Battle Mode wichtiger: Doom Eternal ohne Deathmatch-Multiplayer

Kein klassischer Multiplayer in Doom Eternal: Bei Id steht der Battle Mode im Fokus, der zwei Spieler als Dämonen gegen den Doom-Typen antreten lässt.

von Christian Just,
13.06.2019 15:15 Uhr

Slayer vs Dämonen: Trailer von Doom Eternal zeigt den asymmetrischen MP-Modus - 1:34 Slayer vs Dämonen: Trailer von Doom Eternal zeigt den asymmetrischen MP-Modus -

Bethesda hat auf der E3 2019 auch den Battle Mode des kommenden Doom Eternal mit einem neuen Trailer bedacht, der das asymmetrische Multiplayer-Gameplay etwas näher beleuchtet. So spielt ein Spieler den bis an die Helmkante bewaffneten Slayer und zwei Spieler schlüpfen in die Haut von klassischen Doom-Dämonen.

Wie IGN nun auf der E3 von Id Softwares Executive Director Marty Stratton erfahren hat, bleibt der Battle Mode der »Haupt-Multiplayermodus«. Klassische Deathmatch-Modi, wie sie beim 2016er Reboot Doom noch zum Lieferumfang gehörten, wird es demnach bei Doom Eternal nicht geben. Zumindest lässt Stratton offen, ob Id weitere kleinere Mehrspieler-Modi für Doom Eternal plant.

Warum kein klassisches Deathmatch?

Obwohl der Multiplayer-Modus von Doom 2016 durchaus kompetentes Arena-Shooter-Gameplay lieferte, konnte er sich keine dauerhafte Fanbasis erarbeiten. Nicht nur haben es Arena-Shooter in Jahrzehnten ohne 19 davor oft schwer, auch habe man sich laut Marty Stratton zu weit vom Kern der Marke entfernt.

"Wenn man auf Doom 2016 zurückblickt, da haben wir irgendwie etwas Traditionelleres gemacht. Skill vs. Skill-Reflexe vs. Reflexe. Es hatte keine der Komponenten von Doom, die die Leute von der Kampagne liebten. Es hatte nicht den Slayer oder die Dämonen in einer sinnvollen Weise. Es war einfach irgendwie flach, also haben wir diesmal das Skript wirklich geändert und beschlossen, dass wir es intern entwickeln müssen. Wir müssen es aus dem herausholen, worum es bei Doom geht: Dämonen vs. Slayer."

Auch beim 2016er Doom-Multiplayer konnte man bereits als Dämon spielen. Da war das Gameplay bestimmter Modi darauf ausgelegt, den Dämonen in sich an einem bestimmten Punkt der Map zum richtigen Zeitpunkt zu aktivieren, um sich dann für begrenzte Zeit als übermächtiger Revenant oder Mancubus durch die Gegner zu metzeln. Allerdings meint Stratton mit »sinnvoll« etwas anderes.

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Weg vom »Folgen«, zurück zum »Führen«

Marty Stratton ist sich sicher, dass die Einzelspieler-Erfahrung den Kern der Marke Doom darstellt und man hier ansetzen müsse, um auch Multiplayer-Fans zu erreichen.

"Im Jahr 2016 stellten wir fest, dass wir führen und nicht folgen müssen. Im Einzelspieler führten wir. Und wir schafften es, wir machten ein Doom-Spiel, wir kümmerten uns nicht unbedingt um die Trends oder so. Im Multiplayer haben wir ein wenig von diesem und jenem genommen und es wurde für die Fans offensichtlich und für uns war es nicht das, was wir tun wollten. Wir haben Doom Eternals Multiplayer intern entwickelt und uns wirklich darauf konzentriert, den besten Multiplayer zu ermöglichen. Es fühlt sich an wie Doom, aber mit unseren Freunden."

Taktik und Überzahl gegen Reflexe

Der Id-Produzent Stratton führt weiter aus, wieso sich beim Multiplayer-Modus von Doom Eternal das 1v2-Szenario als der logische und paradoxerweise am besten ausbalancierte Weg herausstellte.

"Wir konnten keinen Weg finden, einen anderen Slayer in die Erfahrung einzuführen, ohne dass es einfach zu Reflex-Skill vs. Reflex-Skill wird. Was wir letztes Mal auch getan haben. Wenn wir als zwei Slayer gegeneinander antreten - wenn deine Reflexe besser sind als meine, kann ich das nicht überwinden. Aber mit Dämonen kann ich die Reflexe von jemandem mit Strategie und Teamarbeit überwinden, und das war der Auslöser."

So können zwei Spieler als Dämonen immerhin Absprache und Taktik zu ihrem Vorteil gegen den offensichtlich Waffen-technisch flexibler ausgerüsteten Slayer einsetzen. Und damit das Blatt unter Umständen auch gegen einen Spieler wenden, dem man alleine hoffnungslos unterlegen wäre.

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