Paris, Ende April, an einem sonnigen Frühlingsmorgen. Die Innenstadt erwacht, über den Trottoir torkeln bereits erste Bayern-Fans, denn heute Abend spielt München gegen Saint-Germain. Der Odeur des nahen Hauptbahnhofs liebkost mein Näschen, während ich mir die Beine in den Bauch stehe. Denn: Die deutsche Pressetruppe ist natürlich wieder überpünktlich. Was ein Klischee.
Wir stehen vor einer gräulich verspiegelten Hausfassade, kein Schriftzug, kein Fenster, die Tür hat nicht mal einen Griff. Dahinter könnte sich alles verbergen; ein geheimer Nachtclub, ein Sex-Shop, das Hauptquartier der CIA oder eben: ein streng vertrauliches Presse-Event zu Assassin's Creed: Black Flag Resynced, dem Remake von Black Flag.
Drinnen wirkt alles etwas freundlicher. Ein offener Saal für die Eröffnungspräsentation, dahinter führt eine Wendeltreppe zu einer Galerie voller Anspielstationen.
Aber: Ubisoft ist nervös, weil die Firma sich seit Monaten im Krisenmodus befindet. Auf noch keinem meiner bisherigen Presse-Events haben die Franzosen so sehr darauf geachtet, wer was wann im Spiel tut. Die Embargo-Richtlinien für Aufnahmen wirken an manchen Stellen ziemlich skurril. Eine Nachtmission sei »zu dunkel«, die dürfe so nicht ins Video. Wer kennt sie nicht, jene Vorbesteller, die bei dunklen Missionen direkt auf »Stornieren« hämmern? Aber gut, kann alles sein, bin ja kein Marktforscher.
Das Absurde an diesem ganzen Helikopter-Gehabe: Was ich in meinen drei Stunden mit Assassin's Creed: Black Flag Resynced letztlich erlebe, birgt überhaupt keinen Grund für Nervosität. Im Gegenteil: Entweder sind die Entwickler bei Ubisoft Singapore wahrhaftig die Meister im Verstecken (von Problemen) oder das Remake von Black Flag wird der absolute Hammer.
Disclaimer zum Event: Dimi ist hier ein bisschen durch den Wind, weil er mit Horden von Bayern-Fans in Paris gestrandet ist. Aber hey, dafür konnte er bereits drei Stunden in den karibischen Fluten von Assassin's Creed: Black Flag Resynced verbringen. Die Reise- und Übernachtungskosten sowie Verpflegung während des Events hat Ubisoft übernommen. In die Berichterstattung redet ihm der Publisher aber logischerweise nicht rein.
Was haben wir gespielt?
Meine Anspielversion ist ein extra fürs Event zusammengestutzter Mischmasch, der sämtliche Facetten von Resynced beleuchten soll. Konkret:
- Ich habe den kompletten Anfang des Remakes gespielt: Von Edwards erstem Schiffbruch über die Jagd nach dem abtrünnigen Assassinen Duncan Walpole bis hin zu den frühen Aufträgen in Havanna.
- Ich konnte einen Teil der Open World nordöstlich von Havanna komplett frei mit dem Schiff erkunden, Inseln besuchen, nach Schätzen tauchen und spanische Schiffe überfallen.
- Es gibt auch genuin neue Missionen in Resynced, um beispielsweise Offiziere für euer Schiff zu rekrutieren. Einen dieser Aufträge rund um die Schiffsmeisterin Lucy Baldwin habe ich gespielt und im Zuge dessen auch Edwards überarbeitetes Versteck in Inagua erkundet.
- Und zu guter Letzt habe ich an der Seite von Blackbeard nach Medizin für meine Leute in Nassau gesucht.
Also: etwa drei Stunden Gameplay insgesamt. Und eines kann ich schon festhalten: Black Flag bleibt definitiv Black Flag, im Guten wie im ... naja, auch da, wo Black Flag immer schon gewöhnungsbedürftig war.
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