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Wusstet ihr, dass neue Bücher in den USA immer am Dienstag erscheinen? Der größte Fantasy-Autor der Welt erklärt den Grund

Brandon Sanderson verrät, woher dieses ungeschriebene Gesetz kommt und warum sich die meisten Verlage daran halten.

Der bekannte Fantasy-Autor erklärt, warum Bücher in den USA meistens am Dienstag erscheinen. Bild: Brandon SandersonDragonsteel Entertainment LLC Der bekannte Fantasy-Autor erklärt, warum Bücher in den USA meistens am Dienstag erscheinen. Bild: Brandon Sanderson/Dragonsteel Entertainment LLC

Während sich in Deutschland die Veröffentlichungen neuer Literatur eher an den Buchmessen orientieren, gibt es in den USA einen schon länger etablierten fixen Tag: Neue Bücher erscheinen am Dienstag. Warum das so ist, erklärt der Autor der Mistborn- und Stormlight-Reihe im Gespräch mit seinem australischen Kollegen Jay Kristoff.

Warum Dienstag, Buchtag in den USA ist

In einem TikTok-Clip erklärt Sanderson, warum die Veröffentlichungen an diesem speziellen Wochentag stattfinden, und nennt mehrere zusammenhängende Gründe:

  • Die Buchhändler in den USA wollten aus logistischen Gründen an genau einem Tag ihre Regale auffüllen. 
  • Laut Sanderson »zwangen« die Händler die Verlage zum Dienstag, da diese sonst fürchten mussten, dass ihr Buch bis zum nächsten Dienstag nicht in den Regalen landen würde, sollten sie ihr Buch an einem Mittwoch oder Freitag veröffentlichen.
  • Für die Händler war der Dienstag der Tag, an dem »am wenigsten los war«. Er eignete sich also gut, um im Laden den Bestand aufzufüllen und zu ändern, so der Autor.

Sanderson und Kristoff halten jedoch beide fest, dass sich bei ihren Büchern nicht immer an das Veröffentlichungsdatum gehalten wird, wenn sie schon an die Läden geliefert wurden. 

Video starten 4:40 Blitzautor Brandon Sanderson vertröstet seine Fans: Das nächste große Mistborn-Buch erscheint viel später als erhofft

Diese Verkaufsembargos werden laut Sanderson eher von Läden ignoriert, die Bücher im Angebot haben, aber nicht darauf spezialisiert sind, und von kleinen unabhängigen Händlern.

Letztere verkaufen Ausgaben vor dem Veröffentlichungsdatum gerne mal vorab an treue Kunden. Das findet Sanderson offiziell natürlich nicht gut, inoffiziell schlägt sein Herz aber für die Indie-Läden und er gibt einen Daumen nach oben.

Auch die Verlage profitieren

Wie Laurie Hertzel in einem Artikel im Star Tribune durch das Gespräch mit einigen Verlagschefs aus den USA erfährt, ist der Dienstag gar nicht so aufgezwungen, wie es bei Sanderson klingt.

Zum einen sorgt der feste Termin für eine einfachere Logistik beim Transport der Bücher und zum anderen dafür, dass überall in den USA ein Buch am selben Tag erscheinen und auch verkauft werden kann.

Das führt nicht nur zu einem fairen Wettbewerb bei den Buchhändlern, sondern auch dazu, dass ein Buch eher in den wöchentlichen Bestseller-Listen landet, wenn es direkt überall im Land verfügbar ist.

Wie einer der Verlagschefs erklärt, werden die wöchentlichen Verkaufszahlen bei Händlern in der Regel am Montag gemeldet und die neue Woche beginnt am Dienstag. Wer also in den Bestsellerlisten landen möchte, ist gut damit beraten, ein Buch an diesem Tag zu veröffentlichen.

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