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Anno 2205 schießt uns auf den Mond und wir staunen über die immer noch sehenswertige Grafik
Nach über 40 Jahren Bandgeschichte klingen Metallica einfach nicht mehr »wie früher«. Aber seit wann genau? Die ersten drei Alben gelten als hohe Thrash-Metal-Kunst. Das vierte auch noch? Zum Black Album 1991 wurde der Sound langsamer und schwerer. Außerdem kennt jeder »Nothing Else Matters«, spätestens da war die Musik dann aber »nicht mehr Metallica«, oder?
Oder gilt die Aussage ab der Phase Ende der 90er, als die vier Bandmitglieder ihren Sound mit Blues- und Country-Einflüssen erweiterten und sich obendrein noch die Haare hatten schneiden lassen? Oder doch erst, als nach der Jahrtausendwende roher Gitarren-Sound ohne Soli Programm war? Irgendwann mussten Metallica aber aufgehört haben, Metallica zu sein, warum sonst haben sie ab 2008 die »Back to the roots«-Richtung eingeschlagen? Glaubt man dem stets nörgelnden Fan, funktioniert das nur bedingt, denn »Metallica ist einfach nicht mehr wie früher.«
Warum erzähle ich euch das alles? Na wegen Anno 2205, das vor mittlerweile zehn Jahren erschien und das ich jetzt für GameStar Plus nachgeholt habe. Denn das zweite Zukunfts-Anno macht viele Dinge anders als seine Vorgänger und Nachfolger. Doch ich höre und fühle in den Inselwelten der Erde und den Kratern des Mondes noch viele vertraute Anno-Klänge – und erlebe ein auch heute noch spannendes Aufbauspiel.
Und je länger ich Anno 2205 spiele, desto kleiner und unbedeutender werden für mich alle Themen rund um die teils einschneidenden Änderungen im sechsten Hauptteil der traditionsreichen Aufbauserie. Aber lest selbst.
Start zehn Jahre verspätet
Meine persönliche Geschichte mit Anno 2205 beginnt mit dem Release Ende 2015, obwohl ich das Spiel damals ausgelassen hatte. Stattdessen schenkte ich es meinem Vater zu Weihnachten, der sich bereits wacker durch die Mittelalter-Annos getüftelt hatte. Diesmal hoffte ich, den immergleichen »Was muss ich hier machen«-Fragen mit einem kurzen: »Weiß ich leider nicht, weil ich das Spiel nicht kenne« auszuweichen. Wer liebevoll-quengelnde Väter kennt, weiß, dass das nicht geklappt hat.

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