Battlefield 2042: Die Free2Play-Notlösung wird so nicht reichen

Meinung: Aktuell ist eine mögliche Free2Play-Umstellung von Battlefield 2042 in aller Munde. Doch ein Spiel bloß kostenlos zu machen, ist keine Lösung.

von Dimitry Halley,
25.01.2022 17:50 Uhr

Neben All you can eat und Steuerrückzahlung gibt es kaum ein anderes so schönes Wort wie Kostenlos. Kostenlose Snacks im Kaufhaus, Gratis-Parfümpröbchen, 33 Prozent Extra-Shampoo - und natürlich kostenlose Spiele bei Steam und Epic, alles davon ein Träumchen. Kein Wunder also, dass viele Leute es für die Lösung schlechthin halten, dass auch das strauchelnde Battlefield 2042 auf Free2Play umsattelt und kostenlos unter die Leute gebracht wird.

Ich habe selbst schon die Lanze für die Free2Play-Umstellung gebrochen, als sich zum Jahreswechsel abzeichnete, dass die erste Content-Season von Battlefield 2042 erst vier (!) Monate nach Release (im März 2022) starten würde. Was bleibt dem Spiel abseits von Free2Play auch anderes übrig? Die Leute wandern in Scharen ab, der Steam-Userscore bleibt auf einem katastrophalen Tief - und selbst nach all den Fehlern passieren dann immer noch peinliche Tritte ins Fettnäpfchen wie jüngst mit dem Zombie-Modus, der direkt nach Erscheinen wieder offline ging, weil das Ding sich so offensichtlich als XP-Farm ausnutzen lässt, dass selbst der Game Designer konstatieren muss: Keine Ahnung, wie wir das übersehen konnten.

Aber Free2Play alleine wird Battlefield 2042 nicht retten. Generell kann keine Abkürzung Battlefield retten - es wird nicht genügen, einfach beim 50-Euro-Preisschild die Fünf wegzukratzen und dann auf Jubeldaumen zu hoffen. Um Battlefield 2042 wieder auf Kurs zu bringen, müssen drei Baustellen des Spiels ganz grundlegend überarbeitet werden.

Der Autor: Dimi gehen langsam die Autorentexte für Battlefield-Kolumnen aus, weil er nicht in jeden Artikel reinschreiben kann, dass er eigentlich auf die Rettung von Battlefield 2042 hofft. Aber er liebt einfach Happy Endings. Spiele, die das Comeback schaffen, sodass die Leute noch Jahre später über die Startschwierigkeiten schmunzeln können. Zum Beispiel witzelt er noch immer über die frühen DLCs von Star Wars: Battlefront 2, als DICE einfach keinen Content anbieten konnte und stattdessen einen TIE Fighter mit roten Streifen als großes neues DLC-Schiff bewerben musste. Und natürlich die berühmte Pilotin Tallie Lintra, die ihr garantiert alle kennt.

1. Neuer Content oder: der Wackelkandidat

Räumen wir die offensichtliche Baustelle mal direkt aus dem Weg: Natürlich würde Battlefield 2042 neuer Content enorm helfen. Neue Waffen, Maps, Fahrzeuge - und ich bin mir sicher, es gibt irgendwen da draußen, der sich sogar über neue Specialists freuen würde, obwohl deren Sprüche in ihrer Tonalität ähnlich danebengreifen wie dieses unvergessliche Flötencover von Titanic:

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