Im Januar schaut die Technikwelt stets nach Las Vegas, denn dort findet die CES statt, die weltgrößte Messe für Consumer Electronics. Für Filmfans ist es immer besonders spannend, denn Hersteller zeigen ihre neuen TV-Line-ups.
Wir zeigen euch die fünf interessantesten Neuheiten, egal ob Kuriosum oder technisches Upgrade.
Riesen-TVs mit Micro-LED von Hisense
Der Hisense 136MX Micro-LED ist vor allem eines: verdammt groß. Die 136 im Namen steht nämlich für 136 Zoll, das entspricht 345 Zentimetern in der Diagonale. Jetzt ist es kein Geheimnis, dass TVs größer sein dürfen, als man glaubt, doch in dem Modell steckt noch mehr.
Micro-LED. In dem massiven Panel stecken sage und schreibe fast 25 Millionen mikroskopisch kleine LEDs. Tom’s Guide spricht von 10.000 Nits Lichtausbeute in der Spitze und einem 120Hz-Panel.
So beeindruckend das auch ist, ein solcher Fernseher kostet horrende Summen. Einen Preis hat Hisense nicht genannt, aber Samsungs letztjähriges Micro-LED-Modell startete bei 110.000 US-Dollar (Tom’s Guide).
Ob Micro-LED das nächste große Ding im Heimkino bleibt, müssen wir abwarten.
Bessere OLED-Panels von Panasonic
Für Heimkino-Fans in den USA ist der Panasonic Z95B deshalb besonders, weil der Hersteller nach acht Jahren erstmals wieder Fuß in den USA fassen möchte – und dafür hat er sich einen besonderen Schuh ausgesucht.
Der TV ist ein Flaggschiff, wie er im Buche steht: OLED, 144Hz-Display, Dolby Atmos, FreeSync, G-Sync. Besonders ist allerdings eine neue OLED-Technologie.
Anstatt auf MLA (Micro Lens Array; Linsen auf dem Panel, welche die Lichtausbeute erhöhen) setzt Panasonic auf eine zusätzliche Schicht im Panel, genannt RGB Tandem OLED. Hinzu kommt ein eigenes, neues Kühlsystem.
Laut den Japanern sorgt das alles für 40 Prozent mehr Lichtausbeute, was sich natürlich in der Bildqualität niederschlägt. Mehr dazu lest ihr in unserem Artikel.
PC-Spieler im Fokus bei LG
Auch LG setzt auf RGB Tandem OLED und lässt MLA fallen, zumindest beim neuen G5-Fernseher. Man könnte schon fast von einem Trend sprechen.
Interessant am G5 ist aber auch seine Refresh-Rate von 165Hz. Mittlerweile haben sich herkömmliche Mittel- und Oberklasse-Fernseher auf mindestens 120Hz, oft auf 144Hz eingependelt. LG packt ein Schippchen drauf.
Was bringt 165Hz am TV? Falls ihr Konsolenspieler seid, nicht so arg viel, denn der Unterschied ist marginal und kaum wahrnehmbar. Man braucht außerdem die entsprechenden Frame-Rates, die vor allem PC-Spieler ausnutzen können.
Nichtsdestotrotz ist auch hier ein Trend zu noch höheren Hertz-Zahlen erkennbar, denn auch Samsungs Flaggschiff S95F setzt auf 165Hz.
Samsungs The Frame Pro mit Mini-LED
Samsungs The Frame existiert seit 2017 und soll seit jeher das schwarze Loch aus dem Wohnzimmer verbannen, wenn der TV ausgeschaltet ist. Das funktioniert prinzipiell ziemlich gut, allerdings hatten die Geräte immer ein Manko: Die Bildqualität war nicht so prall, vor allem für einen Fernseher, der einen gewissen Preis aufruft.
Das ist mit dem The Frame Pro Geschichte. Samsung hat seiner neuen Iteration kurzerhand ein Mini-LED-Display verpasst, womit sämtliche Mankos aus der Vergangenheit – niedrige Kontraste, weniger Spitzenhelligkeit, flache Farben – passé sind. Das macht den Fernseher empfehlenswert.
Auch die One Connect Box ist kleiner geworden und sieht mittlerweile aus wie eine PS2, zu sehen in einem Artikel von Digital Fernsehen.
Fernseher mit Saugnäpfen von Displace
Zum Schluss noch etwas Skurriles: Ein Fernseher zum Überallhinhängen von Displace. Wirklich, sogar ohne Stromkabel, da er mit Akku läuft und geladen werden muss. Lediglich das Pro-Modell verfügt über einen HDMI-Slot.
Kurzum: Alles beim Displace-TV funktioniert digital. Aufgehängt wird er über große Saugnäpfe an der Rückseite – wahlweise sogar am Kühlschrank, wie ein Hands-on von CNET zeigt.
Der Hersteller geht sogar noch weiter: Wenn ihr den nötigen Platz und das nötige Kleingeld besitzt, könnt ihr modular sogar mehrere TVs zu einem riesigen zusammenfügen.
Es wäre nicht die CES ohne skurrile Fernseher. Auf der CES 2024 haben vor allem zwei Hingucker die Runde gemacht.
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Ob der freihängende OLED Schule machen wird, darf bezweifelt werden, denn mit 3.500 US-Dollar für einen 55-Zöller schlägt der Fernseher ganz schön zu Buche (die Pro-Version kostet sogar 6.000 US-Dollar). Dennoch ist es schön zu sehen, dass sich Technikhersteller stets neue Designs und Anwendungsfälle für den guten alten TV einfallen lassen.
Was war euer Highlight auf der CES? Schreibt es in die Kommentare.
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