50% aufs erste Jahr – nur für kurze Zeit!

50% aufs erste Jahr – nur für kurze Zeit!

98 Prozent auf Steam: Eine der besten Cyberpunk-Geschichten hätte ich fast verpasst!

Dimi hat nach fünf Jahren ein Cyberpunk-Juwel nachgeholt, das ihn genau dort überrascht, wo er es am wenigsten erwartet: bei der Story.

Cyberpunk-Sprawl, korrupte Konzerne, private Militärs – Katana Zero hat alle Zutaten eines guten Cyberpunk-Albtraums. Cyberpunk-Sprawl, korrupte Konzerne, private Militärs – Katana Zero hat alle Zutaten eines guten Cyberpunk-Albtraums.

Eigentlich wollte ich nur das Hirn ausschalten, mein neues Steam Deck über ein paar freie Tage hinweg einweihen – einfach mal wieder durch ein paar Arcade-Level flitzen, coole Action-Stunts vollführen, ein paar bösen Böslingen die Rübe redekorieren. Und was spuckt mein Pile of Shame für mich aus? Katana Zero! Ein Spiel, in dem ich als Hightech-Ninja durch ein paar Arcade-Level flitze, coole Action-Stunts vollführe und, ja, bösen Böslingen die Rüb... ihr versteht, worauf ich hinaus will.

Zumindest schreibt sich Katana Zero das auf die Verpackung. Auf Steam brilliert der Action-Hit von 2019 mit sage und schreibe 98 Prozent positiven Bewertungen bei 60.000 Stimmen. Im Marketing-Blurp heißt es:

Katana Zero ist ein stilsicher umgesetzter Action-Plattformer im Neo-Noir-Stil mit halsbrecherischer Action und todbringenden Kämpfen.

Womit ich nicht gerechnet habe: Dass ausgerechnet die Story dieses 3-Stunden-Spiels mich so begeistern würde.

Wie funktioniert Katana Zero?

Aber erstmal reden wir über Action. Guckt euch das mal an:

Video starten 1:02 Katana Zero zeigt im Release-Trailer fetzige Cyberpunk-Action

In Katana Zero spielt ihr einen Samurai mit – haltet euch Fest – Katana, der als Auftragskiller diverse 2D-Levels von Gangstern befreit. Obwohl ihr einen entsprechend berüchtigten Ruf genießt, haut den Samurai schon ein laues Lüftchen um: Ein einziger Treffer genügt. Wer also stumpf einem Gewehrschützen entgegensprintet, bekommt fix ein unangenehmes Loch getackert.

Aber ihr habt ein paar Tricks auf eurer Seite: Der Katana-Killer kann zum Beispiel die Zeit verlangsamen, heranfliegende Kugeln mit dem Katana physikalisch korrekt zurückschlagen und unverwundbare Dashs aneinanderketten. Ähnlich wie Hotline Miami will das Spiel aber, dass ihr scheitert: Beißt ihr ins Gras, geht's quasi übergangslos wieder von vorne los. Der Flow soll nie unterbrochen werden.

Klingt simpel und flott, spielt sich simpel und flott. Doch dieses ganze Scheitern ist auf faszinierende Weise mit der Story des Spiels verzahnt.

Wieso ist diese Story so toll?

Viele der besten Cyberpunk-Geschichten werfen diverse Zutaten in einen Topf: Korrupte Regierungen und Konzerne vor einer neonfarbenen Kulisse, ein Mischmasch aus Kulturen, Nationen, Gesinnungen, außerdem natürlich die große Frage, was den Menschen überhaupt ausmacht – und was danach kommt. All das bietet Katana Zero.

Euer Samurai hat eine düstere Hintergrundgeschichte, die sich Mission für Mission entfaltet. Euer Samurai hat eine düstere Hintergrundgeschichte, die sich Mission für Mission entfaltet.

Streng genommen spielt ihr zum Beispiel gar nicht die Missionen selbst, sondern ... okay, jetzt müsst ihr kurz bei mir bleiben: Ihr spielt, wie sich euer Killer einen optimalen Run durch ein Level vorstellt. Wenn ihr also abnippelt, dann ist das bloß eine von vielen (in dem Fall gescheiterten) Vorstellungen eures Samurais. Schafft ihr es hingegen bis ganz zum Ende, dann bekommt ihr zum Abschluss nochmal eine Bandaufzeichnung, wie euer Katanaschwinger dann in echt genau euren Eingaben durchs Level folgt und ..., ich weiß, mir schwillt auch der Kopf.

Katana Zero geht noch weiter. Dass ihr so ein Schlaubischlumpf seid, liegt an einer speziellen Droge, die euch euer Therapeut verabreicht, der – und da kommen die Konzerne ins Spiel – zu einer korrupten Organisation gehört. Und dann plagen euch noch Flashbacks aus einer Art Konzernkrieg, in der ihr selbst als Soldat gekämpft habt und, und, und.

Nach jeder Mission habt ihr eine Therapiesitzung, doch der Kollege Doktor treibt sein ganz eigenes Spielchen. Nach jeder Mission habt ihr eine Therapiesitzung, doch der Kollege Doktor treibt sein ganz eigenes Spielchen.

Auch dass ihr die Zeit verlangsamen und manipulieren könnt, gehört zur Geschichte. Und gegen wen kämpfe ich hier eigentlich wirklich? Und warum? Und was passiert, wenn ich diese Droge absetze?

Katana Zero führt euch in den ersten zwei, drei Levels auf die völlig falsche Fährte. Erst danach fächert sich die Geschichte auf, führt die eigentlichen Akteure ein und am Ende hockt ihr vor dem Abspann und wollt einfach nur mehr.

Leider gehört auch das zur traurigen Wahrheit: Katana Zero ist bloß der Auftakt einer größeren Geschichte, die seit fünf Jahren auf ihre Fortsetzung wartet. Um den Solo-Entwickler ist es sehr still geworden, das letzte vage Update zu einem geplanten kostenlosen Story-DLC erschien im August 2024, davor herrschte aber bereits jahrelange Funkstille. Hoffentlich ändert sich das.

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