Eine News zur Unreal Engine, aber zur Abwechslung erwartet euch keine Tech-Demo, die von einem Fan erstellt wurde. Vielmehr geht es diesmal um ein waschechtes Musikvideo, das komplett in der Engine erstellt wurde und selbst dann einen Blick wert ist, wenn ihr die Musikrichtung nicht mögt.
Dass die Unreal Engine mehr kann als nur Spiele, ist keine Neuigkeit. Vor einiger Zeit sorgte etwa das Video eines simplen Bahnhofs für offene Münder, obwohl eigentlich nichts passiert. Auch in der Filmproduktion, der Automobilindustrie und anderen Branchen kommt das mächtige Werkzeug aus dem Hause Epic zum Einsatz. Nun also ein Musikvideo - und was für eines!
Ein verrückter audiovisueller Trip
Mithilfe des Metahuman-Features der Unreal Engine hat sich der Musiker John Moods für das Video zu seinem neuen Song Atlantic Station kurzerhand in die virtuelle Welt befördert und feuert dort ein wahres Effektgewitter ab. Hier geht es mal nicht um fotorealistische Texturen oder das UE5-Highlight Lumen
, sondern schlicht um die Liebe zum Detail und den Aufwand, der hier offenbar betrieben wurde.
Für das Video verantwortlich zeichnet laut den Credits ein gewisser Ludwig Plath. Gemeinsam mit John Moods hat er sich einiges einfallen lassen, um mich als Zuhörer bei der Stange zu halten, selbst wenn ich persönlich die Musik nicht mag. Das Video ist so schräg, dass es mich in seinen Bann zieht! Ich kann es nicht mehr schließen, sondern schaue es bis zum Ende, weil ich so gefesselt bin. Wie ein Unfall, bei dem man nicht wegschauen kann, aber das ist keinesfalls negativ gemeint!
Link zum YouTube-Inhalt
Denn obwohl es ein Musikvideo ist, kann sich das Resultat auch aus technischer Sicht durchaus sehen lassen. Vor allem drei Punkte stechen mir ins Auge:
- Partikel und Beleuchtung: Manche Szenen sind schön ausgeleuchtet und haben ein paar sehenswerte Partikeleffekte zu bieten. Besonders gut gefallen haben mir die kurzen Szenen, in denen John Moods eine Ritterrüstung trägt und von hinten in Regenbogenfarben angestrahlt wird (ich sagte es euch bereits, das Video ist wirklich schräg!). An anderen Stellen, etwa bei Minute 2:41, bekommen wir unzählige Partikel aus der Nahansicht um die Ohren gepfeffert.
- Gesicht und Haare: Sowohl die Haare des Protagonisten als auch sein fell-artiger Mantel können überzeugen, gut zu sehen bei Minute 0:55. Und zum Gesicht muss ich wohl nichts sagen, denn das Metahuman-Feature der Unreal Engine hat schon oft für beeindruckende Ergebnisse gesorgt, auch schon bei unserem Lieblings-Hexer Geralt von Riva und anderen Witcher-Figuren.
- Herumfliegendes Gemüse: Nein, eigentlich geht es nicht um die Karotten, Pilze und Kartoffeln, sondern mehr um die Tatsache, dass hier mehrmals jede Menge Objekte um den virtuellen John Moods herumschwirren, und das offenbar mit einer gewissen physikalischen Simulation im Hintergrund. Denn wenn man genau hinschaut, lässt sich ab und zu eine Kollision zweier herumfliegender Gemüsesorten erkennen. Solche Details hätte wohl niemand vermisst, dennoch hat man sich die Mühe gemacht - das ringt mir Respekt ab!
Schaut euch das Video doch einfach mal selbst an und macht euch ein eigenes Bild. Aber sagt nicht, ich hätte euch nicht vorgewarnt! Wenn euch nicht nur das Video, sondern auch das Musikstück gefällt, findet ihr auf dieser Seite mehrere Bezugsquellen, unter anderem Spotify, Apple Music und Deezer.
Ihr interessiert euch doch eher für Unreal-Engine-5-Demos, die mit Spielen zu tun haben? Dann lege ich euch gleich zwei spannende Artikel ans Herz:
- Unreal Engine 4: Das Wasser dieser Techdemo hat mich schon nach fünf Sekunden begeistert
- Unreal Engine 5: Diese 15 Techdemos zeigen beeindruckende Grafikpower
Meinungen gibt es unzählige, aber eure interessieren mich ganz besonders! Wie gefällt euch das Musikvideo? Gibt es Szenen, die ihr besonders lustig, bizarr oder aus anderen Gründen sehenswert findet? Schreibt mir eure Meinung gerne in die Kommentare!
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Dein Kommentar wurde nicht gespeichert. Dies kann folgende Ursachen haben:
1. Der Kommentar ist länger als 4000 Zeichen.
2. Du hast versucht, einen Kommentar innerhalb der 10-Sekunden-Schreibsperre zu senden.
3. Dein Kommentar wurde als Spam identifiziert. Bitte beachte unsere Richtlinien zum Erstellen von Kommentaren.
4. Du verfügst nicht über die nötigen Schreibrechte bzw. wurdest gebannt.
Bei Fragen oder Problemen nutze bitte das Kontakt-Formular.
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Nur angemeldete Plus-Mitglieder können Plus-Inhalte kommentieren und bewerten.