50% aufs erste Jahr – nur für kurze Zeit!

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Neues Amazon-MMO wurde wegen Qualitätsmängeln eingestellt, startet auf Steam jetzt aber doch mit fast 100.000 Spielern durch, nur die Reviews sind erwartungsgemäß desolat

Das von Tencent wiederbelebte MMO Blue Protocol legt zwar in puncto Spielerzahlen einen beachtlichen Start auf Steam hin. Doch die Nutzerrezensionen sind weniger euphorisch.

Blue Protocol: Star Resonance erinnert mit seiner Anime-Ästhetik vor allem an den Genre-Platzhirsch Genshin Impact. Blue Protocol: Star Resonance erinnert mit seiner Anime-Ästhetik vor allem an den Genre-Platzhirsch Genshin Impact.

Der Name Blue Protocol dürfte hierzulande nur den wenigsten Spielern etwas sagen. Kein Wunder, schließlich wurde die Entwicklung dieses MMOs mit Anime-Optik eigentlich im Spätsommer 2024 offiziell eingestellt.

Jetzt ist das Spiel allerdings unter neuem Titel auf Steam erschienen und zog in den ersten Tagen fast bis zu 100.000 Spieler gleichzeitig an. Doch wirklich überzeugen kann das Online-Spiel offenbar nicht. Wir klären, was dahintersteckt.

Was ist Blue Protocol?

Ursprünglich war Blue Protocol ein Anime-MMO, das vom japanischen Publisher und Entwickler Bandai Namco erdacht wurde. Das Spiel startete im Jahr 2023 in Japan und sollte eigentlich unter Beteiligung des Publishers Amazon Games dieses Jahr im Westen starten.

Doch im Sommer 2024 zog sich Amazon plötzlich zurück. Blue Protocol musste die Segel streichen und wurde im Januar 2025 eingestellt. Zur Begründung hieß es damals von den Entwicklern knapp: Wir haben hart an den Vorbereitungen für die Veröffentlichung gearbeitet, sind jedoch zu dem Schluss gekommen, dass es nicht möglich sein wird, einen Service anzubieten, der alle Spieler zufriedenstellt.

Insgesamt war das Spiel zu diesem Zeitpunkt bereits über acht Jahre in Entwicklung.

Video starten 2:15 Blue Protocol: Das neue MMO von Amazon zeigt seinen ersten Trailer

Der chinesische Publisher Tencent sah in dem Spiel allerdings Potenzial und erwarb die Rechte an Blue Protocol. Unter der Führung des Shanghaier Entwicklers Bokura Network Technology wurde in den letzten Monaten weiter an dem Spiel geschraubt und das Ergebnis jetzt unter dem neuen Namen Blue Protocol: Star Resonance kostenlos auf Steam und im Epic Games Store veröffentlicht.

Laut eigener Angabe könnt ihr in dem Spiel euren eigenen Helden erstellen, Teams bilden, Dungeons raiden, angeln, craften und erkunden. Klassische MMO-Beschäftigungen eben. Die Kombination dieser Mechaniken mit japanischer Anime-Optik reichte aus, um am Release-Wochenende rund 95.000 Spieler in der Spitze auf die Server von Blue Protocol: Star Resonance zu treiben (via SteamDB).

Doch deren Feedback fällt weniger euphorisch aus; nur 48 Prozent der rund 11.000 Spielerkritiken auf Steam sind positiv. Spieler bemängeln vor allem die undurchsichtige und vor allem schier unendliche Anzahl an Ingame-Währungen. Zwar ist das Grundspiel durchaus kostenlos, für beinahe alles Weitere bittet euch Star Resonance aber gesondert zur Kasse. Doch um die verschiedenen Währungen zu durchblicken, bedarf es fast schon einer Excel-Tabelle, so Steam-Nutzer AddAmmo.

Auch das Pacing wird kritisiert, denn aktuell bietet das MMO aus Sicht vieler Spieler schlicht zu wenig Content. Die Freischaltung neuer Quests und Inhalte sei an den Ablauf realer Zeit geknüpft. Erst nach einem Tag könnt ihr also in der Story weiter voranschreiten. Für viele Spieler ein klarer Grund, das Spiel nicht zu empfehlen.

Während das MMO auf dem asiatischen Markt mit dieser Mischung zwar Anklang finden dürfte, wird Blue Protocol: Star Resonance im Westen vermutlich schnell wieder von der Bildfläche verschwinden. Das liegt nicht nur am Anime-Artstyle. Auch das große Vorbild Genshin erfreut sich in Asien einer deutlich größeren Beliebtheit als hierzulande.

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