50% aufs erste Jahr – nur für kurze Zeit!

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YouTuber quält sich selbst mit Elektroschocks, damit sein Körper »Autoaim« in Shootern bekommt

Ein YouTuber entwickelt einen ebenso genialen wie schmerzhaften Aim-Assist, der seine eigenen Muskeln per Elektroschock steuert.

Mit Elektroschocks schneller und besser in CS2 zielen? Das funktioniert tatsächlich – allerdings mit Nebenwirkungen. Mit Elektroschocks schneller und besser in CS2 zielen? Das funktioniert tatsächlich – allerdings mit Nebenwirkungen.

Ein YouTuber hat eine ebenso faszinierende wie fragwürdige Methode entwickelt, um seine Reaktionszeit in E-Sports-Titeln zu verbessern: Er überlässt die Steuerung seiner Muskeln einem Computer, der sie per Elektroschock zum Zielen und Schießen zwingt, um unmenschliche Geschwindigkeiten zu erreichen.

Die Technik hinter dem Schmerz

Der YouTuber und Bastler Basically Homeless, der kürzlich seinen 30. Geburtstag feierte, sah sich mit der Realität konfrontiert, dass die menschliche Reaktionszeit mit dem Alter immer weiter abnimmt. Anstatt dies zu akzeptieren, beschloss er, das Problem mit etwas Erfindungsreichtum zu lösen.

Seine Idee: Die Signale des Gehirns an die Muskeln zu »kapern« und durch schnellere, computergesteuerte Impulse zu ersetzen.

Der Aufbau ist komplex und besteht aus mehreren Komponenten:

  • Ein PC, auf dem eine KI-Bilderkennungssoftware läuft, die Gegner auf dem Bildschirm identifiziert.
  • Ein Einplatinencomputer (genauer gesagt ein Raspberry Pi), der die Signale der Software verarbeitet und in Befehle umwandelt.
  • Ein medizinisches EMS-Gerät (Elektrische Muskelstimulation), das gezielte Stromstöße an Elektroden sendet, die auf dem Arm des Spielers platziert sind.
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Sobald die KI einen Gegner erkennt, berechnet sie dessen Position relativ zum Fadenkreuz und sendet über den Raspberry Pi einen Befehl an das EMS-Gerät.

Das löst einen Stromstoß aus, der den entsprechenden Muskel im Arm des Spielers kontrahieren lässt und die Maus so in Richtung des Ziels bewegt – alles in einem Bruchteil der Zeit, die das Gehirn benötigen würde.

Warnhinweis der Redaktion

Das im Video gezeigte Experiment wurde von einer Person mit tiefgehenden Fachkenntnissen in Elektronik und Programmierung durchgeführt. Wir raten ausdrücklich und mit allem Nachdruck davon ab, derartige Versuche nachzuahmen. Der Umgang mit elektrischem Strom am eigenen Körper ist extrem gefährlich und kann zu schweren gesundheitlichen Schäden, Verbrennungen oder sogar zum Tod führen.

Solltet ihr oder jemand, den ihr kennt, mit selbstverletzendem Verhalten oder psychischen Belastungen zu kämpfen haben, zögert bitte nicht, euch professionelle Hilfe zu suchen. Es gibt Menschen, die euch helfen wollen und können.

Die Telefonseelsorge ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr erreichbar unter den Rufnummern 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222.

Zwischen übermenschlicher Reaktion und Kontrollverlust

Die ersten Tests waren vielversprechend und zugleich problematisch. Das System erreichte Reaktionszeiten von unter 100 Millisekunden, ein Wert, der weit unter dem menschlichen Durchschnitt von circa 200 Millisekunden und selbst unter dem von Top-Profis (etwa 150 Millisekunden) liegt.

Allerdings hatte die Methode massive Nachteile: Die durch die Stromstöße ausgelösten Muskelzuckungen waren unpräzise und schmerzhaft, was dazu führte, dass das Fadenkreuz das Ziel oft verfehlte. Zudem traten technische Schwierigkeiten wie eine hohe Latenz des Raspberry Pi auf, die den Geschwindigkeitsvorteil teilweise wieder zunichtemachten.

Um diese Probleme zu lösen, wurde das System überarbeitet: Eine neue Grafikkarte (Nvidia GeForce RTX 4090) löste die Latenzprobleme und eine speziell für Counter-Strike 2 trainierte KI lernte zudem, präzise zwischen Freund und Feind zu unterscheiden.

Als wäre das nicht genug, entwickelte der YouTuber zusätzlich einen »neuromuskulären Triggerbot«, der den Abzugsfinger per Stromstoß betätigt, sobald das Fadenkreuz über dem Kopf eines Gegners schwebt.

Video starten 1:29:39 Wer braucht denn noch Counter-Strike 2?

Ein schmerzhafter Test im Online-Matchmaking

Weil der Erfinder findet, es handle sich nicht um Cheating, da es seine eigenen Muskeln seien, die die Arbeit verrichten, testete er sein System im öffentlichen Matchmaking von Counter-Strike 2. Die Erfahrung beschreibt er als äußerst intensiv und vergleichbar mit einem permanenten »Jump Scare«, da sein Arm jederzeit unwillkürlich zucken konnte.

In einigen Situationen funktionierte der Apparat erstaunlich gut und verschaffte ihm klare Vorteile, indem er schneller auf plötzlich auftauchende Gegner reagierte, als es ihm möglich gewesen wäre. In anderen Momenten reagierte das System jedoch fehlerhaft auf Teamkameraden oder harmlose Objekte.

Das Fazit des YouTubers ist zwiegespalten: Technologisch gesehen hat das Konzept das Potenzial, die Reaktionszeit mit präziserer Technik auf unter 50 Millisekunden zu drücken. Für den praktischen Einsatz ist es laut dem Erfinder jedoch komplett ungeeignet. Das Ganze ist zu schmerzhaft und unkontrollierbar, sodass er es niemandem für den alltäglichen Gebrauch empfehlen würde.

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