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Seite 3: C&C 3: Tiberium Wars im Test - Der futuristische Teil der Strategieserie geht in die 3. Runde

Stimmungs-Feldzug

Zu den Glanzlichtern von Tiberium Wars zählen auch die drei Kampagnen. Anfangs stehen nur die Feldzüge von GDI und Nod (je 17 Missionen) zur Wahl.

Erst wenn Sie beide durchgespielt haben, dürfen Sie mit den Scrin vier weitere Einsätze bestreiten. Den nächsten Auftrag wählen Sie auf einer Übersichtskarte - reine Staffage, selbst wenn zwei Einsätze zur Wahl stehen, müssen Sie beide absolvieren. Alle drei Kampagnen spielen parallel, viele Ereignisse erleben Sie nach und nach aus der Sicht mehrerer Parteien. So stürmen Sie mit der GDI eine Tempelfestung, die Sie auf Nod-Seite verteidigen. Die Handlung ist simpel, aber spannend: Wieso überfallen die Scrin den blauen Planeten? Woran forscht Kane in Sarajevo? Das offene Ende nach dem Motto »Kaufen Sie das Addon« enttäuscht jedoch.

Dafür sind die Kampagnen exzellent inszeniert: Rendersequenzen gibt's nur wenige, dafür erzählt C&C 3 die Handlung mit insgesamt rund 90 Minuten Realfilm. Unter den Darstellern sind sogar bekannte Stars wie Michael Ironside (aus Starship Troopers) und Jennifer Morrison (aus der Serie Dr. House). Glatzenpeer Kane, der Boss der Bruderschaft von Nod, wird wie gehabt von Joe Kucan verkörpert. Trotz brillanter Bildqualität versprühen die Filmszenen Billig-Charme, gepaart mit unfreiwilliger Komik. Schuld daran sind die simplen Kulissen (Merke: Graue Kästen mit blinkenden Lämpchen dürfen in keinem Science-Fiction-Szenario fehlen!) und die platten Dialoge: Es ist herrlich müllig, wenn Kane mit blumigen Worten in Erlösungs-Fantasien schwelgt.

Packende Hektik

Auch die packenden, abwechslungsreichen Einsätze tragen zur 1A-Atmosphäre bei. Unter anderem stürmen Sie Tempel, eskortieren Konvois und zerstören unter Zeitdruck feindliche Superwaffen, bevor diese feuern können.

Zudem bietet fast jeder Einsatz mehrere Ziele und zahlreiche Skriptsequenzen. Wenn Sie eine Aufgabe lösen, öffnet C&C 3 oft bis dahin unzugängliche Abschnitte der Karte, ähnlich wie Joint Task Force.

Ein Missions-Beispiel: Sie sollen eine GDI-Basis mehrere Minuten lang halten, können aber keine Gebäude bauen. Zudem haben Sie zu wenige Kraftwerke, um alle Abwehrtürme mit Strom zu versorgen. Also aktivieren Sie immer blitzschnell die Geschütze, die Sie gerade brauchen, und schalten die anderen ab. Ganz schön hektisch ? auch, weil die Trennung vom Stromnetz ebenso umständlich ist wie die Reparatur und der Verkauf von Gebäuden: Sie klicken zuerst auf ein Symbolfeld, dann auf das Bauwerk. Doch zurück zur Mission: Als endlich Verstärkung eintrifft, wird die von Nod-Truppen festgesetzt. Um den Nachschub zu befreien, kämpfen Sie sich durch eine feindverseuchte Stadt. Dann eskortieren Sie die Nachzügler in Ihre Basis, um dort Gebäude errichten zu dürfen. Das ist auch bitter nötig, denn abschließend sollen Sie drei Nod-Stützpunkte zerstören. Das HiRes-Video auf unserer DVD XL zeigt diesen spannenden Einsatz in bewegten Bildern. Eine Schwäche hat das Missionsdesign jedoch: Erfüllte Sekundärziele bringen oft keine spielerischen Vorteile, sondern schalten nur Geheimdienst-Akten frei. Das sind mäßig interessante Infotexte, etwa zur Tiberium-Verseuchung.

