Battlefield 6 hat riesiges Potenzial. Schon jetzt haben wir einen außergewöhnliche Multiplayer-Shooter, der viele Stärken der Reihe vereint und teilweise auch ausbaut.
Doch um wirklich mit den besten Vorgängern mithalten zu können, braucht Battlefield 6 noch eine Reihe an neuen Inhalten und Verbesserungen. Wir haben die 14 wichtigsten aufgelistet und legen los mit den Problemen, die DICE zuerst angehen sollte:
- Training vor der Schlacht
- Weniger Sackgassen
- Mehr Flanken
- Weniger Error, mehr Community
- Mehr Spaß, weniger Grind + Übersicht zu Levelfreischaltungen (was schalte ich mit Rang X frei?)
- Anerkennung für Medics
Diese sieben Änderungen werden dagegen länger brauchen, was sie aber nicht weniger wichtig macht:
- Mehr Knarren!
- Bessere Menüs
- Fahrzeug-Fortschritt
- Nützliche Mitfahrer
- Neue Schlachtfelder
- Boote
- Die ungeliebte Kampagne
Das muss sich in Battlefield 6 jetzt ändern
Training vor der Schlacht
In Battlefield 6 gibt es zwar einen Schießstand, auf dem wir alle Knarren testen können, Wer aber Probefahren oder -fliegen will, geht lehr aus. Zwar hat die Community bereits mit speziellen Servern für Abhilfe gesorgt, ein offizielles Trainingsgelände, bei dem wir Luft- und Bodenfahrzeuge mit verschiedenen Setups testen, sollte Battlefield 6 aber trotzdem haben. Allein weil es deutlich unkomplizierter wäre, als extra einem Server beizutreten.
Weniger Sackgassen
Wer in Battlefield 6 nach dem schnellsten Weg zum nächsten Eroberungspunkt oder einer geeigneten Flankenroute sucht, stößt immer wieder auf unzerstörbare Wände, verschlossene Türen oder Treppenhäuser, die in einer Alpha-Wand enden. Das stört nicht nur die Immersion, sondern auch den Spielfluss und macht die Karten weniger abwechslungsreich als sie eigentlich sein könnten.
Gerade wenn eine solche Barriere auf dem direkten Weg zwischen zwei Eroberungspunkten liegt, nervt sie enorm. Battlefield 6 sollte seine Karten weiter öffnen und solche Hindernisse reduzieren.
16:23
Der Battlefield 6-Multiplayer ist klasse - aber er treibt uns auch zur Weißglut
Mehr Flanken
Wo wir gerade bei den Karten sind: Gerade in Durchbruch sind die Karten-Layouts aktuell noch sehr stark begrenzt, sodass die Kämpfe sich auf einen schmalen Bereich beschränken und Flankenmanöver kaum möglich sind. Auch hier gilt: Mehr Möglichkeiten durch ein größeres bespielbares Gebiet würden für Abwechslung sorgen und die Durchbruchs-Gefechte spannender machen.
Weniger Error, mehr Community
Dass uns Battlefield 6 eigene Server erstellen und sogar Karten umbauen lässt, ist großartig. Aber aktuell leiden die Community-Spiele noch unter einem nervigen Problem: Regelmäßig wird die maximale Zahl an Community-Servern erreicht, was das Erstellen neuer Spiele unmöglich macht.
Dass die Entwickler etwas dagegen unternehmen wollen, haben sie bereits angekündigt. In erster Linie soll die Zahl der Server begrenzt werden, auf denen nur Erfahrungspunkte und Herausforderungen gefarmt werden. Das hängt auch mit unserem nächsten Punkt zusammen, denn viele Spielerinnen und Spieler treibt es wohl auch wegen des quälend langsamen Fortschritts zu Farming-Servern.
Mehr Spaß, weniger Grind
Wir schalten viele Waffen, Gadgets und Skins durch Herausforderungen frei. Das gab es teilweise auch schon in den Vorgängern, die Aufgaben in Battlefield 6 sind aber in vielen Fällen sehr langwierig oder unglaublich knifflig. Auch der normale Fortschritt beim Freischalten neuer Aufsätze durch Waffen-XP war sehr langsam, hier hat DICE aber schon Anpassungen vorgenommen.
Auch die Herausforderungen wollen die Entwickler anpassen, weisen aber in ihrer Ankündigung darauf hin, dass dieser Prozess eine Zeit lang dauern wird.
Anerkennung für Medics
Im Scoreboard sehen wir aktuell die Abschüsse, Tode, Assists und eroberten Punkte aller Spielerinnen und Spieler. Doch was hier definitiv noch fehlt, sind die wiederbelebten Teamkollegen. Diese Anzeige gab es schon in Battlefield 2042 und unsere fleißigen Versorger haben es schließlich verdient, für ihre selbstlose Arbeit gewürdigt zu werden.
Diese Änderungen brauchen Zeit, sind aber ebenso wichtig
Mehr Knarren!
Battlefield 6 hat zwar eine deutlich größere Auswahl an Waffen als noch der Vorgänger, kommt aber (noch) nicht an ein Battlefield 4 heran. Zwar gibt es schon jede Menge Sturmgewehre, Karabiner und Schrotflinten, andere Waffenklassen hinken aber hinterher, es gibt etwa nur drei Scharfschützengewehre.
