. Da euch die Farbspuren automatisch beim Überfahren beschleunigt, kommt es an solchen Stellen gegebenenfalls noch häufiger zur Berührungen mit dem Streckenrand. Blöd, dass euch das nicht nur erheblich verlangsamt, sondern sich das Fahrzeug dann regelrecht dort verhakt.

Trailblazers - Screenshots ansehen

Rasen und Drängeln

Teilweise drehen sich die Autos bei Kollision auch um 180 Grad. Zusammen mit der trägen Lenkung führt das schnell zu einem Zeitverlust, der praktisch nicht mehr aufzuholen ist. Nervig ist zudem, dass auch die Kollision mit anderen Fahrzeugen zu Drehern führen kann. Das gilt nicht nur für Gegner. Ab und zu fahren euch auch Team-Mitglieder ins Heck. Das klingt jetzt allerdings dramatischer, als es tatsächlich ist. Zum einen passiert das nicht ständig, und Kollisionen enden genauso oft mit einem Vorteil für euch. Zum anderen sind die Rennen mit vier bis sechs Runden im Normalfall so knackig kurz, dass die Bereitschaft zum erneuten Versuch deutlich näher liegt, als Frust und Ärger.

Die Vielfalt der Rennkategorien bleibt aber überschaubar. Auf den zehn Kursen, die ihr im freien Modus wahlweise auch in umgekehrter Richtung befahrt, absolviert ihr Rennen in einer von fünf Kategorien. Bei Partner-Kampf und Team-Rennen wetteifert ihr zu zweit respektive zu dritt um Punkte und Platzierungen. Die Torjagd ist ebenfalls ein Team-Wettbewerb. Dabei sind Malen und Farbangriff gesperrt. Boostlinien erzeugt ihr hier ausschließlich, indem ihr möglichst viele der Portale auf der Strecke durchfahrt.

In der Solokampagne wird jeder Wettbewerb von einer Dialogsequenz eingeleitet. Manchmal lohnt sie sich, ihr dürft aber jede davon auf Wunsch überspringen.In der Solokampagne wird jeder Wettbewerb von einer Dialogsequenz eingeleitet. Manchmal lohnt sie sich, ihr dürft aber jede davon auf Wunsch überspringen.

Das Zeitfahren funktioniert wiederum rein kooperativ. Hier ist also nur euer Team auf der Strecke und kleistert den Belag munter mit Farbe voll, bis ihr am Ende praktisch im Dauerboost darüber flitzt. Zu guter Letzt wäre da noch "Jeder gegen jeden", wobei alle sechs Teilnehmer beim Punktesammeln auf sich allein gestellt sind. Am meisten Spaß machen die Events im lokalen Splitscreen-Modus für bis zu vier Spieler - die beiden restlichen Startplätze werden mit Bots aufgefüllt. Auch Online-Spiele in Kombination mit dem Splitscreen sind möglich. Einige Monate nach dem Launch mangelt es Letzterem trotz Crossplatform-Unterstützung jedoch an aktiven Spielern.

Üppig mit begrenzter Vielfalt

Die genannten Renndisziplinen kommen auch in den oft mehrstufigen Events der Solokampagne zum Einsatz. Die Unterschiede bestehen darin, dass euer Fahrer vorgegeben ist und ihr die Mindestziele erreichen müsst, um die nächste Stufe zu erreichen. Jeder Wettbewerb wird zudem von launigen Kommentaren der Charaktere eingeleitet. Die nicht vertonten Dialoge sind teilweise lustig, aber oft ausufernd lang. Sie können im Wunschfall aber komplett übersprungen werden.

Beim Umfang der Kampagne lässt sich Entwickler Supergonk nicht lumpen. Um alle 216 Token für Mindest- und Bonusziele zu erreichen, könnt ihr locker 15 Stunden einplanen. Da sich in der Kampagne aber letztlich alles irgendwann nur noch wiederholt und die Rennen mit und gegen echte Mitspieler weitaus mehr Laune machen, dürfte für die meisten dort nach ein paar Stunden die Luft raus sein.

Jeder Charakter hat eine eigene Karre und spezielle Werte. Galaxos ist etwa ein guter Maler, sein Fahrzeug hat ein besseres Handling. Der Boost ist dafür der schwächste aller Fahrer.Jeder Charakter hat eine eigene Karre und spezielle Werte. Galaxos ist etwa ein guter Maler, sein Fahrzeug hat ein besseres Handling. Der Boost ist dafür der schwächste aller Fahrer.

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