Wird The Winds of Winter jemals erscheinen? Keine Frage dürfte Fans von Game of Thrones mehr beschäftigen. Schon seit mehr als 14 Jahren warten Leser der Romane auf den vorletzten Teil von Das Lied von Eis und Feuer. Dieser Tatsache ist sich natürlich auch George R.R. Martin bewusst.
Wer für die Romane brennt (und das vielleicht auch ein bisschen zu heiß) dürfte sich jetzt aber ertappt fühlen. Denn auf seinem eigenen Blog hat sich George R.R. Martin zu all den frustrierten Kommentaren und Diskussionen geäußert, mit denen sich der 76-jährige Schriftsteller offenbar auch persönlich auseinandersetzt.
In einem neuen Post zeigt sich Martin überraschend ehrlich und nimmt kein Blatt vor den Mund, wie all die Kritik bei ihm ankommt und was die mit ihm anstellt. Es sieht ganz danach aus, als möchte der Autor die zahlreichen Anfeindungen aufgrund des langen Wartens auf The Winds of Winter nicht mehr auf sich sitzen lassen.
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Ihr habt mich längst aufgegeben
Eigentlich leitet George R.R. Martin den Blogpost mit seinem neuesten Filmprojekt ein, an dem er als Produzent beteiligt ist: Einer animierten Neuinterpretation der Herkules-Saga vor einem Mississippi-Setting der 1920er - wir berichteten darüber. Doch dann kommt er plötzlich und ziemlich ausführlich auf ein ganz anderes Thema zu sprechen:
[...] (Ich weiß, ich weiß. Ein paar davon werden einfach nur angepisst sein, wie von allem, was ich hier ankündige und das nichts mit Westeros oder The Winds of Winter zu tun hat. Ihr habt mich oder das Buch längst aufgegeben. Ich würde niemals Winds beenden und selbst wenn, dann auch nicht A Dream of Spring. Und selbst wenn ich es beende, dann wäre es nicht mal gut. Und ich brauche einen anderen Autoren, der es für mich über die Zielgerade schafft …
Und ich sterbe sowieso bald, weil ich so alt bin. Und ich habe ja auch all mein Interesse für Das Lied von Eis und Feuer schon vor Jahren verloren. Ich schere mich einen Dreck ums Schreiben und sitze nur herum und gebe mein Geld aus.
Ich kümmere mich noch immer um meine Wild-Card-Bücher, aber die hasst ihr ja auch. Ihr hasst alles andere, was ich geschrieben habe - die Hugo-Gewinner und Hugo-Verlierer, A Song for Lya und Dying of the Lights, Sand Kings und Beauty and the Beast, This Tower of Ashes und The Stone City, OId Mars und Old Venus und Rogues und Warriors und Dangerous Women und all die anderen Geschichten, die ich mit meinem Freund Gardner Dozois verfasst habe.
Ich weiß, dass euch all das egal ist. Ich weiß, dass euch alles außer The Winds of Winter egal ist. Das habt ihr mich oft genug wissen lassen.)
Das Ding ist aber, mir ist all das wichtig.
Und mir ist auch Westeros und Winds wichtig. Die Starks und die Lannisters und die Targaryens, Tyrion und Asha, Dany und Daenerys, die Drachen und die Schattenwölfe - die sind mir alle wichtig. Mehr, als ihr euch jemals vorstellen könnt.
Auf Social Media (wie zum Beispiel X oder Reddit) wird Martins Blogpost natürlich heiß diskutiert. So erntet der Autor viele verständnisvolle und sympathisierende Kommentare. Andere bohren aber immer tiefer in die Wunde und fühlen sich von George R.R. Martin aufgrund des endlosen Wartens auf The Winds of Winter betrogen
.
Ob George R.R. Martin Das Lied von Eis und Feuer jemals beenden wird, bleibt abzuwarten. Eigentlich hätte der Schriftsteller den vorletzten Roman längst beenden wollen. Daraus, dass er sich mit dem Schreiben schwertut, macht er kein Geheimnis. Oft genug hat Martin betont, von seinem eigenen Fortschritt frustriert zu sein.
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