Uwe Boll, einer der für Spielefans berüchtigsten Regisseure der Welt, will wieder Videospielverfilmungen machen. Bekanntheit erlangte er jedoch weder für die Qualität seiner Filme noch für dessen komplexe Erzählstruktur. Vielmehr ist es der überwältigende Trash-Faktor gepaart mit überraschend bekannten Schauspielern und beliebten Lizenzen, die ihm einen gewissen Ruf eingebracht haben.
Die renommierte britische Tageszeitung The Guardian bezeichnete ihn beispielsweise einst als den schlechtesten Regisseur der Welt
. Auf Rotten Tomatoes finden sich nur wenige Filme des deutschen Filmemachers, die einen zweistelligen Prozentbereich bei Kritikern und Publikum erreichen konnten. Ein besonders missratenes Werk war Alone in the Dark und das soll jetzt tatsächlich ein Reboot erhalten.
Die Person Uwe Boll: Der Regisseur sorgt seit einigen Jahren nicht nur mit seinen Filmen für Aufsehen, sondern auch durch seine Nähe zum rechtspopulistischen Spektrum.
- 2019 war er kurzzeitig Bundessprecher der rechtspopulistischen Zwergpartei Das Haus Deutschland, aus der er jedoch herausgedrängt wurde, nachdem er Xavier Naidoos Verschwörungsmythen kritisiert hatte.
- Seit 2025 publiziert er Kolumnen im rechtspopulistischen Onlinemagazin Tichys Einblick, wo er unter anderem Unterstützung für Donald Trump ausspricht.
Noch schlechter ist fast unmöglich
Ein für viele besonders schlechtes Werk ist Bolls Verfilmung des Survival-Horror-Klassikers Alone in the Dark von 2005. Auf Rotten Tomatoes konnte es gerade mal einen von 120 Kritikern überzeugen. Bei den Fans waren es immerhin elf Prozent.
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Kritisiert wird an dem Film eigentlich alles, besonders aber das Fehlen einer sinnvollen Handlung sowie glaubhafter Charaktere. Und obwohl der Film zwar lose am vierten Ableger der gleichnamigen Spielereihe angelehnt ist, hat er nahezu nichts mit dem Original zu tun. Dennoch gab es 2008 noch einen Nachfolger, der jedoch genauso schlecht ankam.
Diesmal näher an den Spielen?
Der neue Film zu Alone in the Dark soll ein Reboot darstellen und folglich mit einer neuen Besetzung daherkommen. Dieses Mal plant Uwe Boll jedoch, sich deutlich näher am Spiel zu orientieren.
Der Ableger seiner Wahl ist das durchaus gelungene Reboot von 2024, bei dem Detective Edward Carnby zum mysteriösen Derceto-Anwesen in New Orleans reist, um den verschwundenen Onkel seiner Partnerin zu suchen.
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Die Filmrechte wurden bereits von THQ Nordic erworben und aktuell suchen Uwe Boll und sein Produktionspartner Michael Roesch den Cast. Einen offiziellen Release-Termin gibt es noch nicht.
Nachdem Uwe Boll 2024 mit First Shift bereits ein kleines Film-Comeback gestartet hatte, will er jetzt an die großen Erfolge von Videospieleverfilmungen wie Minecraft und Sonic anknüpfen. Das überrascht nicht, schließlich ist Boll in den 00er-Jahren durch solche Adaptionen bekannt geworden, auch wenn sie damals nur bedingt erfolgreich waren.
Auch mit House of the Dead soll es weitergehen
Aktuell plant Uwe Boll seine Verfilmung des Lightgun-Shooters House of the Dead fortzusetzen, allerdings im Serien-Format. Die Show soll Return to Zombie Island heißen und sogar die originalen Schauspieler zurückholen.
Der Film von 2003 konnte auf Rotten Tomatoes drei Prozent der Kritiker und elf Prozent der Fans überzeugen. Auch hier gibt es eine Fortsetzung und wie die ankam, könnt ihr euch inzwischen vermutlich bereits denken.
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