Vor etwas mehr als einer Woche habe ich eine News darüber geschrieben, dass Crypto, die neue Legende von Apex Legends, bereits im Spiel aufgetaucht ist und vor Spielern flüchtet. »Was für ein schöner Teaser«, habe ich mir zu der Aktion gedacht.
Was ich zu dem Zeitpunkt noch nicht wusste: Das war kein einmaliges Event. Das war nur ein kleiner Teil einer monatelangen Werbekampagne, die so unaufdringlich wie genial ist.
Über die vergangenen Wochen und sogar Monate hat Respawn lauter kleine Hinweise im Battle-Royale-Shooter gestreut. Die reichen sogar bis ans Ende der ersten Season zurück, in dem eine mysteriöse Figur den Repulsorturm zerstörte und dadurch die Map veränderte.
Dann mehrten sich seltsame Ereignisse. An mehreren Bildschirmen auf der Karte startete ein Hacking-Vorgang. Plötzlich klang die Stimme der Ansagerin verzerrt. Und schließlich tauchte Crypto im Spiel auf, hackte und floh.
Eine frische Art von Storytelling
Diese subtile Art an Hinweisen ist vorbildlich für ein Service Game wie Apex. Das Battle-Royale-Genre ist von Natur aus recht eingeschränkt, was Storytelling angeht.
Schließlich spielt ihr keine Kampagne, sondern immer nur ein und dasselbe Match. Die Geschichte plätschert da eher im Hintergrund, findet auf externen Webseiten und in Render-Filmchen statt.
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Robin Rüther
@GameStar_de
Robin liebt gute Geschichten in Videospielen und hat auch schon mal den ein oder anderen Artikel darüber geschrieben. Obwohl Battle-Royale-Spiele nicht zu den klassischen Storytelling-Spielen zählen, bricht er für Apex Legends eine Lanze. So viel Spaß mit geheimnisvollen Teasern und versteckten Easter Eggs hatte er schließlich schon lange nicht mehr.
Ähnlich wie Fortnite, trickst Respawn diese Schwäche mit kleinen aber feinen Teasern aus. Es fühlt sich tatsächlich so an, als sei Crypto bei den Apex Games zugange, als würde er selbst die Hinweise streuen.
Was hat der Hacker vor? Wo taucht er als nächstes auf? Noch bevor Season 3 überhaupt angefangen hat, bin ich mittendrin und sauge die kleinen Rätsel und Andeutungen nur so auf. Dieses Spiel treibt Respawn sogar auf eine Metaebene.
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Apex Legends durchbricht die vierte Wand
Vor wenigen Tagen hat Crypto die Grenzen des Spiels überschritten und höchstpersönlich auf Twitter Fuß gefasst: Das Profilbild von Apex Legends ist nun schwarz, die Buchstaben gehen in kryptische Zeichen und Symbole über und in den Tweets verstecken sich geheime Botschaften.
Das erweckt das Gefühl, dass nicht mehr die Entwickler zu mir sprechen, sondern Crypto selbst. Twitter und wird zum Spielfeld des Hackers, zum Handlungsort der Story, die sich immer weiter fortsetzt.
Statt einer langweiligen Meldung à la »Morgen kommt ein Trailer zu Season 3«, sehe ich Codes, Schemata und Ladebalken, die Tag für Tag weiterwachsen. Und die machen mich nicht nur neugierig, sondern verraten auf ihre subtile Art weitere Infos über die Inhalte von Season 3 - wenn man sie entschlüsselt!
Das Ganze ist dabei so unterhaltsam, dass ich fast schon ein bisschen traurig sein werde, wenn Season 3 anfängt und alles wieder zur Normalität zurückkehrt. Hoffentlich wird Respawn diese Art von Storytelling auch in der Zukunft fortspinnen.
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