Vor einigen Wochen wurde es offiziell: Anno 117 überarbeitet zum ersten Mal in 27 Jahren Seriengeschichte das Bauraster des Aufbauspiels. Es bleibt zwar ein integraler Bestandteil des Spiels, aber in Zukunft wird jede Baukachel zusätzlich noch in vier kleine Kacheln unterteilt.
Das hat zur Folge, dass zum ersten Mal nicht nur rechtwinklige Straßen gebaut werden können, sondern auch diagonale Wege möglich sind. So etwas hat es in Anno davor noch nie gegeben und das wirkt sich auf noch mehr Bereiche als den Straßenbau aus.
Im neuen Blog auf der Anno-Union geht das Team auf die Herausforderungen dieser Änderungen ein und sagt auch ganz offen: Das neue Raster vollkommen auszureizen, bringt Nachteile mit sich.
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Schiffsbau, Landeinheiten und kurvige Straßen: Anno 117 packt endlich aus!
Neuerung mit Nachteilen
Auch wenn das Raster in Anno 117 mehr Möglichkeiten bietet als noch in Anno 1800, solltet ihr euch gut überlegen, ob ihr das auch wahrnehmt. Anno ist seit jeher ein von Effizienz getriebenes Spiel, in dem ihr versucht, eure Inseln so gut es geht zu optimieren.
Ein großer Teil davon ist das berühmte Puzzeln. Die Inseln bieten oft wenig Platz und wer Warenwege kurz halten will, muss seine ganzen Produktionsgebäude clever platzieren. Das gilt auch wieder in Anno 117. Wollt ihr gleichzeitig aber diagonale Straßen bauen, dann opfert ihr damit jede Menge Effizienz.
Wie das Team im Blog-Eintrag einräumt, verschwendet ihr mit diagonalen Straßen durchaus Platz und das nicht nur, weil aufgrund der neuen Straßen viele spitze Winkel entstehen. Um das Raster auszufüllen, nehmen diagonale Gebäude und Straßen oft mehr Platz ein.
Gebäude können nicht einfach nur gedreht werden, da ihre vorbestimmte Feldgröße dann nicht mehr auf das grundlegende Raster passt. Stattdessen muss die »logische Größe« des Gebäudes entweder schrumpfen oder wachsen.
Das bedeutet, dass das Gebäude selbst zwar die gleiche Größe behält, sein Grundstück aber mehr oder weniger Felder einnimmt, als wenn ihr das Gebäude gerade lasst. Da obendrein zwischen diagonalen Straßen und diagonalen Gebäuden unschöne freie Kacheln liegen würden, werden in diesem Fall auch Straßen ein wenig verbreitert.
Im Durchschnitt soll damit laut Entwickler beim diagonalen Bauen mehr Platz verloren gehen, als wenn ihr euch an die klassische Anno-Bauweise haltet. Im Gegenzug sehen eure Städte dafür aber auch ein gutes Stück organischer und nicht mehr so sehr nach Schachbrett aus.
Die Herausforderung beim Straßenbau
Im Blog-Eintrag erklärt das Team außerdem, dass ein komplett rasterloses Anno zumindest kurzzeitig eine Überlegung war. Allerdings wäre das typische Anno-Tetris dann nicht mehr möglich gewesen. Deshalb haben sie sich für die Variante mit den diagonalen Straßen entschieden.
Doch schon das bringt einiges an Umdenken mit sich. Beispielsweise musste das Team eine Lösung dafür finden, wie genau Straßen in Anno 117 gebaut werden. Da es jetzt viel mehr Möglichkeiten gibt, kann das Spiel nicht mehr so zuverlässig beim Ziehen vorhersehen, in welche Richtung ihr mit eurer Straße eigentlich wollt.
Aktuell schlägt das Spiel immer zuerst eine diagonale Straße vor und danach eine horizontale oder vertikale Abzweigung. Ob das die beste Lösung ist, wissen wir aber erst, wenn wir es spielen konnten.
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