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Seite 3: Age of Conan: Unchained im Test - Was ist das beste Leben?

Langweiler

Im Duell Gruppe gegen Bossmonster geht die Taktik des Kampfsystems schnell flöten: Um die starken Kontrahenten in die Knie zu zwingen, umringen die Nahkämpfer den Feind und lassen so viele Kombos wie möglich los, während die Fernkämpfer aus der Distanz das Gleiche tun – komplexe Manöver, wie WoW-Spieler sie gewöhnt sind, um besonders harte Gegner zu knacken, sind in Age of Conan bislang selten nötig.

Besonders Heiler haben eher wenig zu tun: Gezielte Frischzellenkuren für extrem angeschlagene Verbündete gibt’s nicht, stattdessen verarzten die Mitrapriester die ganze Gruppe per Flächenzauber. Außerdem ist nach vielen solchen Schlachten die Enttäuschung groß: Die Bosse lassen mal gar nichts, mal nur alten Schrott als Beute fallen. Allerdings gilt auch hier, was auf nahezu alle Aspekte von Age of Conan zutrifft: Funcom arbeitet unablässig an der Balance des Spiels und der Klassen.

In der Arena von Aquiloniens Hauptstadt Tarantia kämpfen wir gegen...he! Wo schauen Sie denn hin?! In der Arena von Aquiloniens Hauptstadt Tarantia kämpfen wir gegen...he! Wo schauen Sie denn hin?!

Age of Conan ist, wie auch WoW, im steten Wandel. Kurz vor Redaktionsschluss kündigten die Entwickler die Verbesserung der Beute (Loot) an, und tatsächlich erbeuteten wir in einer der letzten nächtlichen Spiele-Sessions für diesen Artikel erheblich höherwertige Gegenstände als zuvor – selbst von einfacheren Gegnern.

Schrotthändler

Selbst wenn Sie eine tolle Waffe ergattern, wissen Sie oft nicht, wie super die nun eigentlich wirklich ist. Viele der Gegenstände bescheren Boni auf Attribute wie Stärke, Intelligenz und dergleichen. Hohe Geschicklichkeit wirkt sich zum Beispiel auf die Schadensrate des Assassinen aus. Ob nun aber fünf Punkte Flammenschaden effektiver sind als fünf Punkte Extra-Geschicklichkeit, das verrät das Spiel nicht – eine Tabelle wie etwa in WoW, die je nach Ausrüstung unsere Kampfkraft berechnet, fehlt. Wir wählen unsere Quest-Belohnungen deshalb oft nach Bauchgefühl aus.

Oder danach, wie gut sie aussehen: Age of Conan bietet wunderschöne Ausrüstungsgegenstände, die selbst im knurrigsten Barbaren Modebewusstsein wecken. Allerdings ähneln sich die Objekte zu sehr: Ein normaler Krummsäbel lässt sich äußerlich nicht von seinem verzauberten Pendant mit doppeltem Schaden und fantastischen Attributen unterscheiden. Ein weiteres Ärgernis ist die Darstellung vieler Gegenstände im Inventar: Winzige Kritzelsymbole lassen kaum oder gar nicht erkennen, um was es sich überhaupt handelt. Das enthüllt erst der Mauszeiger.

Die Ausrüstungsgegenstände aus besonders schwierigen Quests sind meist aufwändiger gestaltet als die üblichen Waffen. Allerdings bekommen wir sehr oft Kram, dem wir schon entwachsen sind oder der unseren Mühen nicht gerecht wird: Ein paar läppische Heiltränke als Lohn für die Vernichtung eines ganzen Vanir- Dorfes? Lächerlich! Auch hier wird sich etwas tun müssen.

Banker

Ab Level 40 dürfen Sie Ihre Ausrüstung mit zwei von fünf Berufen selbst herstellen: als Waffenschmied, Rüstungsmacher, Edelsteinschleifer, Architekt oder Alchemist. Anstatt wie in WoW immer wieder ähnliche Gegenstände zu bauen, um die Berufsfertigkeit zu steigern, folgen Sie in Age of Conan Quests, in deren Verlauf Sie Dinge herstellen. Anschließend beherrschen Sie dann deren Fertigung. Dafür müssen Sie jedoch oft stundenlang den gleichen Rohstoff sammeln. Das nervt zwar ähnlich wie das Dauerbauen aus WoW, fühlt sich aber stimmiger an: Wer ein Schwert schmieden will, braucht eben genug Metall.

Der »Herold von Xotli« reißt seinen Feinden die Herzen heraus Der »Herold von Xotli« reißt seinen Feinden die Herzen heraus

Sie müssen Ihrem Lehrmeister zwar den jeweils ersten selbstgebauten Gegenstand überlassen, die Ausbildung ist jedoch (abgesehen vom Juwelenschleifen) wie fast alles in Hyboria kostenlos. Sie reisen gratis, und Ihre Ausrüstung verschleißt nicht, muss also nicht gegen Bares repariert werden. Was für die Spieler zunächst sehr angenehm ist, birgt langfristig die Gefahr der Inflation. Denn wer erst mal für drei Goldstücke sein Reittraining und sein Pferd bezahlt hat (ab Level 40), der nimmt stetig Geld ein, das er für das tägliche Leben in Hyboria eigentlich gar nicht braucht.

Das könnte früher oder später absurd hohe Preise im Auktionshaus mit sich bringen. Gilden haben dieses Problem allerdings nicht: In Age of Conan können die Spielervereine eigene Städte errichten, die Unmengen an Geld und Rohstoffen verschlingen, dafür aber den Mitgliedern Boni verschaffen. Wer etwa eine Kaserne baut, macht alle Spieler des Soldaten-Archetyps (Eroberer, Wächter, Dunkler Templer) zu besseren Kämpfern. Im Laufe des Jahres soll es sogar Festungen geben, die Spieler im PvP-Modus einander abjagen können.

Betatester

Wir selbst hatten zwar bis in die mittleren 60er immer genug Quests im Tagebuch und schon die ersten Aufträge in 70er-Gebieten, andere Spieler klagen allerdings, jenseits der 70 bekäme man keine Aufträge mehr und sei aufs »Grinden« angewiesen: aufs ziellose Erschlagen von Computergegnern, um Erfahrungspunkte zu ernten.

Die Gilde »Wächter der Weisheit« in ihrer für teures Geld selbstgebauten Siedlung Wisgard. Die Gilde »Wächter der Weisheit« in ihrer für teures Geld selbstgebauten Siedlung Wisgard.

Das können wir bislang nicht bestätigen, doch eins ist klar: Age of Conan ist noch lange nicht fertig. Während wir diesen Artikel schreiben, aktualisiert Funcom zweimal wöchentlich den Spielcode, um Fehler zu beseitigen, die es eigentlich gar nicht hätte geben dürfen. Dennoch hat Age of Conan in den letzten Wochen acht Redakteure völlig in seinen Bann gezogen. Eine derart stimmige Welt haben wir schon lange in einem Online-Rollenspiel gesucht, und das Kampfsystem macht die Gefechte auch nach dem tausendsten Mal noch spannend. Natürlich wird Funcom noch an Hyboria arbeiten müssen, aber wir spielen schon jetzt gerne auf der Baustelle. Und verzichten auf so manchen Komfort, erdulden die Widrigkeiten der Technik und ertragen die eine oder andere Entbehrung.

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