Bei den Prozessoren hat AMD mit dem Feature Infinity Fabric eine Möglichkeit entwickelt, über die einzelne, komplette CPU-Kerne miteinander kommunizieren und zusammenarbeiten können. Das wäre theoretisch auch mit Grafikchips denkbar, auch wenn hier der Zugriff auf den Videospeicher etwas komplizierter wäre.
Bei Prozessoren hilft hier das Betriebssystem. Noch unter dem inzwischen zu Intel gewechselten Radeon-Chef Raja Koduri hatte AMD angedeutet, dass es trotzdem möglich wäre, mehrere kleine und effiziente Grafikchips zu einer großen GPU zusammenzufassen.
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Navi ist ein einzelner Chip
Das war auch als Anspielung auf die nächste Grafikchip-Architektur Navi verstanden worden. Doch wie PCGamesN nun berichtet, wird Navi ein ganz normaler, großer Grafikchip. Das Problem sei nicht die Hardware, sondern die Software.
Schon die Unterstützung für AMDs Crossfire oder auch Nvidias SLI nehme ab und sei inzwischen fast tot. Software für Grafikchips, die aus vielen kleinen GPUs bestehen, wäre aber noch komplexer und die Spiele-Entwickler haben laut der Meldung schon kein Interesse daran, viele Ressourcen für Crossfire oder SLI zu verwenden. Mit einem Multi-Chip-Ansatz wäre das ähnlich.
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Entwickler für Profi-Software offener für Multi-Chip-GPUs
Der neue AMD-Grafikchef David Wang geht daher davon aus, dass entsprechende GPUs praktisch wie Crossfire innerhalb des Chips funktionieren müssten, aber für die Spiele-Entwickler wie ein großer, einzelner Grafikchip aussehen sollten.
Bei Software-Entwicklern für professionelle Zwecke gibt es solche Bedenken nicht und so könnte das Problem dazu führen, dass sich Grafikchips für Gamer und für High-End-Berechnungen weiter auseinanderentwickeln. Die grundsätzlichen Elemente würden laut Wang aber wohl weiterhin sehr ähnlich sein, die Chips selbst aber für verschiedene Einsatzzwecke optimiert.
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