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Seite 2: Anthem - 3 Fehler von Andromeda, die es nicht wiederholen darf

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2. Kein ausreichender Live-Service

Zu den ersten Informationen, die wir über Anthem erfuhren - noch vor seinen Namen! - gehörte der Fokus auf ein Live-Service-Modell im Stil von Destiny 2 und The Division. In einer Investoren-Konferenz im Mai 2017 sagte EA-CEO Andrew Wilson über BioWares nächste Marke: »The game is built around a live service«. Außerdem ist die Rede von einer stärkeren sozialen Komponente.

Das hört sich nach einem Fokus auf regelmäßige Content-Updates, Events und Multiplayer an. Das kann natürlich nur funktionieren, wenn BioWare auch regelmäßig Patches liefert und Anthem angemessen mit einem Live-Service betreut, der auch auf das Feedback der Spieler Rücksicht nimmt. Gerade das ist schließlich der große Vorteil am Live-Konzept.

Andromeda tat sich hiermit schwer: Zwar arbeitete BioWare gezielt an von den Fans gemeldeten Kritikpunkten, kam aber teils arg langsam voran. Auf Verbesserungen am Charaktereditor - der schon in der Vorab-Version über EA Access auf einige Kritik stieß - mussten wir etwa über drei Monate warten.

Video starten 9:47 Mass Effect: Andromeda - Video: War die Trial-Version ein Fehler?

Im Multiplayer sind die Entwickler inzwischen auf dem richtigen Kurs, was die Balance angeht, aber es gibt immer noch einiges zu tun. Und neue Inhalte erscheinen in Anbetracht des geringen Grundumfangs und des geizigen Belohnungssystems zu langsam, um Spieler langfristig bei der Stange zu halten.

Nun ist der primäre Fokus von Andromeda der Singleplayer, dort fallen seltene Content-Patches weniger ins Gewicht. Aber will Anthem tatsächlich vor allem als Live-Service funktionieren, muss BioWare hier mehr leisten.

Video starten 14:20 »Games as a Service« gewinnt - Video: Ist das Rennen für den Singleplayer gelaufen?

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