Ubisoft wehrt Übernahme endgültig ab - Vivendi verkauft alle Anteile bis März 2019

Vivendi will alle Aktienanteile an Ubisoft bis zum März 2019 verkauft haben. Damit ist eine Übernahme endgültig vom Tisch.

von Martin Dietrich,
01.10.2018 12:07 Uhr

Ubisoft wird sich im März 2019 endgültig vom Vivendi-Einfluss befreien können. Ubisoft wird sich im März 2019 endgültig vom Vivendi-Einfluss befreien können.

Vivendi wird alle noch in Besitz befindlichen Aktienanteile bis zum 5. März 2019 loswerden. Der Medienkonzern befindet sich dazu in Verhandlungen mit zwei nicht näher benannten »finanziellen Institutionen« und verhandelt derzeit die restlichen 6,7 Prozent Anteile an Ubisoft.

Das entspricht einem Wert von rund 500 Millionen Euro. 0,9 Prozent dieser Restanteile werden heute veräußert, während die übrigen 5,8 Prozent Anfang März den Besitzer wechseln sollen.

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Übernahmepläne zuvor gescheitert

Im März 2018 wurde bekannt, dass Ubisoft erfolgreich eine Übernahme durch Vivendi abgewehrt hatte. In den Jahren zuvor hat Vivendi sukzessive seinen Einfluss auf den Publisher erhöht und sich immer mehr Anteile auf dem Aktienmarkt gesichert.

Ubisoft fürchtete sich um seine Unabhängigkeit und ging in die Gegenoffensive. Man kaufte selbst Anteile zurück und warb mit Aktionen wie »We are Ubisoft« für die Souveränität des Publishers.

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Der Plan ging auf. Vivendi zog sich zurück und versprach, in den kommenden Jahren keine weiteren Anteile mehr zu erwerben und sämtliche Aktienanteile zu verkaufen. Als Neu-Investor stieg dafür unter anderem der chinesische Publisher Tencent ein, versicherte jedoch seine Beteiligung gering zu halten. Das Abkommen soll den Zugang zum asiatischen Spielemarkt für Ubisoft verbessern.

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Vivendi hatte vor dem Tauziehen mit dem französischen Publisher bereits die Mobile-Firma Gameloft durch eine feindliche Übernahme erworben. Gameloft gehörte einst der Guillemot-Familie, die Ubisoft gründete und mit Michel Guillemot bis 2016 auch den CEO bei Gameloft stellte. Mit der Vivendi-Übernahme verließ Michel die Firma, um sich seinem Bruder Yves Guillemot bei Ubisoft anzuschließen.

Quelle: gamesindustry.biz

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