Bethesdas neues Weltraum-Rollenspiel hat nicht nur euer Interesse geweckt, sondern auch das der Europäischen Raumfahrtbehörde. In einem Interview mit der Webseite Eurogamer hat Emmet Fletcher, der Leiter für Markenbildung und Partnerschaften bei der ESA, nun unerwartetes Lob gezollt.
Die ESA lobt Starfields Ästhetik
Die Entwickler von Starfield beschreiben den Look des Spiels als NASA-Punk
. Mit diesem Begriff wollen sie ein Sci-Fi-Universum beschreiben, das etwas bodenständiger und mehr in der Realität verankert ist - ähnlich wie etwa im Film Blade Runner aus dem Jahr 1982.
Von der Europäischen Weltraumbehörde ESA gibt's für diese Designentscheidung jetzt Beifall. Laut Fletcher soll die Ästhetik von Starfield das Spiel nämlich menschlicher
machen, denn in ihr spiegeln sich viele Dinger wider, die auch in der echten Raumfahrt funktionieren.
Als ein Beispiel nennt der ESA-Mitarbeiter die Tatsache, dass Dinge weiter genutzt werden, egal wie alt und abgenutzt sie sind:
Ich glaube, die Realität ist eher im NASA-Punk-Bereich angesiedelt, wo die Dinge benutzt werden und nicht unbedingt super glänzend sind. [...] Weißt du, dein Schraubenschlüssel wird Kratzer haben, und Schraubenzieher haben vielleicht ein bisschen Klebeband um sich herum, weil man auf diese Weise einen besseren Griff bekommt, denn die Menschen sind praktisch. Und das ist eher eine menschliche Sache … und ich mag so etwas.
So realistisch ist Starfields Zukunftsszenario
Während Fletcher dem NASA-Punk-Stil des Spiels viel abgewinnen kann, findet er die fiktionale Zeitachse des Spiels hingegen ein wenig zu ambitioniert. Wir erinnern uns: In Starfield landen im Jahr 2050 erstmals Menschen auf dem Mars.
Fletcher glaubt nicht daran, dass bereits in 27 Jahren erste Astronauten auf dem Mars herumlaufen werden. Seine Begründung: In den 1960er-Jahren war das Rennen um die Mondlandung ein Duell der Supermächte USA und Sowjetunion, in der beide Parteien riesige Mengen ihres Inlandsprodukts investiert haben
.
Heutzutage werde die Raumfahrtindustrie eher von der kommerziellen Seite vorangetrieben
, während die wissenschaftliche Seite in Form von NASA, ESA und Co. kaum ausreichend Budget habe, um alle geplanten Forschungen und Weltraummissionen voranzutreiben.
Als komplett unrealistisch will er Starfields Zeitachse aber nicht bezeichnen, denn:
Es werden ständig Fortschritte gemacht und man weiß nie, wo der nächste Durchbruch kommt.
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