Mit The Backrooms wird ein wahres Internet-Phänomen auf die Leinwand gebracht. Aus dem Genre der Creepypasta
(meist erfundene Grusel- und Horrorgeschichten) geht es um labyrinthartige Innenräume oder Landschaften, die man nur erreicht, wenn man durch die Realität glitcht.
Der YouTuber Kane Pixels drehte mit dem Material auf seinem Kanal eine ganze Webserie, die es jetzt als Film-Adaption auf die große Leinwand geschafft hat. Und die geht Kritiker direkt »unter die Haut.«
Ob uns hier das nächste Horror-Highlight bevorsteht, schauen wir uns jetzt einmal genauer an.
Worum geht’s in Backrooms?
Möbelhaus-Besitzer Clark (Chiwetel Ejiofor) glitcht durch ein Portal aus der Realität und landet prompt in den Backrooms – einem unendlichen Labyrinth aus gelblichen Räumen, feuchtem Teppichboden und dem nervtötenden Summen von Leuchtstoffröhren.
Clarks Psychologin Dr. Mary Kline (Renate Reinsve) macht sich Sorgen um ihren Patienten und begibt sich auf die Suche nach ihm. Parallel dazu landen auch noch die Angestellte Kat (Lukita Maxwell) und ihr Freund Bobby (Finn Bennett) mit einer alten Videokamera in den Backrooms.
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Das Internet-Phänomen Backrooms könnte der gruseligste Film des Jahres werden
Backrooms erscheint hierzulande erst am 18. Juni 2026 in den Kinos. In den USA startet der Film bereits am 29. Mai. Im Regiestuhl sitzt natürlich Kane Parsons. Beim Drehbuch bekam der 20-Jährige Filmemacher Unterstützung von Will Soodik (Westworld, Ash vs Evil Dead).
Backrooms ist »ein atmosphärischer Höhepunkt«
Auf Rotten Tomatoes sind Kritiker zum aktuellen Zeitpunkt zu 88 Prozent positiv gestimmt. Ein Zuschauer-Score folgt, sobald der Film offiziell erschienen ist. In der Filmdatenbank IMDb landet Backrooms mit über 700 Reviews derzeit bei 7,3 von 10 Sternen.
Was finden Kritiker gut an Backrooms?
- Atmosphäre & Horror
- visuelle & technische Umsetzung
- Sound & Musik
- sehr innovativ
- Parsons erweist mit seinen 20 Jahren schon ein unglaubliches Regie-Talent
Welche Probleme gibt es?
- Wer eher konventionellen Grusel mag, ist hier an der falschen Adresse
- Die Story wirkt stellenweise schwach und die Charaktere nicht so tiefgründig
- Keine leichte Kost → Horror ist komplex und bleibt oft bewusst im Unklaren
Variety
Als atmosphärischer Nervenkitzel ist Backrooms außerordentlich wirkungsvoll. Man lehnt sich zurück und taucht ein in das Labyrinth, in die Rätsel und die abgenutzten Texturen, wohl wissend, dass der Film einen immer wieder in Erstaunen versetzen wird. Das Gefühl schwelender Angst hängt von der Vorstellung ab, dass etwas Schreckliches in diesen muffigen, gelben Räumen lauert, ähnlich wie das Monster, das in Lynchs Inland Empire
(einem weiteren Vorläufer von Backrooms) auftaucht.
Und Parsons liefert, auf seine für Jump-Scares allzu raffinierte Art, diese Monster – oder zumindest ein paar gequälte Gestalten von schrecklichem Ausmaß. Da ist eine riesige Dämonenversion von Cap’n Clark sowie Menschen, die aussehen, als hätten sie mehrere Gesichter, die ineinander verknittert sind. Was sind sie? Vielleicht sind sie wir.
Heaven of Horror (Wertung: 4/5 Sternen)
Schaut euch Backrooms im Kino an … wenn ihr euch traut!
Nein, das meine ich nicht als echte Herausforderung, aber Backrooms ist (jedenfalls für mich) die Art von Film, die einem unter die Haut geht. Und dort bleibt. Oder vielleicht sollte ich genauer sagen, dass es ein Film ist, der sich in eurem Kopf und Unterbewusstsein festsetzt, während ihr immer wieder an seine Seltsamkeit und unheimliche Gruseligkeit zurückdenkt.
The Australian
Es fühlt sich an, wie die Zukunft des Kinos. Ein schlankeres, strafferes Filmemachen, das eher von der Kultur des Internets als von der des Kinos geprägt ist. Die Revolution hat begonnen, und Backrooms steht zusammen mit Obsession
an ihrer Spitze.
