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Seite 2: 60 Parsecs! im Test - Mit Suppe durch die Galaxis

Ein fragwürdiges Rezept

60 Parsecs! ist rundenbasiert und teilt sich in Tage auf. Pro Tag dürfen wir eine Entscheidung treffen und Suppe (gegen Hunger und Durst), Erste-Hilfe-Kästen (gegen Verletzungen) oder Sockenpuppen (wenn jemand wahnsinnig ist) verteilen. Wir entscheiden zum Beispiel, ob wir eine alte Suppendose noch öffnen wollen oder sie lieber entsorgen. Oder welches Material für die Luftschleusen-Reparatur benutzen. Über den Erfolg entscheiden die unterschiedlichen Charakterwerte (Agilität, Stärke, Intelligenz), oder ob wir das richtige Item parat haben. Manchmal stehen aber auch nur »Ja« und »Nein« oder Personen zur Auswahl. Direkt bei unseren Figuren sehen wir Hinweise, wie sie sich fühlen und ob sie hungrig sind.

Für unsere All-Odyssee steht nur zur Verfügung, was wir an Crew und Material von der Raumstation gerettet haben. Deshalb beginnt auch kein Spieldurchlauf identisch, was für Wiederspielwert sorgt. Neue Items und Ressourcen kommen aber mit der Zeit durch Entscheidungen und Planetenerkundung hinzu oder fallen weg. Es gibt auch ein Crafting-System, über das wir Items bauen, verbessern oder zerlegen können. Das entpuppt sich auch als taktische Komponente, etwa wenn wir überlegen, ob wir das Feuerzeug für Komponenten zerlegen. Brauchen wir die das Zippo dann in einer Entscheidung, haben wir Pech.

Das Crafting-System ist etwas untererklärt.Das Crafting-System ist etwas untererklärt.

Das Crafting selbst wirkt allerdings wenig durchdacht. Das geht damit los, dass man aus Feuerzeugen Suppe machen kann. Oder man zerlegt Dinge und erhält andere Einzelteile als die ursprünglichen Komponenten. Oft kann man etwas nicht craften, obwohl man eigentlich das nötige Material hätte, weil die System-Stufe unserer Crafting-Anlage (wir können sie mit Material verbessern) nicht hoch genug ist. Wirklich kommuniziert wird das vom Spiel aber nicht. Genauso wenig, wie viele Ressourcen man noch übrighat. Dadurch passiert es leicht, dass man in einer Sackgasse landet.

Außerdem darf nur ein Crew-Mitglied das Raumschiff überhaupt verlassen, als Kapitän müssen wir bleiben. Wir wählen einen Ort und die Ausrüstung aus, dann ist unser Begleiter ein paar Tage weg, während wir den immer gleichen Raum sehen, was schnell etwas öde wird.

Gemein: Nur unsere Crew-Mitglieder dürfen Planeten erkunden.Gemein: Nur unsere Crew-Mitglieder dürfen Planeten erkunden.

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Scheitern gehört dazu

Dass man selbst nicht raus darf, wird auch schnell zum Problem, wenn das letzte Crew-Mitglied stirbt. Das kann durch Entscheidungen, Verletzungen, Hunger oder auf Erkundungen passieren. Dann müssen wir eigentlich neustarten, weil wir kaum noch an neue Ressourcen gelangen. Man kann natürlich noch weiterspielen, bis die Ressourcen ganz ausgehen und man stirbt, so richtig befriedigend fühlt sich das aber nicht an. Tritt der Kapitän ab, hat das ein sofortiges Game Over zur Folge, auch wenn andere Crew-Mitglieder noch leben.

Zu unserem Ärger sehen wir das Ende oft nicht kommen oder können es nicht verhindern. Beispielsweise, wenn uns ein bestimmtes Item fehlt und wir nicht wissen, wie wir dran rankommen. Einmal sollten wir zum Beispiel eine Schaufel auftreiben, um einen Tunnel zu graben. Weil unser einziges Crew-Mitglied tot war, wir keine besaßen und auch nicht die nötigen Ressourcen hatten, um eine zu craften, waren wir zum Scheitern verurteilt.

Manchmal zieht auch eine Entscheidung absurde Folgen nach sich. Einmal finden wir zum Beispiel ein Gasleck und halten idiotischerweise ein Feuerzeug dran. Aus unerfindlichen Gründen überleben wir und werden vom Spiel belohnt. Ein anderes Mal wollen wir mit eine fremden Spezies per Funk (!) kommunizieren und werden trotzdem in unserem Raumschiff von einem Laserstrahl getroffen und getötet.

All das erscheint willkürlich, was uns dazu zwingt, über mehrere Spieldurchgänge die Lösungen auswendig zu lernen. Mit mehr Wissen in neue Durchgänge zu starten, gehört zum Charme eines Roguelikes, aber hier kommt oft unnötiger Frust auf.

Immerhin gibt es einen Tutorial-Modus mit mehr Ressourcen, der den Einstieg erleichtert oder Szenarien mit zufälligem Start. Außerdem darf man nach dem ersten Versuch zwischen fünf Charakteren wählen. Weil bei 60 Parsecs! das immer wieder neu anfangen dazugehört, sind die Probleme zum Glück nicht ganz so schlimm. Das nächste Weltraumabenteuer ist ja nur einen Klick entfernt.

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