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Inhaltsverzeichnis
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Wir alle tragen Masken - Verkleidungen in Videospielen

Snake geht als Amazon-Lieferung, Mario kostümiert sich gerne als Tanuki, und Cloud verkleidet sich in Final Fantasy 7 als Frau und lässt sich von Muskelprotzen begrabschen. Kostüme gehören in Games einfach dazu.

von Sascha Penzhorn,
24.02.2020 05:00 Uhr

Mehr als tausend Euro hat Sascha bereits in Path of Exile für dekorative Items ausgegeben. Dabei juckt ihn die Mode im wahren Leben eigentlich gar nicht. Mehr als tausend Euro hat Sascha bereits in Path of Exile für dekorative Items ausgegeben. Dabei juckt ihn die Mode im wahren Leben eigentlich gar nicht.

Oh yeah, Karnevalszeit! Flachwitze mit Dialekt, Brechreiz-Musik, hässliche Billigkostüme und vor allem eins: Saufen bis zum Umfallen. So wird in Deutschland irgendwie alles gefeiert. Vatertag: Saufen. Neujahr: Saufen mit Feuerwerk. Fastnacht: Saufen mit Cowboyhut oder Mönchskutte vom Discounter. Und passend zur fünften Jahreszeit hat mir der Chef befohlen, diesen wunderschönen Artikel über Kostüme in Spielen zu erstellen. Seid ihr schon gespannt, was mir einfällt?

Nun, unter anderem verstörende Geschichten aus Second Life. Zum Beispiel über die Frau, die gegessen werden wollte. Oder die Sache mit dem Hund, der wollte, dass Sascha eine Leiche ausgräbt ...

Der Autor
Sascha Penzhorn lebt seit vielen Jahren in England, wo sich niemand um Karneval schert und wo es auch niemanden interessiert, ob Mainz letztendlich Mainz bleibt oder nicht. Auf der Insel wird allenfalls mal im kleinen Kreis Halloween gefeiert, weil manche Leute jeden Scheiß mitmachen müssen, den Amerika vormacht. Aber bis in Deutschland und England irgendwann unvermeidlich der Independence Day gefeiert wird, trägt Sascha keine Kostüme. Oder überhaupt irgendwelche Kleider, denn die sind überbewertet. Was normale Menschen im echten Leben in Klamotten investieren, steckt er lieber in Outfits für Path of Exile und Warframe.

Mehr Kolumnen von Sascha findet ihr in unserer Penzhorn-Übersicht.

Die Abgründe von Second Life

In Second Life trifft man auf allerlei sonderbare Gestalten, die im richtigen Leben noch viel sonderbarer sind. In Second Life trifft man auf allerlei sonderbare Gestalten, die im richtigen Leben noch viel sonderbarer sind.

Ich könnte ganze Bücher über den Horror schreiben, die menschlichen Abgründe, das nackte Grauen und die technischen Ungereimtheiten, die in Second Life lauern. Weil ich aber nur begrenzt Platz habe, fasse ich mich kurz und beschränke mich darauf, Second Life als ein furchtbares 3D-Chat-Tool zu bezeichnen, in dem jeder genau die Avatare, Klamotten, Gegenstände und kompletten Welten erstellen kann, die er will.

Die Grenze ist eure Kreativität, die lausige Steuerung - und natürlich echtes Geld, wenn ihr feststellt, dass ihr einfallslos seid und euren Krempel lieber direkt kauft. Sämtliche User-Avatare im Spiel sind groß, gut bestückt und perfekt gebaut. 90 Prozent aller Sims (sprich: Welten) im Spiel sind Casinos und Freudenhäuser. Und Casinos, in denen weibliche Avatare gegen Geld die Hüllen fallen lassen.

Ich habe Second Life seit etlichen Jahren nicht angerührt, aber damals hatte man für seinen Avatar die Auswahl, ob man ein Mann, eine Frau oder irgendein Tier sein möchte. Menschen mag ich schon im richtigen Leben nicht besonders, also entscheide ich mich in den meisten Spielen für das, was so wenig menschenähnlich ist, wie möglich. Tauren in WoW, Echsen in Divinity - in Second Life war ich ein Wolf. Das war kurz nach der Jahrtausendwende, ich war jung, naiv und unwissend. Und zog mit diesem Avatar Mitglieder einer Gemeinschaft an, von deren Existenz ich zu diesem Zeitpunkt nichts wusste: Furries.

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