Intelligenzschwäche

Der Anspruch der Kampagne schwankt. Während Sie einige Einsätze auch auf dem höchsten der drei Schwierigkeitsgrade problemlos lösen, sind andere selbst auf dem niedrigsten knifflig. Manchmal gibt's anfangs eine geruhsame Aufbauphase, manchmal wird Ihre Basis sofort angegriffen.

Unfair wird Tiberium Wars jedoch nie, mit der richtigen Taktik wehren Sie alle Attacken ab. Die schwachen KI-Gegner greifen auf allen Stufen stupide an ? mit erschummelten Truppen, die regelmäßig in ihren Fabriken auftauchen. Die Feinde haben zudem Aussetzer, die zum Beispiel dazu führen, dass sie wichtige Ziele ignorieren. So sollen sie etwa ein Gebäude zerstören, bleiben mit ihrer Armee aber passiv davor stehen. Ihre eigenen Einheiten leiden unter der miesen Wegfindung: Infanteristen laufen unbedacht über tödliches Tiberium; Vehikel fahren trotz »Stellung halten«-Befehl wirr herum, um Kollegen den Weg frei zu machen. Ganz stulle ist die KI aber nicht. So greifen die Gegner stets diejenigen Truppen an, bei denen sie den meisten Schaden anrichten können, Raketenwerfer etwa knöpfen sich Flieger vor. In Skirmish-Partien beherrschen die Feinde Tricks; zum Beispiel legen sie per EMP-Schlag Ihre Flak lahm, um daraufhin mit Bombern anzugreifen.

Wackelige Balance

Im Mehrspieler-Modus ringen bis zu acht Generäle via LAN oder Internet, leere Plätze füllen Sie mit KI-Gegnern. Dank der vielfältigen Einheiten und Spezialwaffen spielen sich die Partien schön abwechslungsreich und flott.

Perfekt ausbalanciert sind die drei Parteien aber nicht: Die Scrin etwa teleportieren Armeen mitten in die Feindbasis, um flugs Gebäude zu sprengen. Aufgrund ihrer schwachen Abwehrtürme hat die GDI dagegen kaum eine Chance. Nod-Lager kann die Weltpolizei nur mit Mühe knacken, weil von Strahlenkanonen aufgeladene Obelisken des Lichts sogar Juggernaut-Artillerie abschießen. Die Scrin haben?s leichter, sie schalten Abwehrtürme aus der Distanz mit Fernkampf-Fliegern aus. Die Entwickler versprechen, solche Balance-Macken mit Patches auszubügeln.

Nett: Über die integrierte Stimmübertragung sprechen Sie sich mit Verbündeten ab, im Spectator-Modus schauen Sie Matches zu. Ansonsten gibt's jedoch wenige Einstellmöglichkeiten. So dürfen Sie zwar zufallsgenerierte Belohnungskisten einschalten, aber nicht einmal Superwaffen verbieten. Internet-Partien laufen über eine kostenlose, anmeldepflichtige Online-Plattform. Weil noch keine Server verfügbar waren, konnten wir diese Spielart aber nicht testen. Falls sich die Partien im Internet von unseren Erfahrungen unterscheiden, werden wir im nächsten Heft darüber berichten. Die größte Stärke von C&C 3 bleibt indes auch in den Mehrspieler-Modi erhalten: Die spektakulären Gefechte und der stimmige Stil machen den Tiberiumkrieg zum Stimmungsknüller. Tödliche Kristalle haben eben auch ihr Gutes.

Den kompletten Test zu C&C 3: Tiberium Wars lesen Sie in GameStar-Ausgabe 05/2007 oder online im Heftarchiv als pdf.

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