»Passt nicht zu unserer zukünftigen Ausrichtung« Xbox-Chefin kündigt Ende von Copilot auf der Microsoft-Konsole an

Microsoft hat die Pläne rund um den Gaming-Copilot für die Xbox-Konsole offiziell beerdigt.

Der Gaming-Copilot wird nicht auf der jetzigen und zukünftigen Xbox-Konsolen landen. (Bildquelle: Microsoft) Der Gaming-Copilot wird nicht auf der jetzigen und zukünftigen Xbox-Konsolen landen. (Bildquelle: Microsoft)

Neue Besen kehren gut – und im Fall von Asha Sharma, der neuen Xbox-Chefin, fegen sie offenbar als Erstes die künstliche Intelligenz vom Dashboard.

In einer überraschenden Ankündigung auf der Plattform X hat sie Microsofts KI-Pläne für die Konsole kurzerhand für beendet erklärt.

Der umstrittene KI-Assistent Copilot wird demnach komplett für die Konsole eingestellt, da er laut Sharma schlichtweg »nicht zu unserer zukünftigen Ausrichtung« passt. Mit diesem radikalen Schnitt erfüllt die Managerin einen langgehegten Wunsch der Community und rückt ab sofort wieder das in den Fokus, worauf es wirklich ankommt: die Spiele selbst.

Video starten 1:38:14 Milliardengrab Xbox? Wie Microsoft sein Potenzial verspielt

Vom Gaming-Copilot zum Stopp in nur zwei Monaten

Erst im März 2026 hatte Microsoft das Feature Gaming-Copilot für die Xbox angekündigt. Dieser sollte als Assistent im Hintergrund zur Verfügung stehen, um Fragen von Spielern zu klären und Rat zu geben.

Spieler, die bei einem besonders schweren Gegner kurz vor der Aufgabe stehen, könnten so direkt Tipps bekommen, ohne das Spiel verlassen zu müssen.

Die Community nahm die Nachricht kritisch auf. Immer wieder wurde genannt, dass kaum jemand nach diesem KI-Feature verlangt habe. Auch die Möglichkeit, falsche Antworten zu erhalten, stieß nicht gerade auf Begeisterung.

Weniger als zwei Monate nach der Ankündigung wird das Projekt auch schon wieder eingestellt, und zwar bevor es jemals auf der Xbox ausprobiert werden konnte.

Auf der Plattform X schreibt die Xbox-Chefin:

Xbox muss schneller vorankommen, unsere Verbindung zur Community vertiefen und Hindernisse sowohl für Spieler als auch für Entwickler beseitigen.

Heute haben wir Führungskräfte befördert, die zum Aufbau von Xbox beigetragen haben, und gleichzeitig neue Stimmen hinzugewonnen, die uns dabei helfen, weiter voranzukommen. Diese Balance ist wichtig, um das Geschäft wieder auf Kurs zu bringen.

Im Rahmen dieser Neuausrichtung werden wir damit beginnen, Funktionen auslaufen zu lassen, die nicht zu unserer zukünftigen Ausrichtung passen. Wir werden Copilot auf Mobilgeräten auslaufen lassen und die Entwicklung von Copilot für Konsolen einstellen.

Microsoft zieht die Reißleine

Mitte Februar 2026 verriet Microsoft, dass der langjährige Xbox-Chef Phil Spencer bei Microsoft aufhören würde. Als neue Chefin kündigte Microsoft Asha Sharma an, die von Microsofts KI-Sparte zu Xbox wechseln würde.

Einen Monat später folgten die ersten Ankündigungen zur kommenden Xbox, die unter dem Namen Project Helix bei Microsoft geführt wird.

Bereits hier konnte die neue Chefin ein Ausrufezeichen setzen, da die neue Xbox-Konsole neben klassischen Konsolenspielen auch PC-Spiele unterstützen wird.

Mit dem Ende von Copilot für die Xbox bestärkt Microsoft zudem, dass Xbox wieder verstärkt auf die Wünsche der Community und der Spieler eingehen wird.

Mehr zum Thema: Project Helix: Nächste Xbox-Konsole soll »erschwinglich« sein, hofft die neue Chefin – macht aber auch »keine Versprechen«

Dass ausgerechnet Microsoft bei seiner wichtigsten Wohnzimmer-Plattform auf die KI-Bremse tritt, ist ein bemerkenswertes Signal für die gesamte Branche.

Die Botschaft ist klar: Nicht jeder Tech-Trend macht auch im Gaming-Bereich Sinn. Ob diese Rückbesinnung auf das Kerngeschäft ausreicht, um die Marke nachhaltig zu stärken, wird die Zeit zeigen – der Applaus der Community ist der neuen Chefin für diesen ersten Schritt jedoch gewiss.

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