Ubisoft Massive sorgt gerade mit einem etwas kuriosen Statement für viele Fragezeichen. Auf X wurde am 22. Oktober ein Bild mit Text gepostet, in dem sich das Studio erklärt.
Allerdings verwenden sie dafür derart euphemistische Unternehmerfloskeln, dass beim erstmaligen Durchlesen kaum klar wird, was das Studio gerade eigentlich sagen will. Darüber machen sich die Leute in den Kommentaren darunter auch lustig:
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Hier kommt noch eine deutsche Übersetzung des gesamten Statements. Wahrscheinlich nicht weniger verwirrend ausgedrückt:
Im Rahmen unserer kontinuierlichen Weiterentwicklung und langfristigen Planung haben wir kürzlich unsere Teams und Ressourcen neu ausgerichtet, um unsere Roadmap zu stärken und sicherzustellen, dass wir uns weiterhin auf die The-Division-Reihe und die Technologien konzentrieren, die unsere Spiele antreiben, darunter Snowdrop und Ubisoft Connect.
Um diesen Übergang verantwortungsbewusst zu unterstützen, haben wir ein freiwilliges Karrierewechselprogramm eingeführt, das berechtigten Teammitgliedern die Möglichkeit bietet, ihren nächsten Karriereschritt selbständig zu gehen, unterstützt durch ein umfassendes Paket, das finanzielle und berufliche Hilfe umfasst.
Massive Entertainment hält weiterhin voll und ganz an seiner Roadmap fest und ist bestrebt, Spielern auf der ganzen Welt großartige Erlebnisse zu bieten, darunter The Division 2, The Division 2: Survivors und The Division 3. Diese Projekte werden mit Nachdruck, Fokus und Ehrgeiz vorangetrieben, und wir freuen uns darauf, in Zukunft mehr darüber zu berichten.
Und jetzt noch mal ganz deutlich und verständlich gesagt: Ubisoft Massive wird gerade umstrukturiert und fokussiert sich jetzt wieder ganz auf die verschiedenen Projekte rund um The Division. Ihre Singleplayer-Experimente der letzten Jahre, namentlich Star Wars: Outlaws und Avatar: Frontiers of Pandora, scheinen in der zukünftigen Planung erstmal keine Rolle zu spielen. Wobei zumindest zu Avatar im Dezember noch ein großes Update samt großer Erweiterung geplant ist.
Vor allem bittet Massive in dem Statement ausgewählte Mitarbeiter, freiwillig ihren Job zu kündigen und verspricht dafür Abfindungspakete so wie Hilfe bei der beruflichen Neuorientierung. Statt die Leute zu entlassen, werden sie eher gebeten zu gehen.
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Warum passiert das?
Dass Massive jetzt versucht, durch eine Verkleinerung der Belegschaft Kosten einzusparen, passt ins Bild. Ubisoft befindet sich bereits seit einigen Jahren in einer anhaltenden Krise, die sich stark auf Einnahmen und Aktienkurs auswirken. Das gewaltige Unternehmen strauchelt also und hat bereits an vielen anderen Ecken Kosten eingespart.
Schon im Januar 2025 wurde bekannt, dass Ubisoft derzeit ein Programm zur Kostensenkung vorantreibt, mit dem um die 300 Millionen Euro eingespart werden sollen. Die Konsequenzen davon waren eben auch Entlassungen im großen Stil. Im Juli war bereits die Rede von über 600 Jobs, die in den letzten Monaten und Jahren bei Ubisoft verschwunden sind.
In Großbritannien, den USA und Japan wurden einige Studios komplett geschlossen. Auf der ganzen Welt wurden Stellen abgebaut, darunter auch bereits in Düsseldorf und bei den Landesgenossen von Massive in Stockholm.
Dass Massive selbst davon nur relativ spät und aufgrund der Freiwilligkeit recht sacht ergriffen wird, kommt im ersten Moment überraschend. Immerhin machte Ubisoft für die finanzielle Notlage auch die enttäuschenden Verkaufszahlen von Star Wars: Outlaws verantwortlich.
Allerdings hatte Massive nach zwei Großprojekten wie Outlaws und Frontiers of Pandora, sowie der anhaltenden Unterstützung sowie Weiterentwicklung von The Division und der Snowdrop Engine noch einiges zu erledigen. Die Freiwilligkeit kommt auch von den starken Arbeitnehmerschutzgesetzen in Schweden.
Jetzt wo Outlaws und Avatar weitestgehend »erledigt« sind, kann sich das Team im kleineren voll auf The Division fokussieren.
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