Warhammer 40K: Eternal Crusade könnt ihr nicht mehr spielen, auch wenn ihr dafür bezahlt habt

Am 10. September 2021 wurden die Server des MMO-Shooters endgültig abgeschaltet. Damit ist er unspielbar, auch wenn ihr für das Spiel bezahlt habt.

von Stephanie Schlottag,
12.09.2021 16:06 Uhr

Warhammer 40K: Eternal Crusade ist tot. Und obwohl das Spiel selbst innerhalb seiner Community viel kritisiert wurde, reagieren die Spieler trotzdem enttäuscht - und wütend. Denn auch wenn ihr damals den vollen Kaufpreis oder Geld im Free2Play-Modell ausgegeben habt, könnt ihr Eternal Crusade ab jetzt nicht mehr spielen.

Nach nur fünf Jahren wurden am 10. September 2021 die Server abgeschaltet. Bei Steam gibt es diese kurze Verabschiedung der Entwickler:

"Danke! Hallo Kreuzfahrer. Wie wir bereits angekündigt hatten, haben wir das Spiel heute in den Sonnenuntergang geschickt. Als Teil des Shutdowns haben wir alle persönlichen Daten entfernt.

Wir sind stolz auf all die Arbeit, die in Eternal Crusade geflossen ist und auf die tolle Community, die das Spiel unterstützt hat. Danke für alles, wir schätzen euren Support über die Jahre hinweg. Danke für dieses Abenteuer. Die Crew von Eternal Crusade."

Server aus, Spiel weg

Warhammer 40K: Eternal Crusade - Wenn Early Access zur Unverschämtheit wird 9:52 Warhammer 40K: Eternal Crusade - Wenn Early Access zur Unverschämtheit wird

Eternal Crusade enttäuschte zum Release - und auch danach - viele Erwartungen, weil es falsche Versprechen gemacht und diese nicht eingehalten hat. Es wurde einst als zweites Planetside angekündigt, erwies sich aber schnell als dreiste Early-Access-Katastrophe. Im Test vergaben wir eine maue 40.

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Jetzt sind sämtliche Server abgeschaltet. Und da es keine privaten Server gab, kann niemand mehr das reine Online-Spiel Eternal Crusade zocken. Egal, ob und wie viel Geld dafür ausgegeben wurde - nach dem Release-Debakel wurde das Spiel zwar Free2Play, bot aber Ingame-Käufe für Echtgeld an.

Bei Steam reichte es auch nach Jahren nur für ein »gemischt« bei den Nutzer-Reviews. Und die Bewertungen der letzten 30 Tage sind geradezu niederschmetternd - in Steam-Jargon »überwiegend negativ«. Viele Spieler lassen dort ihrem Frust und ihrer Enttäuschung freien Lauf. Zum Beispiel schreibt Squirrelboy135:

"Für das, was es geboten hat, war es ein wirklich nettes Spiel. Es war aber nicht das, als was es beworben wurde. Es war ein totaler Betrug, die Spielerbasis ist gestorben und sie haben nichts dagegen getan. Überteuerte DLC-Cosmetics. Unbalancierte Fraktionen. Dieses Unternehmen ist ein Haufen Idioten. Verschwendet euer Geld nicht, sie schließen am 10. September komplett, ohne dass man auf andere Server ausweichen kann. Ich hoffe, die Firma geht mit dem Spiel unter."

Auch viele andere Spieler schreiben von Betrug, Täuschung und gebrochenen Versprechen. Eternal Crusade war kein besonders erfolgreiches Projekt - aber auch der Verlust von schlechten Spielen geht jeden etwas an, findet Redakteur Dimi:

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Und es gibt auch positive Stimmen, die sich bei den Entwicklern für die Zeit mit Eternal Crusade bedanken und das Spiel trotz der Schwächen loben. Nyx schreibt zum Ende:

"Traurig, aber nicht unerwartet. Ich hatte gute Zeiten mit dem Spiel und am Ende ist das alles, was zählt."

Es ist längst nicht das erste Mal, dass ein Spiel von der Bildschirmfläche verschwindet: Im Fall der alten Rollenspiele Ultima und Syndicate gab's zum Glück erfreuliche Nachrichten.

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