Beim vergangenen Summer Game Fest gab es so einige Überraschungen. Ein Ocarina of Time Remake, Resident Evil Veronica und die Rückkehr der Konsolenexklusivität waren nur einige der Themen, die in der Gaming-Community für mächtig Gesprächsbedarf sorgten.
Neben dem Resi-Remake hatte Capcom aber noch einige andere mächtige Ankündigungen im Gepäck. Der japanische Publisher stellte nicht nur eine Erweiterung für Monster Hunter Wilds vor, sondern kündigte mit Dark Arisen für Anfang Oktober auch noch einen umfangreichen DLC für Dragon's Dogma 2 an, in dem es uns in die Eisregion Norgan verschlägt. Zugleich soll das Rollenspiel von 2024 dann auch als Komplettpaket auf der Switch 2 landen.
Jetzt wurde bekannt, dass Capcom zudem viele der zum Start von Dragon's Dogma 2 stark umstrittenen Mikrotransaktionen aus dem Spiel verbannt. Außerdem wird das Basisspiel als Teil der Marketing-Kampagne für den kommenden DLC dauerhaft im Preis reduziert.
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Dragon's Dogma 2 hat gerade auf der Nintendo Direct die lang erwartete Erweiterung Dark Arisen angekündigt
Shop-Items raus
Damit korrigiert Capcom gewissermaßen eines der größten Probleme von Dragon's Dogma 2. Denn obwohl das Action-Rollenspiel in unserem Test mit reichlich Umfang, kreativer Vasallen-KI und jeder Menge Mittelalter-Charme punkten konnte, musste es zum Launch viel Kritik für die Gestaltung der Mikrotransaktionen einstecken.
Zum einen entzündete sich der Ärger der Fans daran, dass in einem Singleplayer-Vollpreistitel überhaupt solche Transaktionen enthalten sind, zum anderen störten diese aber auch den Gameplay-Fluss von Dragon's Dogma 2 auf empfindliche Art und Weise. Denn per Shop-Items ließen sich gegen Echtgeld bestimmte Teile des Spielgeschehens einfach umgehen.
Wie Capcom auf Twitter mitteilte, sollen ab dem 24. Juni unter anderem sogenannte Wakestones zum Wiederbeleben, Rift-Kristalle, Port-Kristalle zum Schnellreisen und Items zur Charakteranpassung aus dem digitalen Echtgeldshop entfernt werden. Die Entwickler begründen das offiziell mit der Entwicklung von zusätzlichem Content und Anpassungen für das kommende Title Update
- also Dark Arisen.
Link zum Twitter-Inhalt
Die käuflichen Vorteile dieser Items standen von Anfang an im Widerspruch zum Spieldesign von Dragon's Dogma, das beschwerliche Reisen und deren Folgen in den Vordergrund stellte. Wer zahlte, umging das eigentliche Spiel. Ein Designfehler, denn im Tausch für die Einnahmen aus den Shop-Transaktionen hebelte Dragon's Dogma die eigene narrative Integrität aus.
Neben der Frühjahrsputzaktion im Shop senkt Capcom zudem den Preis der digitalen Standardversion dauerhaft. Die Rabattaktion und die Kehrtwende bei den Mikrotransaktionen sind aber kein Zufall, sondern dürften von Capcom genau kalkuliert sein. Als Marketing-Maßnahme für den kommenden DLC nimmt man dem Hauptspiel ein paar Schmerzpunkte und kann dadurch ein paar neue Kunden anziehen.
Am eigentlichen Gameplay ändert die Entfernung der Mikrotransaktionen indes nichts. Alle Gegenstände sind weiterhin durch normales Spielen in Dragon's Dogma 2 erhältlich - nur eben deutlich langsamer. Schnellen Spielfortschritt könnt ihr euch nicht länger im Echtgeldshop kaufen; die Balance ist damit nach zwei Jahren endlich so, wie sie von Anfang an hätte sein sollen.
Vor dem Dark-Arisen-Start soll Ende August in Dragon's Dogma 2 noch ein kleineres Update aufschlagen, das einige Quality-of-Life- und Performance-Verbesserungen mit sich bringt.
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