MovieWeb (Wertung: 3/5)
Wer liminale Räume nicht beunruhigend findet, wird allein aufgrund der handwerklichen Qualität des Films wach bleiben – was angesichts des jungen Alters des Filmemachers umso beeindruckender ist. Parsons ist der originellste und intellektuellste unter der wachsenden Zahl von Regisseuren, die ihre ersten Erfahrungen auf YouTube gesammelt haben, darunter Curry Barker (Obsession), Markiplier (Iron Lung) sowie Danny und Michael Philippou (Talk to Me).
Dennoch könnte der Anblick von Multiplex-Kinos, die von horrorbegeisterten YouTubern überrannt werden, diejenigen, deren prägende Kinoerlebnisse Der weiße Hai
und Star Wars
waren, dazu zwingen, ihr Trauma in ihren ganz persönlichen Backrooms aufzuarbeiten.
IGN Movies (Wertung: 8/10)
Backrooms baut gekonnt auf den konzeptionellen Grundlagen der YouTube-Serie auf – mit raffinierter Bildkomposition, wunderschön-erschreckendem Produktionsdesign, einer komplexen Hauptfigur und einer Rückkehr zu Kane Parsons’ Wurzeln bei computergenerierten Sequenzen, die es wirklich in sich haben.
Der Film eröffnet zudem spannende Möglichkeiten, die Hintergrundgeschichte noch weiter zu vertiefen – vorausgesetzt, Neulinge sind bereit, sich auf das Werk einzulassen, das dem Zuschauer nichts auf dem Silbertablett serviert. Parsons’ Film ist eine erschütternde Reise ins dunkle Herz von zerbrochenen Erinnerungen, Einsamkeit und innerer Zerrissenheit.
Er nimmt das, was an der Schwelle des Lebens psychologisch erschreckend ist, und verwandelt es in etwas wahrhaft Furchterregendes. Das ist etwas, was das Konzept schon immer gut gemacht hat, und seine Zukunft scheint vielversprechend, mit Parsons an der Spitze dieses albtraumhaften Labyrinths.
TheWrap
Es gibt lange Abschnitte in Backrooms, in denen Parsons die unheimliche künstlerische Gestaltung in den Vordergrund rückt und aufhört, dem Publikum wenig überzeugende Charaktere und eine unausgereifte Hintergrundgeschichte aufzwingen zu wollen. Immer wenn er loslässt, ist Backrooms ein fesselndes, erschreckendes Erlebnis. Immer wenn Parsons wieder in Richtung der wackeligen Handlung und der unterentwickelten Themen lenkt, verliert er die Kontrolle und der Film wehrt sich.
Davon abgesehen scheint dieser Film gar kein großes Kino sein zu wollen. Ich glaube, er will einfach nur ein Halloween-Spukhaus sein. Ich würde gutes Geld dafür bezahlen, mich einen Tag lang in diesen Kulissen zu verlieren – solange ich mich nur nicht mit den Protagonisten herumtreiben oder mir mehr Gedanken über die Mythologie machen muss.
Deadline
Am besten [...] überlässt [man] es dem Publikum, sich darauf einzulassen und es in seiner ganzen Fülle zu erleben und zu deuten. Dies ist ein visuell atemberaubender Albtraum, und Kameramann Jeremy Cox sowie Produktionsdesigner Danny Vermette verdienen großes Lob für eine schillernde, magische Mystery-Tour durch dieses Gefängnis ohne Ausgang – ein seltsameres Wunderland, als es Alice je besucht hat, karg, aber mit Erinnerungsstücken aus vergangenen Leben, die nun verzerrt und verdreht sind, etwas aus unseren Träumen, das auf der großen Leinwand auf lebendige Weise zum Leben erweckt wurde.
Großes Lob auch an Cutter Greg Ng, VFX-Supervisor Edward Douglas und die passende elektronische Filmmusik von Parsons und Edo van Breeman, die dieses bizarre Land voller ständiger Geräusche begleitet, die Hinweise darauf geben, was sich hinter diesen Mauern und hinter diesen Türen verbirgt – oder auch nicht. Wir wissen es nicht wirklich. (Auch das Sounddesign ist außergewöhnlich.)
Hattet ihr den Film schon als Horror-Highlight auf dem Schirm? Werdet ihr ihn euch im Kino anschauen? Schreibt es uns gerne in die Kommentare!
Falls ihr bis dahin noch einmal im Kino vorbeischaut: Aktuell läuft The Mandalorian & Grogu auf der großen Leinwand. Unser Entertainment-Experte Vali hat den ersten Star-Wars-Film seit Episode 9 einmal ganz genau unter die Lupe genommen. Seine Meinung könnt ihr im obigen Artikel in der Linkbox nachlesen.
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