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28 Years Later 2: Gefühlt gerade noch im Kino, jetzt schon auf Netflix: Lohnt sich The Bone Temple? Unsere Filmkritik verrät's

Vali fand 28 Years Later schon super, jetzt ist schon Teil 2 da. Und The Bone Temple dürfte seiner Meinung nach selbst diejenigen abholen, die vom ersten Film enttäuscht waren.

Ab dem 15. Januar 2026 könnt ihr euch von The Bone Temple persönlich ein Bild in den Kinos machen. Bildquelle: Sony Ab dem 15. Januar 2026 könnt ihr euch von The Bone Temple persönlich ein Bild in den Kinos machen. Bildquelle: Sony

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Jetzt auch auf Netflix (Update vom 26. April 2026)
Nachdem 28 Years Later The Bone Temple erst im Januar 2026 im Kino lief, gibt's jetzt bereits ein Streaming-Angebot in der Flatrate: Ab sofort könnt ihr den gefeierten Schocker bei Netflix schauen. Wir featuren deshalb erneut unsere spoilerfreie Filmkritik vom Beginn des Jahres.

In 28 Days Later dominiert ein Wut-Virus Großbritannien, der dafür sorgt, dass sich Infizierte gegenseitig die Köpfe einschlagen. Schaut man sich die Diskussionen zu 28 Years Later an, könnte man meinen, die Krankheit wäre von der Leinwand in die Online-Foren übergeschwappt.

Der Auftakt einer neuen Trilogie hat die Fans der kultigen Zombie-Reihe regelrecht gespalten. Und ich verstehe es. Denn der neueste Film des Regie/Autoren-Duos Danny Boyle und Alex Garland war wirklich nicht das, was ich erwartet hatte: Statt einer (neuen) neuen Revolution des Genres um die lebenden Toten, bekam ich eine Geschichte um Liebe, den Tod und was es bedeutet, erwachsen und ein Mann zu werden.

Das Ding ist: Bei mir hat 28 Years Later voll gezündet. Wie sich Garland mit der Geschichte und Boyle mit seinen filmischen Tricks austobt, hat mich komplett in den Bann gezogen. Andere waren davon enttäuscht oder zumindest irritiert.

Jetzt - und damit nur etwas mehr als sechs Monate später - steht mit The Bone Temple schon die direkte Fortsetzung an. Und für mich ist klar: Unabhängig davon, ob ihr 28 Years liebt oder hasst, kommt ihr hier definitiv auf eure Kosten.

Vali Aschenbrenner
Vali Aschenbrenner

Über den Autor: Vali mag schnelle Zombies und langsame Zombies, dumme Zombies und schlaue Zombies, frische und längst vergammelte Zombies. Zombies in Film und TV, Zombies in Buch und Comics, Pixel- und hochauflösende Zombies. Zombies aus dem All und Zombies aus dem Labor. Zombies von unter der Erde und Zombies mitten unter uns. Zombies werden für Vali einfach nicht langweilig. Müsste er sich für einen Weltuntergang entscheiden, dann die Zombie-Apokalypse.

Worum geht es in 28 Years Later?

The Bone Temple schließt recht nahtlos an 28 Years Later an, sucht sich aber neue Hauptfiguren. Soll heißen: Spike (Alfie Allen) spielt immer noch eine Schlüsselrolle, doch die Geschichte konzentriert sich nun auf zwei völlig unterschiedliche Figuren, die sich auf direktem Kollisionskurs befinden.

So fristet Dr. Ian Kelso (Ralph Fiennes) weiterhin ein einsames Dasein in seinem Knochentempel, dessen bizarre Beziehung zu dem Infizierten-Alpha Samson (Chi Lewis-Parry) eine faszinierende neue Wendung nimmt. Keine Spoiler!

Währenddessen zieht der Kultführer Sir Jimmy Crystal (Jack O’Connell) mit seinen Jimmies auf einen blutigen Feldzug durch die Überreste Englands, dem sich auch Spike wider Willen anschließt - ihm bleibt schlichtweg keine andere Wahl. Und seid schon mal gewarnt: Was Jimmy und Jimmies als sogenannte Wohltaten an andere Überlebende ausschenken, hui, das zwiebelt.

Video starten 2:28 28 Years Later 2: Im neuen Trailer zu The Bone Temple sind die Wut-Zombies längst nicht mehr die größte Bedrohung

Für wen ist The Bone Temple interessant?

Fiennes und O’Connell dominieren diesen Film. Ihre beiden Charaktere bescheren dem Universum von 28 Days Later neue, verstörende und unheimlich intensive Facetten, die wir in dieser Form im Zombie-Genre noch nicht gesehen haben. (Jaja, hier geht’s um Infizierte und keine Untoten. Aber ihr wisst, was ich meine …)

Mit ihren Charakteren, die unterschiedlicher kaum sein könnten, spielen sich die beiden Weltklasse-Schauspieler gegenseitig an die Wand, während The Bone Temple kaum eine Verschnaufpause zulässt. Und zwar nicht, weil etwas eine Action-Passage die nächste jagt, sondern weil Regisseurin Nia DaCosta eine zum Zerschneiden dicke Atmosphäre erzeugt.

Im direkten Vergleich zu The Bone Temple ist 28 Years Later jedoch wesentlich zurückhaltender und nicht ganz so experimentierfreudig. So gibt es keine Einspieler von Kriegsaufnahmen oder aus Kinderserien mehr. Stattdessen ist die Fortsetzung konventioneller, aber nicht minder abgedreht und brutal. Und genau das dürfte eben die Leute ansprechen, die mit Teil 1 nicht so recht warm wurden.

Wer außerdem 28 Years Later für seine wilde Endsequenz noch verurteilt hat, wird schnell feststellen, dass es auf all die haarsträubenden Fragen tatsächlich ziemlich stimmige und mindestens genauso befriedigende Antworten gibt. (Damit sind nicht nur die Tracksuit-Power-Rangers gemeint.)

Eine kleine Warnung muss ich aber noch aussprechen. The Bone Temple ist vor allem eins:  Das Mittelstück einer Trilogie. Das Ende bleibt also vergleichbar offen wie das von 28 Years Later und hat mich mit einer großen Ungeduld auf mehr im Kinosessel zurückgelassen. Zum Glück hat Teil 3 bereits grünes Licht, wird aber nicht ganz so schnell wie das direkte Sequel folgen.

Boyle und Garland hatten die 28-Years-Later-Saga von Anfang an als Trilogie konzipiert, Boyle und DaCosta drehten ihre jeweiligen Filme parallel zueinander. (Deswegen folgte der Kinostart von Teil 2 ja auch so flott.)

Sollte das große Finale, bei dem Boyle wieder die Zügel in der Hand hat, das vorgelegte Niveau halten, dann bekommen wir eine der besten neuen Filmtrilogien überhaupt.

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