Wer dann etwa Aufklärer spielt, kann insgesamt nur drei Waffen freischalten, die für seine Klasse typisch sind. Außerdem fehlen oft Waffen, die etwas Abwechslung in ihre Klasse bringen: In Battlefield 4 gab es etwa eine vollautomatische Pistole, oder ein halbautomatisches Scharfschützengewehr. Battlefield 6 sollte deshalb mit seinen Seasons noch jede Menge Nachschub an Schießeisen liefern.
1:27:29
Battlefield 6 ist beim Waschen eingelaufen - aber ist das ein Problem?
Bessere Menüs
Die Kachel-Menüs von Battlefield 6 mussten sehr viel Kritik einstecken: Die Matchsuche ist unpraktisch zu bedienen, die Skinauswahl gleicht einem Labyrinth, und viele wichtige Informationen fehlen. So gibt es etwa keine Übersicht darüber, was wir mit Karriereleveln und Waffen-Meisterschaft freischalten. Bei den Herausforderungen den Überblick zu behalten, ist ebenfalls unnötig kompliziert.
Das Menü braucht tatsächlich ein aufwändigeres Rework, hier ist es mit ein paar simplen Änderungen nicht getan. Ob DICE aber tatsächlich etwas an der grundlegenden Struktur ändert, ist mehr als fraglich.
Fahrzeug-Fortschritt
Während die Freischaltung neuer Waffen und Aufsätze oft quälend langsam vorangeht, gibt es bei vielen Fahrzeugen nur wenig zu erreichen. Gerade Helikopter- und Jetpiloten haben kaum oder gar keine Auswahl, wie sie in die Schlacht fliegen wollen.
Für Spielerinnen und Spieler, die sich auf ihre Pilotenskills spezialisieren, gibt es also keinerlei Belohnungen dafür, dass sie in zahlreichen Runden die Lufthoheit gesichert haben. Außerdem gibt es beim Fliegen so kaum Abwechslung, wie sie neue Waffen oder Ausrüstung bringen könnten.
Nützliche Mitfahrer
Aktuell sind in Panzern viele Mitfahrer zum reinen Zusehen verdammt. Lediglich der Fahrer und ein Bordschütze bekommen etwas zu tun, im leichten Panzer sitzen bis zu vier Soldaten einfach untätig daneben.
Gerade für das Squad-Zusammenspiel wäre es aber deutlich spannender, wenn es von den hinteren Plätzen
auch möglich wäre, irgendwie zum Sieg beizutragen, und wenn sich die Funktionalität nur auf das Aufdecken von Gegnern, wie etwa in Battlefield 2042 beschränkt.
Neue Schlachtfelder
Dass Battlefield 6 neue Karten bekommt, steht außer Frage. Noch 2025 erscheinen im Rahmen von Season 1 zwei zusätzliche Maps. Die braucht der Shooter aber auch dringend, auch wenn er mit neun Karten zum Release im Battlefield-Durchschnitt liegt.
Denn einerseits gibt es visuell nur wenig Abwechslung, da jeweils zwei Karten am selben Schauplatz spielen (Brooklyn Bridge, Kairo, Gibraltar, Tadschikistan. Viele Maps beschränken sich außerdem auf städtische oder industrielle Umgebungen, während wirklich einzigartige Orte fehlen. Außerdem eignen sich einige Maps gar nicht für All-Out-Warfare mit Boden- und Luftfahrzeugen.
Battlefield 6 sollte daher noch jede Menge neue oder neu aufbereitete Karten nachliefern, die große Gefechte mit Panzern, Jets und Helis in einzigartigen Umgebungen ermöglichen.
13:58
Battlefield 6 - Guide-Video: Das sind die 9 Multiplayer-Maps und so spielt ihr sie!
Boote
Was den bisherigen Karten übrigens komplett fehlt, ist Wasser: Flüsse, Seen oder Meere spielen in Battlefield 6 bisher nämlich gar keine Rolle. Und das, obwohl einer der besten Momente der sonst mittelmäßigen Story-Kampagne ein Landungsangriff mit amphibischen Panzerfahrzeugen ist, der sich auch im Multiplayer großartig spielen könnte.
Die Entwickler haben bereits angedeutet, Wasserfahrzeuge nachliefern zu wollen. Dazu gehören dann natürlich auch neue Karten, auf denen wir Schlauchboote mit Minigun oder gepanzerte Patrouillenboote einsetzen können.
Die ungeliebte Kampagne
Viele von uns haben es vielleicht schon wieder vergessen, aber Battlefield 6 hat auch eine Kampagne. Leider haben die Singleplayer-Missionen mit massiven Schwächen zu kämpfen, auch im Bereich der Technik. Zwar ist es wahrscheinlicher, dass die Entwickler einfach Gras über die Story wachsen lassen. Trotzdem hätte es aber auch der Singleplayer verdient, dass wenigstens die gröbsten Probleme bei KI oder der Charakterdarstellung beseitigt werden.
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