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Seite 4: Age of Conan: Unchained im Test - Was ist das beste Leben?

Kontrollbesuch im Juli 2008

In fast zwei Monaten hat sich in Hyboria einiges getan: Gildenburgen sprießen aus dem Boden, Charaktere tanzen und Frauen werden benachteiligt.

Als Arnold Schwarzenegger in der Rolle des Conan gefragt wird, was das Schönste im Leben eines Mannes sei, antwortet er eloquent: »Zu kämpfen mit dem Feind, ihn zu verfolgen und zu vernichten und sich zu erfreuen am Geschrei der Weiber!« Weibergeschrei gibt es momentan auch in Age of Conan reichlich zu hören. Es ist kein Freudengeschrei, denn Frauen werden im Online-Rollenspiel klar benachteiligt.

Denken Sie nichts Falsches, es geht nicht um Sexismus oder Intoleranz – die meisten weiblichen Charaktere werden sowieso von Männern gespielt. Es geht um ein Balance-Problem. Ein findiger Spieler hat bemerkt, dass sein weiblicher Charakter weniger Schaden pro Sekunde austeilt als ein entsprechender männlicher. Der Entwickler Funcom hat prompt reagiert und bestätigt, dass Heldinnen tatsächlich im Bezug auf Kombo-Schaden unbeabsichtigt benachteiligt sind. Der Grund sind unterschiedlich lange Animationssequenzen der beiden Geschlechter; somit schlägt eine Frau etwas langsamer zu, weil die Animation länger dauert.

Die Quest-Reihen folgen spannenden Geschichten. In Cimmerien etwa führen wir durch zwei Regionen hindurch Kämpfe gegen die Vanir. Der Schwierigkeitsgrad steigt dabei stetig an. Die Quest-Reihen folgen spannenden Geschichten. In Cimmerien etwa führen wir durch zwei Regionen hindurch Kämpfe gegen die Vanir. Der Schwierigkeitsgrad steigt dabei stetig an.

Das Problem ist bekannt und wird momentan behoben, die Lösung soll in einem großen Patch gegen Ende Juli eingefügt werden. Soviel Zeit muss sein, weil laut Funcom knapp 1.000 Animationen überarbeitet werden müssen. Trotzdem lohnt es sich auch weiterhin, einen weiblichen Charakter zu spielen – Frauen sehen beim Tanzen einfach viel besser aus als Männer. Age of Conan bietet Ihnen jetzt neue Möglichkeiten, Ihren Charakter das Tanzbein schwingen zu lassen. Dabei schauen Sie nicht einfach einer Animation zu, sondern können, wie bei einer Kombo-Attacke auch, selbst verschiedene Tanzschritte ausführen. Das ist für den Spielverlauf nicht unbedingt wichtig, aber es macht die Atmosphäre noch ein Stück dichter.

Glückliche Wächter

Während unserer Testphase unterbrach das Entwicklerteam den Spielbetrieb von Age of Conan noch zweimal pro Woche, um Änderungen vorzunehmen. Seit dem 1. Juli brauchen Sie nur noch einmal pro Woche eine Ersatzbeschäftigung – die Wartungsarbeiten finden jetzt nur noch Mittwochmorgens statt.

Spieler der Wächterklasse werden das Problem kennen: Ständig ragte die Stangenwaffe in Teile der Umgebung. Die Piken und Hellebarden waren schlicht zu lang. Also hat Funcom sie verkleinert, was jedoch teilweise lächerlich aussah, weil die Waffen nun nur noch fingerdick waren. Ein weiterer Patch brachte Abhilfe, indem er nur die Schäfte kürzte und die ursprüngliche Größe der Prügel wiederherstellte. Eine andere Änderung betrifft gesockelte Gegenstände: In der Version, die wir getestet haben, stürzte das Spiel ab, sobald wir auch nur versucht haben, einen gesockelten Gegenstand näher zu betrachten. Dieser Fehler gehört der Vergangenheit an.

Traurige Handwerker

Ein Handwerk zu erlernen ist ein langwieriger Prozess – sowohl im wirklichen Leben als auch in Age of Conan. Im Online-Spiel wird dieser Vorgang jedoch noch zusätzlich von nervigen Fehlern verlangsamt. Der Lehrer für unseren Beruf gibt uns die Aufgabe, bestimmte Gegenstände herzustellen; das wäre an sich kein Problem, wenn die gewünschten Werkstücke in der Quest-Beschreibung nicht anders hießen als in unserem Handwerks-Menü.

Des Weiteren gibt es Probleme mit den speziellen Aufgaben in den Ressourcen-Gebieten, von denen wir immer nur eine pro Tag erledigen dürfen. Es hat sich der kleine Fehler eingeschlichen, dass es möglich sein kann, mehrere von diesen Quests gleichzeitig anzunehmen – das führt dazu, dass das Spiel Ihnen von nun an verwehrt, jemals wieder eine solche Aufgabe zu erfüllen. Hinzu kommt, dass wir als Solo-Spieler keine Chance haben, es in unserer Zunft zu etwas zu bringen. Die höherwertigen Produkte, die wir ab Stufe 70 produzieren müssen, erfordern Gebäude, die nur in Gildenstädten gebaut werden können. Prinzipiell ist die Idee nicht schlecht, Warenkreisläufe so zu planen, dass Spieler zusammenarbeiten müssen – Spielern ohne Gilde die Möglichkeit vorzuenthalten, ein Handwerk zu meistern, schießt jedoch weit über das Ziel hinaus. Dieses System bedarf einer gründlichen Überarbeitung. Trostpflaster: Die Lehrer geben Ihnen nun die Gegenstände zurück, die Sie für eine Handwerker-Quest gebaut und abgegeben haben.

Flinke Pferde

Hoch zu Ross sind auch längere Strecken flott zu bewältigen, vor allem, weil mit dem Patch vom 12. Juni sowohl die Belagerungstiere als auch alle Pferde einen deutlichen Geschwindigkeitsschub erhalten haben. So ist jetzt ein normales Pferd in der ersten Gangart so schnell wie ein rennender Spieler und im Galopp noch mal deutlich schneller.

Zu den größeren Änderungen gesellen sich viele kleine, die das Leben in Hyboria verbessern: So hat Funcom die Preise für Gebäudepläne gesenkt und die nahezu funktionsuntüchtige Arena repariert, sodass Sie jetzt in einer eigenen Instanz kämpfen. Außerdem erzeugen Heilzauber nun keinen Hass mehr; ein Angehöriger der Priesterklassen kann so heilen, ohne dass Feinde auf ihn aufmerksam werden. Das ist ungewöhnlich für ein Online-Rollenspiel, und es muss sich erst noch zeigen, inwiefern dieses Konzept aufgeht. World of Warcraft etwa erfordert im Gegensatz zu Age of Conan deutlich mehr Taktik in größeren Kämpfen, auch weil sich die Krieger darum kümmern müssen, dass ihre Heiler überleben.

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