Atlas kommt nicht zur Ruhe - Erneut zwingen Cheater einen Server in die Knie, Entwickler reagiert mit Bans

Ein gehackter Admin-Account sorgte für Furore auf den offiziellen Atlas-Servern. Jetzt schlagen die Cheater erneut zu.

von Dimitry Halley, Christian Just,
23.01.2019 16:30 Uhr

Atlas ist durchaus noch eine etwas holprige Erfahrung. Vor allem dann, wenn überall Wale auftauchen.Atlas ist durchaus noch eine etwas holprige Erfahrung. Vor allem dann, wenn überall Wale auftauchen.

Update 23.01.2019, 15:55:
Atlas kommt nicht recht zur Ruhe. Nach weitreichenden Cheater-Attacken auf den offiziellen Servern, deren Details ihr in der ursprünglichen Nachricht nachlesen könnt, tauchten wieder Videos von seltsamen Ereignissen auf.

Auf dem Twitch-Kanal der Altas-Company Streamerhouse ist zu erkennen, wie Cheater offenbar Drachen und Wale in der Spielwelt spawnen:

Außerdem sollen sich die Cheater zu der Aktion bekannt haben, indem sie die Ingame-Meldungen mit ihren eigenen Worten fütterten, die auf die Spielergruppe »Black Butterfly« hinwiesen. Black Butterfly stand bereits beim vorherigen Cheater-Angriff unter Verdacht.

Atlas-Entwickler Grapeshot Games stellte die Server nach Bekanntwerden des Angriffs für Notfall-Wartungsarbeiten offline und veröffentlichte eine Stellungnahme auf der offiziellen Website des Spiels. Anders als bei den vorangegangenen Vorfällen, sollen diesmal keine Entwickler-Accounts kompromittiert gewesen, sondern technische Exploits die Ursache sein.

Mehrere Konten seien im Nachgang sowohl von den Entwicklern selbst als auch durch die Anticheat-Software Battleeye gebannt worden. Zudem wurde auf dem »Official NA PvP Network The Kraken's Maw« ein Rollback durchgeführt.

Ursprüngliche Meldung:
Am 17. Januar entstand reichlich Chaos auf einem offiziellen Server von Atlas, dem geistigen Nachfolger von Ark: Survival Evolved. Laut offizieller Stellungnahme der Entwickler wurde ein Admin-Account auf Steam widerrechtlich übernommen und der Verantwortliche trieb mit seiner gestohlenen Macht allerlei Schabernack. Heißt konkret: Es regnete Wale, Panzer und Flugzeuge in der Spielwelt.

"Heute wurde der Steam-Account von einem unserer Admins kompromittiert und dazu benutzt, Verwüstung in unserem offiziellen nordamerikanischen PvP-Netzwerk anzurichten. Um das klarzustellen: Es handelt sich dabei nicht um einen Hack, ein Third-Party-Programm oder irgendeinen Exploit. Wir haben die nötigen Schritte eingeleitet, um so einen Vorfall in Zukunft zu verhindern."

Die Entwickler weisen wohl bewusst auf diese Unterscheidung hin, um sicherzustellen, dass das Chaos nicht durch schlechten Code, sondern veruntreute Account-Daten verursacht wurde. Für die Spieler war das Ergebnis aber so oder so ein tragikomisches Erlebnis - und glücklicherweise wird im Internet fast alles auf Video festgehalten.

Weitere Ausschnitte wie diese (von BurkeBlack und SniperNamedG) findet ihr im Subreddit zu Atlas. Dort wird auch über mögliche Schuldige gemunkelt: Man hat »BlackButterfly« im Verdacht, eine Gruppe von Spielern, die offenbar häufiger durch Hacking- und Trollversuche auffallen.

Die Entwickler werden dafür kritisiert, dass diese Personen noch immer ungestört durch die Spielwelt von Atlas laufen können. Ein Ban sei nötig, fordern Stimmen aus der Community.

Eine direkte Maßnahme nach dem Chaos gibt's aber doch: Alle betroffenen Server des Official NA PvP Network bekommen einen Rollback, werden mit allen Statistiken, Werten und Zeiten um etwa fünfeinhalb Stunden zurückgesetzt. So hat zumindest das akute Chaos niemals stattgefunden (wenn man von den Clips oben einmal absieht).

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