YouTuber baut komplett kabelloses Schreibtisch-Setup – nur der Tisch braucht eine Steckdose

Der YouTuber DIY-Perks baut ein komplett kabelloses Schreibtisch-Setup. Ausgerechnet der Schreibtisch hat aber doch eins.

Monitor, Boxen, Lampen: Alles auf diesem Schreibtisch ist kabellos. (Bildquelle: DIY Perks, YouTube) Monitor, Boxen, Lampen: Alles auf diesem Schreibtisch ist kabellos. (Bildquelle: DIY Perks, YouTube)

Nie wieder Kabelsalat: Der YouTuber Matthew Perks stellt ein Schreibtisch-Setup vor, das komplett ohne Kabel auskommt. Der Haken: Er muss zuerst den Schreibtisch bauen.

Hier erfahrt ihr, wie sein Setup funktioniert und was für Haken ein Schreibtisch ohne Kabel mit sich bringt.

Die Energie kommt aus dem Schreibtisch

Der YouTuber Matthew Perks hat uns auf seinem YouTube-Kanal DIY Perks schon mit einem selbstgebauten Laptop mit 3 Bildschirmen beeindruckt. Jetzt stellt er ein Bastelprojekt vor, das die Kunst des Kabelmanagements komplett unnötig machen könnte: ein kabelloses Schreibtisch-Setup.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle findest du einen externen Inhalt von YouTube, der den Artikel ergänzt.
Du kannst ihn dir mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.

Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte von YouTube angezeigt werden.

Personenbezogene Daten können an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Link zum YouTube-Inhalt

Ein integraler Teil seines kabelfreien Setups ist der Schreibtisch. Denn aus dem kommt der Strom. Aber wenn ihr jetzt denkt, das funktioniert ein bisschen wie das Wireless Charging eines Handys, dann liegt ihr falsch.

Perks verwendet eine Technik namens 3D Wireless Power Delivery, die ein weiträumigeres, unsichtbares Energiefeld erzeugt. Im Gegensatz zum Handy-Laden muss man hier Geräte nicht exakt auflegen; sie werden im gesamten Bereich des Tisches drahtlos mit Energie versorgt.

Um das Setup zu bauen, geht er folgendermaßen vor:

  • Der Tisch: Zuerst schneidet er aus Sperrholz die Grundform des Schreibtisches aus und fräst Kanäle sowie Aussparungen für die Steuerungseinheit und den drahtlosen Power-Ring ein. Der Ring wird später das Energiefeld erzeugen. Den Tisch verkleidet er dann mit hübscherem Holz.
  • Ein verborgener PC: Unter der Tischplatte schafft er Platz für ein Framework-Mainboard und dessen Stromversorgung. Kleine Lüfter sorgen dafür, dass alles gut gekühlt wird, obwohl es unsichtbar verbaut ist.
  • Die Drahtlos-Geräte: Maus, Tastatur, selbstgebaute Lautsprecher und eine Tasse Kaffee erhalten ihre Energie direkt vom Tisch. Beim Monitor wird es besonders beeindruckend: Er bekommt nicht nur Strom, sondern auch das Videosignal kabellos vom Tisch, was ihn völlig frei positionierbar macht.
    Allerdings: Die kabellosen Geräte funktionieren entsprechend nur auf dem Tisch. Bewegt Perks etwa eine Lampe zu weit vom Tisch weg, geht sie aus.
  • Ein einziges Kabel, gut versteckt: Die Tischbeine verbergen das einzige Netzkabel, das den gesamten Schreibtisch und den PC mit Strom versorgt.

Der Nachteil an der Energie aus dem Tisch: Das System hat eine Grundlast, der Sender im Tisch verbraucht immer mindestens 10 Watt Strom – egal, wie viele Geräte angeschlossen sind. Das wäre, wenn nur Maus und Tastatur über die 3D kabellose Stromversorgung laufen, ziemlich verschwenderisch.

Und auch über den Wirkungsgrad der drahtlosen Stromversorgung sagt Perks nicht. Es ist bei so einem induktiven Ladesystem allerdings davon auszugehen, dass der Strom nicht ganz so effizient übertragen wird, wie über Kabel.

Fazit: Spielerei oder Zukunft des Arbeitsplatzes?

Perks Setup sieht definitiv futuristisch aus und bringt uns dem Wunsch eines kabelfreien Schreibtisches ein Stückchen näher.

Allerdings kommt es mit der komplexen Bauweise und etwa der Tatsache, dass die einzelnen Geräte auch nur auf dem Schreibtisch funktionieren, recht unpraktisch daher. Perks selbst verwendet für den Aufbau ein Evaluation Kit, erwähnt aber nicht, von welchem Hersteller.

Kurzgesagt: Bis zum kabellosen Schreibtisch-Setup für jedermann gibt es noch einige Hürden zu überwinden.

Bis dahin könnt ihr eure Zeit noch damit verbringen, euer Kabelmanagement zu perfektionieren.

Was meint ihr dazu? Könntet ihr euch so ein kabelloses Setup für eurer Zuhause vorstellen? Oder seht ihr noch ein paar Probleme, die wir vielleicht übersehen haben? Schreibt uns eure Meinung und Erfahrungen in die Kommentare!

zu den Kommentaren (11)

Kommentare(12)
Kommentar-Regeln von GameStar
Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.